Ehre und StärkeBlackmoore
Sonnenbrunnen
Gegenstand

Sonnenbrunnen

Der Sonnenbrunnen entstand aus Wasser des Brunnens der Ewigkeit und wurde zum Herzen Quel'Thalas'. Arthas verdarb, Kael'thas zerstörte und Velen erneuerte ihn. Als Xal'atath ihn zum Düsterbrunnen machte, reinigten vereinte Elfen den Quell erneut und gaben ihm den Namen Morgenbrunnen.

Ein neuer Brunnen für die Verbannten

Dath'Remar Sonnenwanderer führte die verbannten Hochgeborenen über das Meer. In den nördlichen Wäldern fand er ein Geflecht mächtiger Leylinien und goss eine gestohlene Phiole aus dem Brunnen der Ewigkeit hinein. Licht und arkane Energie brachen aus dem Wasser. Die Elfen nannten den Quell Sonnenbrunnen und errichteten um ihn Quel'Thalas.

Der Brunnen nährte Magie über große Entfernung, schützte das Reich und veränderte seine Bewohner über Generationen. Aus Nachtelfen wurden Hochelfen, deren Kultur sich der Sonne zuwandte. Doch der Quell stand auf Land, das die Amani als heilig betrachteten. Schon seine Entstehung verband Heimat, große schöpferische Kraft und einen Konflikt, den die goldenen Mauern Silbermonds nicht auslöschen konnten.

Arthas und der tote Quell

Arthas Menethil marschierte mit der Geißel durch Quel'Thalas, um Kel'Thuzads Gebeine zum Sonnenbrunnen zu bringen. Im heiligen Wasser wurde der Nekromant als Lich wiedergeboren. Die Tat verdarb den Quell und ließ nekromantische Energie durch ein Volk strömen, das mit ihm aufgewachsen war.

Kael'thas kehrte in ein zerstörtes Reich zurück und traf eine grausame Entscheidung. Gemeinsam mit den stärksten Magiern vernichtete er den Brunnen, bevor seine Fäulnis die Überlebenden tötete. Damit rettete er sie und riss zugleich die Quelle aus ihrem Leben. Der magische Hunger der Blutelfen war nicht nur Sucht nach Bequemlichkeit. Er war der körperliche Nachhall eines kulturellen Herzens, das plötzlich aufgehört hatte zu schlagen.

Anveena und M'urus Herz

Ein Rest der Brunnenmacht nahm durch Korialstrasz die Gestalt Anveena Teagues an. Kael'thas kehrte später als Diener der Legion zurück und wollte Kil'jaeden durch den Quell nach Azeroth holen. Anveena opferte sich, um die Beschwörung zu stoppen, während die Offensive der Zerschmetterten Sonne den Dämon zurückdrängte.

Erneut war das Wasser verdorben. Prophet Velen legte M'urus unversehrtes Herz in den Quell und verband arkane Kraft mit dem Licht. Der erneuerte Sonnenbrunnen stillte den Hunger der Elfen und gab dem Reich ein geistiges Zentrum zurück. Die Rettung kam dabei nicht aus einer Rückkehr zur alten Reinheit, sondern aus der Verbindung zweier Kräfte und dem Opfer eines Naaru, den Blutelfen zuvor selbst gefangen und ausgebeutet hatten.

Ein Herz zieht Feinde an

Der Sonnenbrunnen speiste Schutzschilde und Magie, machte Quel'Thalas aber weiterhin verwundbar. Allerias Nähe zur Leere zog Wesen an, die den Quell verderben wollten. Sie half, den Angriff abzuwehren, wurde danach jedoch aus dem Reich verbannt, weil schon ihre Anwesenheit als Gefahr galt. Auch Magister Umbrics spätere Leerenelfen mussten fernbleiben.

Schutz und Ausschluss lagen damit wieder eng beieinander. Der Brunnen gab einem Volk Kraft, während die Furcht um ihn bestimmte, wer noch zur Heimat gehören durfte. Jede kosmische Macht sah in seinem Strahl einen Weg nach Azeroth. Je heiliger der Quell wurde, desto leichter konnte seine Verteidigung jede andere Pflicht überragen.

Vom Düsterbrunnen zum Morgenbrunnen

Xal'atath griff Quel'Danas mit der Verschlingenden Schar an. Sie riss die dunkle Naaru L'ura aus Alleria und verdarb den Sonnenbrunnen zu einem Strahl der Leere, dem Düsterbrunnen. Durch ihn drangen Feinde tief unter Azeroths Oberfläche. Blutelfen, Hochelfen, Leerenelfen, Nachtelfen, Nachtgeborene, Amani und Haranir kämpften schließlich gemeinsam um die Insel.

Nach L'uras Fall blieb der Quell verdorben. Seine Reinigung gelang durch Gaben sehr verschiedener Völker: Anasterians Krone, eine Frucht des Arkan'dor, Mondbrunnenwasser, einen Leerenkristall und das Licht. Der neue Name Morgenbrunnen bezeichnet mehr als eine weitere Reparatur. Aus einem Symbol thalassischer Abgrenzung wurde ein Werk geteilter Verantwortung. Xal'atath hatte ihren Weg in die Tiefe bereits gefunden, doch die Elfen antworteten ihr mit einem Quell, der nicht mehr nur aus einer einzigen Vorstellung von Herkunft und Reinheit lebt.