Ehre und StärkeBlackmoore
Dath'Remar Sonnenwanderer
Charakter

Dath'Remar Sonnenwanderer

Der Hochgeborene, der Azsharas Hof den Rücken kehrte, nach dem Verbot arkaner Magie ins Exil zog und mit gestohlenem Brunnenwasser Quel'Thalas und den Sonnenbrunnen gründete.

Ein Hochgeborener gegen die Königin

Dath'Remar Sonnenwanderer stammte aus dem privilegierten Kreis der Hochgeborenen. Er kannte Azsharas Hof nicht von außen, sondern als Teil jener Ordnung, die sich für den höchsten Ausdruck elfischer Kultur hielt. Als die Königin und ihre Magier die Brennende Legion in die Welt riefen, wandte er sich gegen sie und schloss sich dem Widerstand an.

Sein Bruch machte ihn nicht zum Gegner arkaner Magie. Dath'Remar verurteilte Azsharas Verrat und hielt zugleich daran fest, dass das Arkane selbst zum Erbe seines Volkes gehörte. Diese Unterscheidung bestimmte sein späteres Leben und den langen Streit mit Malfurions neuer Gesellschaft.

Das Verbot am Hyjal

Nach der Großen Teilung verbot Malfurion arkane Zauberei, weil sie erneut die Legion anziehen könnte. Viele Hochgeborene weigerten sich, ihre Kunst aufzugeben. Um den Konflikt zu erzwingen, ließen sie einen magischen Sturm über Eschental los. Die Nachtelfen wollten nicht so viele Verwandte töten und entschieden sich für Verbannung.

Dath'Remar führte die Verstoßenen über das Meer. Zuvor nahm er ein Fläschchen mit Wasser aus dem neuen Brunnen der Ewigkeit an sich. Für die Kaldorei war dies Diebstahl an einer gefährlichen Quelle; für die Exilierten wurde es zur Möglichkeit, eine Kultur weiterzuführen, die man ihnen zu Hause verboten hatte.

Die lange Suche nach einem Hochheim

Die Reise führte durch die Östlichen Königreiche. In Tirisfal spürten die Elfen dunkle Einflüsse und zogen weiter. Der Verlust der Verbindung zum Brunnen veränderte ihre Körper über Generationen. Sie wurden kleiner, ihre Haut heller, ihre Lebensweise stärker an Tag und Jahreszeiten gebunden. Aus Hochgeborenen wurden Hochelfen.

Im Norden fanden sie ein Gebiet starker Leylinien. Dath'Remar erklärte die Suche für beendet. Er goss das Wasser des Brunnens in einen See und erschuf den Sonnenbrunnen. Quel'Thalas, das Hochheim, sollte beweisen, dass Exil nicht das Ende ihrer Größe bedeutete.

Ein Reich auf Amani-Boden

Der gewählte Ort war nicht unbewohnt. Er lag auf heiligem Land der Amani. Dath'Remar und seine Anhänger errichteten Städte, Runensteine und Grenzen, während Waldtrolle ihren alten Anspruch verteidigten. Der Gründer führte selbst Kämpfe und formte das Königreich in einem Krieg, dessen Erinnerung beide Seiten an ihre Nachkommen weitergaben.

Runensteine sollten die arkane Macht verbergen und vor erneuter Aufmerksamkeit der Legion schützen. Dath'Remar bestand darauf, Magie mit Meisterschaft und Verantwortung zu führen. Doch der Sonnenbrunnen machte sein Volk zugleich abhängig von einer neuen Quelle. Er hatte die Gefahr nicht beseitigt, sondern in eine andere Ordnung gebracht.

Das Erbe der Sonnenwanderer

Dath'Remar wurde erster König und Begründer der Sonnenwandererdynastie. Felo'melorn, die Flammenklinge seiner Linie, ging an spätere Herrscher. Anasterian regierte Quel'Thalas durch Trollkriege und den Zweiten Krieg; Kael'thas trug als letzter Erbe den Namen in die Katastrophe nach dem Fall des Sonnenbrunnens.

Für Blutelfen ist Dath'Remar der Gründer, der ihnen Heimat und Macht gab. Für andere bleibt er auch der Dieb von Brunnenwasser und Eroberer fremden Landes. Beide Bilder gehören zusammen. Er rettete eine Kultur vor dem Verschwinden und gab ihren alten Fehlern neuen Boden. Seine Größe liegt nicht in makelloser Voraussicht, sondern in einer Entscheidung, deren Schönheit und Schuld noch in jeder goldenen Mauer Quel'Thalas' nebeneinanderstehen.