Ehre und StärkeBlackmoore
Hochelfen
Volk

Hochelfen

Die Quel'dorei aus dem von Dath'Remar gegründeten Quel'Thalas, deren kleine verbliebene Gemeinschaft nach Sonnenbrunnens Fall an der Allianz und ihrem alten Namen festhielt.

Die Verbannten des Hyjal

Die Vorfahren der Hochelfen waren Hochgeborene, die nach der Großen Teilung nicht auf arkane Magie verzichten wollten. Unter Dath'Remar Sonnenwanderer verließen sie Kalimdor. Die Überfahrt und der Marsch durch die Östlichen Königreiche nahmen ihnen Unsterblichkeit, vertraute Gestalt und den Anspruch, ihre Kultur könne unverändert fortbestehen.

In den nördlichen Wäldern gründeten sie Quel'Thalas und nannten sich Quel'dorei, Kinder edler Herkunft. Dath'Remar schuf aus einem Fläschchen Brunnenwasser den Sonnenbrunnen. Seine Kraft durchdrang das Volk ständig, nährte Magie und Schutzanlagen und wurde so alltäglich, dass Abhängigkeit lange wie ein natürlicher Teil des Lebens erschien.

Ein Königreich hinter Runensteinen

Quel'Thalas lag auf Land, das auch die Amani beanspruchten. Der Konflikt mit den Waldtrollen zog sich über Jahrtausende. Im Trollkrieg baten die Hochelfen das Menschenreich Arathor um Hilfe und lehrten ausgewählte Bewohner arkane Magie. Aus militärischer Not entstand eine Beziehung, die später Dalaran und die Allianz prägen sollte.

Trotz solcher Bündnisse blieb das Reich oft zurückgezogen. Runensteine und Waldläufer schützten seine Grenzen. Im Zweiten Krieg schlossen sich Hochelfen der Allianz von Lordaeron an, doch viele glaubten weiterhin, die großen Kriege der jüngeren Völker würden an ihren eigenen Mauern enden.

Der Fall des Sonnenbrunnens

Arthas führte die Geißel durch Quel'Thalas, tötete König Anasterian und vernichtete den größten Teil der Bevölkerung. Der Sonnenbrunnen wurde missbraucht, um Kel'Thuzad als Lich wiederzuerwecken, und anschließend zerstört, damit seine Verderbnis nicht das ganze Volk tötete. Die Überlebenden verloren Heimat, Angehörige und die magische Quelle, an die ihre Körper gebunden waren.

Prinz Kael'thas gab ihnen den Namen Blutelfen zum Gedenken an die Toten. Die große Mehrheit nahm ihn an. Einige hielten am Namen Hochelfen fest und lehnten später Methoden ab, mit denen Magie aus Lebewesen oder anderen Quellen gezogen wurde. Die Trennung war keine biologische Grenze. Sie war eine politische und moralische Entscheidung innerhalb derselben verwundeten Gemeinschaft.

Ein Volk in kleinen Gruppen

Hochelfen blieben bei der Allianz, in Dalaran, in Außenposten der Hinterlande und bei Expeditionen jenseits des Dunklen Portals. Vereesa Windläufer führte den Silberbund. Für viele war die Allianz nicht etwas, dem sie neu beitraten; sie glaubten, Quel'Thalas habe sie verlassen, als es sich der Horde anschloss.

Ihre geringe Zahl machte Identität zu täglicher Arbeit. Sie trugen denselben Hunger nach Magie wie Blutelfen, weigerten sich jedoch während der dunkelsten Jahre, ihn durch Absaugen zu stillen. Nach der Erneuerung des Sonnenbrunnens linderte dessen Kraft auch ihre Not. Selbst über politische Grenzen hinweg erinnerte die Quelle daran, dass eine Trennung der Namen gemeinsame Wurzeln nicht vollständig abschneidet.

Eine vorsichtige Annäherung

Im Krieg von Licht und Schatten kehrte der Silberbund in die Wälder von Quel'Thalas zurück. Alte Feindschaften mit den Sonnenhäschern standen einer gemeinsamen Verteidigung im Weg. Erinnerungsstücke König Anasterians halfen beiden Seiten, sich an eine Geschichte vor ihrer Spaltung zu erinnern. Aus Verhandlungen entstand der Sonnensilberpakt, und Vereesa erklärte die Aufgabe des alten Silberbundes.

Die Annäherung löscht Verrat, Verbannung und Blut nicht aus. Sie zeigt jedoch, dass der Name Hochelf nicht nur Ablehnung bedeuten muss. Die Quel'dorei haben lange dadurch überlebt, dass sie an etwas festhielten, das fast verschwunden war. Nun besteht ihre schwierigere Aufgabe darin, dieses Erbe zu bewahren, ohne jede Veränderung als zweiten Untergang von Quel'Thalas zu behandeln.