Ehre und StärkeBlackmoore
Jan’alai
Bosse

Jan’alai

Jan’alai ist die Drachenfalkenloa der Waldtrolle und eine Gottheit von Feuer, Leben, Tod, Erneuerung und Magie. Malacrass band ihre Essenz in einen Amani-Meuchelmörder; Zul’jins Umgang mit ihr endete schließlich nicht nur in Gefangenschaft, sondern in göttlichem Tod.

Die Loa des Feuers und der Erneuerung

Jan’alai wurde besonders vom Stamm der Schattenkiefern verehrt. Unter ihren großen feurigen Flügeln verbanden die Waldtrolle mehrere Dinge, die für Außenstehende gegensätzlich wirken können: Leben und Tod, Zerstörung und Erneuerung, Magie und die Wärme der Sonne. Sie galt als jene Kraft, die das Licht über den Himmel trägt und selbst dort noch angerufen wurde, wo gewöhnliche Heilkunst versagte.

Das Fest der Feuersaison ehrte Jan’alai und den Wechsel des Sommers. Feuer war in diesem Glauben nicht nur Vernichtung. Es verbrannte Altes, spendete Wärme und bereitete einen neuen Anfang vor.

Ein Meuchelmörder trägt göttliches Feuer

Malacrass entriss Jan’alai ihre Essenz und sperrte sie in einen der tödlichsten Amani-Meuchelmörder. Der neue Avatar verband die Beweglichkeit eines geübten Kämpfers mit Drachenfalken, Flammen und brütenden Eiern. Aus einer Gottheit zyklischer Erneuerung wurde eine Waffe für Zul’jins geplanten Krieg.

Die Wahl des Gefäßes zeigt Malacrass' Methode. Er suchte nicht irgendeinen Körper. Er verband die Eigenschaften eines Loa mit einem Troll, der sie möglichst wirkungsvoll in Gewalt umsetzen konnte.

Zul’jins größter Frevel

Nach dem Fall des Avatars blieb Jan’alais Geist an Zul’jin gebunden. Während Nalorakk, Akil’zon und Halazzi nach dessen Niederlage befreit wurden, überlebte Jan’alai die Behandlung nicht. Zul’jin tötete die Loa, deren Kraft er für sein Reich beansprucht hatte.

Damit überschritt der Konflikt eine Grenze. Die Amani hatten ihre Götter nicht nur gefangen und benutzt; einer von ihnen war durch den eigenen Kriegsherrn vernichtet worden. Die spätere erneute Verwendung von Jan’alais Essenz unter Daakara konnte diesen Verlust nicht ungeschehen machen und vertiefte nur die Schuld des Reiches.

Das Feuer erinnert sich

Jan’alais Geschichte macht den Preis von Zul’jins Rache besonders deutlich. Er kämpfte gegen ein reales Unrecht: Die Amani hatten Land, Macht und unzählige Angehörige verloren. Doch sein Weg behandelte selbst die heiligen Grundlagen seines Volkes als Material. Was er bewahren wollte, wurde durch seine Mittel beschädigt.

In Jan’alai traf diese Beschädigung eine Loa, die für Erneuerung stand. Ihr Schicksal stellt daher eine bittere Frage: Wie soll ein Volk neu beginnen, wenn es ausgerechnet die Macht zerstört, die Wandel und neues Leben verkörpert?