Ehre und StärkeBlackmoore
Amani
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Amani

Die Amani errichteten Zul'Aman über dem Grab des C'Thrax Kith'ix und verloren ihr Reich an Quel'Thalas und Arathor. Unter Zul'jarra suchen sie heute die Rückkehr ihrer Loa und einen Weg, Heimat zu bewahren, ohne alte Fehler zu wiederholen.

Die Stadt über dem begrabenen Krieg

Als die Aqir das alte Kalimdor überzogen, vereinten die Zandalari die Trollstämme im Reich von Zul. Die Amani jagten den C'Thrax Kith'ix bis in die nördlichen Wälder. Beinahe ihr gesamtes Heer starb im letzten Angriff. In ihrer Verzweiflung riefen die Überlebenden Ula'tek aus dem Riss von Aln. Die gewaltige Schlange tötete Kith'ix, wurde aber selbst zu einer Gefahr und musste versiegelt werden.

Über dem Schlachtfeld entstand Zul'Aman. Aus einem Grab und einer Warnung wuchs die Hauptstadt eines Waldtrollreichs, das weite Teile des späteren nördlichen Lordaeron beherrschte. Akil'zon, Nalorakk, Halazzi und Jan'alai standen den Amani als Loa nahe. Wald, Tempel und Jagdgebiet waren für sie keine austauschbaren Besitztümer. In ihnen lagen Opfer, Bündnisse und Namen aus einer Zeit, in der es weder Silbermond noch ein menschliches Arathor gab.

Quel'Thalas auf heiligem Boden

Dath'Remars verbannte Hochgeborene erreichten diese Wälder und gründeten Quel'Thalas über alten Amaniruinen. Für die Elfen war es der schmerzlich errungene Anfang eines neuen Lebens; für die Amani war es eine Invasion. Arkane Schutzzeichen und der Sonnenbrunnen machten das junge Reich stark. Die Trolle wurden hinter Grenzen gedrängt, deren Recht sie niemals anerkannten.

Jahrtausende später sammelten die Amani mit zandalischer Hilfe ein Heer, das Quel'Thalas beinahe überwältigte. Die Hochelfen wandten sich an Thoradins Arathor und lehrten hundert Menschen arkane Magie. Am Alteracgebirge fiel Feuer wie eine neue Sonne auf die Trollarmee. Jintha starb, das Heer zerbrach und mehrere Waldtrollstämme lösten sich vom geschlagenen Reich. Für Menschen und Elfen begann ein Zeitalter des Bündnisses; in Zul'Aman blieb derselbe Sieg als Augenblick in Erinnerung, in dem fremde Reiche gemeinsam den alten Norden unter sich aufteilten.

Zul'jin und die Rückkehr des Krieges

Im Zweiten Krieg verband Zul'jin die Amani mit Orgrim Schicksalshammers Horde. Der Kriegshäuptling hatte ihn aus Gefangenschaft befreit, und beide hassten die Allianz. Doch Zul'jin kämpfte vor allem für die Zerstörung Quel'Thalas'. Als Orgrim andere Ziele verfolgte, zerbrach das Bündnis. Später verlor der Troll in elfischer Gefangenschaft ein Auge und schnitt seinen eigenen Arm ab, um zu entkommen. Sein verstümmelter Körper wurde zum lebenden Zeugnis eines Krieges, den sein Volk nie als beendet empfunden hatte.

Als viele Verteidiger Quel'Thalas' in der Scherbenwelt kämpften, bereitete Zul'jin einen neuen Angriff vor. Hexlord Malacrass band die Essenzen der Loa an sterbliche Wirte, darunter Zul'jins Sohn Man'ye. Damit wollten die Amani göttliche Kraft erzwingen, doch sie machten Verbündete zu Gefangenen. Zul'jin, Man'ye und ihre Champions wurden getötet. Die befreiten Loa wandten sich von den Amani ab. Spätere Anwärter wie Daakara versprachen mit zandalischer Hilfe erneut verlorene Größe und starben auf demselben Weg.

Die Erbin ohne Stimmen der Götter

Zul'jins Enkelin Zul'jarra wuchs in einer Führungskrise auf. Ihre Mutter Zarama hielt die Amani zusammen, bis Verwundung und innere Herausforderer die Übergabe erzwangen. Zul'jarra erbte kein geeintes Reich und keine selbstverständliche Gunst der Loa. Ihr Bruder Zul'jan drängte zu härteren Antworten, während die Erinnerung an den Großvater jeden vorsichtigen Schritt wie Schwäche erscheinen lassen konnte.

Als Xal'ataths Zwielichtklinge Zul'Aman angriff, holte Zul'jan ohne Erlaubnis Lichtholz aus dem Immersangwald. Lady Liadrin kam ihm entgegen, und aus einem Grenzkonflikt entstand eine widerwillige Zusammenarbeit. Zul'jarra ließ die Paladin nicht aus plötzlichem Vertrauen in ihr Land, sondern weil ihr Volk ohne Hilfe Atal'Aman und seine Bewohner verlieren würde. Die Eindringlinge zwangen Amani und Blutelfen damit in eine Nähe, die keine Seite aus ihrer alten Geschichte heraus für möglich gehalten hätte.

Der Weg der Hash'ey

Mit Liadrin und einem weiteren Hash'ura suchte Zul'jarra die Prüfungen der alten Loa. Akil'zon kehrte zurück, Halazzi gewährte seine Gunst, Jan'alai wurde neu geboren und Nalorakk übergab ihr die Last seines Segens. Zul'jarra band die Loa nicht wie ihr Großvater in Körper. Sie musste sich von ihnen prüfen lassen und Verantwortung für ein Volk annehmen, das nicht durch erzwungene Macht geheilt werden konnte. Nach dem Sieg über Mor'duun erkannten Loa und Stämme sie als Hash'ey an.

Amaniverstärkungen halfen anschließend bei der Sicherung Quel'Danas'. Das macht aus den Trollen keine Untertanen Silbermonds und löscht keinen Landraub aus. Es eröffnet eine schwierigere Zukunft, in der Anerkennung nicht dasselbe wie Aufgabe des eigenen Anspruchs sein muss. Die Amani sind weder ein Überrest, der nur auf sein Verschwinden wartet, noch unschuldige Hüter ohne eigene Verbrechen. Unter Zul'jarra versuchen sie, Stärke nicht länger aus geketteten Göttern und wiederholter Rache zu gewinnen. Zum ersten Mal seit langer Zeit könnte Zul'Aman seine Vergangenheit tragen, ohne jeden kommenden Tag nach ihrem blutigsten Augenblick zu formen.