Ehre und StärkeBlackmoore
Rhonin
Charakter

Rhonin

Der ungestüme Magier, der Alexstrasza aus der Gewalt des Drachenmals befreite, im Krieg der Ahnen kämpfte, Dalaran durch den Nexuskrieg führte und Theramores Vernichtung mit seinem Leben begrenzte.

Der Magier, dem niemand die Aufgabe zutraute

Rhonin galt im Kirin Tor als begabt, eigensinnig und schwer zu führen. Nach einem fehlgeschlagenen Einsatz bot man ihm eine Mission an, die beinahe wie eine höfliche Form des Todesurteils wirkte: Er sollte in das von Orcs gehaltene Khaz Modan reisen und untersuchen, was mit der Drachenkönigin Alexstrasza geschehen war.

Unterwegs begegnete er Vereesa Windläufer, Falstad Drachenreiter und Krasus. Aus Misstrauen wurde eine Gemeinschaft, in der jeder etwas sah, das den anderen fehlte. Rhonin erkannte schließlich, dass der Drachenmalklan Alexstrasza mit der Dämonenseele zwang, Eier und Reittiere für die Horde hervorzubringen. Mit einer aus Todesschwinges Schuppe geschaffenen Hilfe zerstörte er das Artefakt. Die Drachenkönigin wurde frei, und ausgerechnet Todesschwinges eigener Plan trug zur Befreiung seiner Feindin bei.

Vereesa und die Drachen

Rhonin und Vereesa verliebten sich während der Reise. Ihre Ehe verband einen Menschenmagier mit einer Hochelfenwaldläuferin, zwei Lebensspannen und zwei Kulturen, die nach dem Fall Lordaerons immer weiter auseinanderrückten. Gemeinsam zogen sie ihre Zwillinge Giramar und Galadin sowie zeitweise Vereesas Neffen Arator auf.

Seine Beziehung zu Krasus und Alexstrasza blieb ebenfalls bestehen. Rhonin hatte Drachen nicht als ferne Legenden kennengelernt, sondern als Persönlichkeiten mit Bindungen, Fehlern und Trauer. Dieses Wissen prägte ihn später, als Magier und Drachen einander nicht mehr als Verbündete gegenüberstanden.

Zurück im Krieg der Ahnen

Eine Störung der Zeit riss Rhonin, Krasus und den Orc Broxigar zehntausend Jahre in die Vergangenheit. Dort trafen sie auf Malfurion, Tyrande, Illidan und die Widerstandsbewegung gegen Azshara. Rhonin wusste, wie der Krieg enden sollte, durfte aber nicht annehmen, jede Einzelheit sei unveränderlich.

Er lehrte Illidan Magie, kämpfte gegen die Legion und sah Broxigar in das Portal springen. Die Reise nahm ihm die bequeme Distanz zu Geschichte. Die Namen aus alten Büchern wurden zu Freunden, deren Opfer er kannte, obwohl sie in seiner eigenen Zeit nur noch Legenden waren.

Dalaran zwischen Neutralität und Krieg

Nach der Zerstörung Dalarans und seinem Wiederaufbau wurde Rhonin Anführer des Kirin Tor. Während Malygos' Nexuskrieg brachte er die schwebende Stadt nach Nordend. Der Magierbund erklärte sich neutral gegenüber Horde und Allianz, damit beide gegen den blauen Drachenschwarm und die Geißel zusammenarbeiten konnten.

Diese Neutralität war keine Gleichgültigkeit. Rhonin wusste, dass Magie beaufsichtigt werden musste, widersprach aber Malygos' Recht, sterbliche Magier zu vernichten. Er führte Dalaran durch einen Krieg gegen den Aspekt, dessen Aufgabe einst gerade der Schutz der Magie gewesen war. Wieder stand er zwischen Drachen und Sterblichen, diesmal nicht als unerwünschter Bote, sondern als Verantwortlicher für eine ganze Stadt.

Die Bombe über Theramore

Garrosh Höllschrei lockte die Verteidiger der Allianz nach Theramore und ließ eine mit der Fokussierenden Iris verstärkte Manabombe abwerfen. Rhonin erkannte, dass die Explosion nicht mehr verhindert werden konnte. Er stieß Jaina durch ein Portal und hielt die arkanen Kräfte so lange zusammen, dass die Vernichtung auf Theramore begrenzt blieb.

Von ihm blieben keine Asche und kein Grab. Vereesa verlor ihren Mann, seine Söhne den Vater, und Jaina erbte die Führung des Kirin Tor sowie eine Wut, die sie beinahe selbst verzehrte. Rhonins letzte Magie besiegte keinen Feind. Sie zog nur eine Grenze um das Sterben. Gerade darin erfüllte sich sein Weg: Der einst ungestüme Zauberer, dem niemand Verantwortung zutraute, gab am Ende alles, damit die Macht eines anderen nicht noch mehr Menschen erreichte.