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Offensive der Zerschmetterten Sonne
Organisation

Offensive der Zerschmetterten Sonne

Die Offensive der Zerschmetterten Sonne vereinte Aldor, Seher, Blutritter und die Sha'tar gegen Kael'thas und Kil'jaeden. Auf Quel'Danas eroberte sie nicht nur Gelände zurück, sondern machte aus alter Schuld gemeinsamen Schutz.

Ein Bündnis vor dem offenen Tor

Als Kael'thas nach Quel'Thalas zurückkehrte, brachte er keine Rettung. Er griff Silbermond an, raubte den gefangenen Naaru M'uru und bereitete den Sonnenbrunnen als Tor für Kil'jaeden vor. Lady Liadrin sah den Verrat des Prinzen und brach mit dem Haus Sonnenwanderer. In Shattrath warnte sie A'dal und bot die Blutritter für den Kampf um ihre eigene Heimat an.

Die Sha'tar formten daraufhin die Offensive der Zerschmetterten Sonne. Aldorpriester und die blutelfischen Seher legten ihre Feindschaft beiseite; Blutritter, Draenei, Menschen und weitere Verbündete kamen hinzu. Der Name verband etwas Zerbrochenes mit dem Licht eines neuen Morgens. Er versprach nicht, dass frühere Gegner plötzlich dieselbe Vergangenheit erzählten. Er erklärte nur, dass keine dieser Geschichten fortbestehen würde, wenn Kil'jaeden den Brunnen durchschritt.

Ein Lager wird zur Stellung

Die ersten Kräfte landeten auf Quel'Danas in einem kleinen Küstenlager. Vor ihnen lagen Sonnenzorntruppen, Dämonen und befestigte Anlagen. Statt in einem einzigen großen Sturmangriff eroberte die Offensive die Insel Schritt für Schritt. Zuerst fiel das Sanktum von Sonnenweiten, dann die Waffenkammer und schließlich der Hafen. Jeder zurückgewonnene Ort machte den nächsten möglich.

Auch die Versorgung wurde Teil der Erzählung. In Shattrath entstand ein Portal, für dessen Betrieb fortlaufend Manazellen gebraucht wurden. Leylinien mussten vermessen, Schiffe geschützt und Werkstätten eingerichtet werden. Der Sieg wuchs aus vielen kleinen Beiträgen. So wurde aus einem Landekopf die Stadt Sonnenweiten, während Mitglieder beider Fraktionen zugleich Material, Gold und Kampfleistung beisteuerten.

Die Insel erinnert ihre Gefallenen

Nach der Rückeroberung des Hafens sammelte die Offensive Spenden für ein Denkmal. Der Monumentbau stand nicht außerhalb des Krieges. Er gab den Toten einen Platz in jener Siedlung, die durch ihre Opfer wieder aufgebaut wurde. Der Naaru K'iru kam nach Sonnenweiten und stärkte mit seinem Gesang die Kämpfer, die noch vor dem schwersten Teil der Aufgabe standen.

Das Denkmal machte außerdem sichtbar, wem dieser Erfolg gehörte. Kein einzelner Prinz und keine Fraktion konnte ihn als persönlichen Triumph beanspruchen. Gerade am Sonnenbrunnen, dessen Geschichte so oft mit königlicher Linie und elfenischem Anspruch verbunden war, entstand Rettung aus einer Gemeinschaft von Völkern. Die Zerschmetterte Sonne wurde nicht von einer Hand wieder zusammengesetzt, sondern aus Stücken, die einander früher verletzt hatten.

Bis auf das Plateau des Sonnenbrunnens

Liadrins Truppen brachen Kael'thas' Stellungen auf der Terrasse der Magister und töteten den gefallenen Prinzen. Auf dem Sonnenbrunnenplateau versuchte Kil'jaeden dennoch, in die Welt einzutreten. Die Offensive hielt die Insel, während Helden bis an das Portal vordrangen. Anveena opferte die in ihr bewahrte Essenz des alten Brunnens, und Kil'jaeden wurde zurückgedrängt.

Danach verwandelte sich M'urus Herz in einen Funken heiliger Kraft, mit dem Velen den Sonnenbrunnen erneuerte. Für Liadrin war dies eine schmerzhafte Antwort auf die Misshandlung des Naaru durch die Blutritter. A'dal hatte erklärt, M'uru habe sein Schicksal gekannt, doch Vorsehung hob die Verantwortung der Täter nicht auf. Die Offensive gab ihnen die Möglichkeit, Schuld nicht durch Worte abzuschließen, sondern die Welt gegen jene Macht zu verteidigen, der Kael'thas M'uru ausgeliefert hatte.

Wache nach dem berühmten Sieg

Nach der Schlacht blieb die Offensive aktiv. Teile ihrer Kräfte halfen beim Wiederaufbau und Schutz Quel'Danas'. Selbst als der Sonnenbrunnen wieder unter der Kontrolle Quel'Thalas' stand, trugen Wachen und Abgesandte den Namen weiter. In späteren Jahren erschienen Vertreter der Zerschmetterten Sonne erneut, und bei neuen Angriffen auf die Quelle standen Blutritter und Vindiktoren wieder am Sanktum.

Das Fortbestehen ist folgerichtig. Ein Bündnis, das nur bis zum Fall des großen Gegners reicht, überlässt den Frieden denselben alten Trennungen. Die Offensive wurde am Rand einer Katastrophe geboren, doch ihre tiefere Leistung liegt im Danach: Aldor, Seher und Blutritter haben bewiesen, dass gemeinsamer Schutz nicht verlangt, Herkunft zu vergessen. Die Sonne in ihrem Namen ist nicht ungebrochen. Gerade ihre sichtbaren Bruchlinien erinnern daran, wer sie gemeinsam vor dem Erlöschen bewahrte.