Ehre und StärkeBlackmoore
Arator
Charakter

Arator

Arator Windläufer, Sohn Alleria Windläufers und Turalyons, wuchs zwischen elfischem und menschlichem Erbe ohne seine Eltern auf. Als Paladin lernte er, sich nicht als halben Menschen zu begreifen; im Krieg um Quel'Thalas wurde er zum Vermittler, während Licht und Leere seine Familie erneut zerrissen.

Das Kind, das zurückblieb

Arator war nur wenige Monate alt, als Alleria Windläufer und Turalyon durch das Dunkle Portal nach Draenor zogen. Sie ließen ihn in Nethergarde bei seiner Tante Vereesa zurück. Für Azeroth vergingen Jahrzehnte; für seine Eltern wurden daraus tausend Jahre Krieg an fernen Fronten. Arator kannte ihre Gesichter zuerst von Statuen und ihre Stimmen aus Erzählungen anderer.

Vereesa und Rhonin zogen ihn mit ihren eigenen Söhnen auf. Nach Dalarans Fall sah Arator die untote Sylvanas und lebte später eine Zeit lang in den Ruinen Quel'Thalas'. Er lernte bei Lor'themar die Kunst der Fernläufer, fühlte sich jedoch als Kind eines Menschen nie ganz elfisch. Unter Menschen blieb wiederum jedes spitze Ohr ein Zeichen, dass auch dort ein Teil von ihm als fremd betrachtet wurde.

Der Erlöser auf der Suche

Arator wandte sich dem Licht und dem Weg seines Vaters zu. Lady Liadrin verweigerte ihm zunächst die Ausbildung, und so ging er nach Sturmwind. Bei Grayson Schattenbruch wurde er Knappe der Silbernen Hand und schließlich Paladin mit dem Beinamen „der Erlöser“. Der Titel klang nach Bestimmung, obwohl Arator nicht wusste, wen oder was er erlösen sollte.

Er reiste in die Scherbenwelt und suchte die vermissten Eltern. In der Ehrenfeste fand er ihre Gefährten und Spuren, aber nicht Alleria und Turalyon selbst. Diese vergebliche Suche vertiefte eine alte Gewohnheit: Arator versuchte, durch dieselben Wege wie seine Eltern würdig zu werden, als könne genug Dienst die Jahre ihrer Abwesenheit in eine verständliche Geschichte verwandeln.

Eine Familie nach tausend Jahren

Auf Argus begegnete er ihnen endlich. Für Arator waren sie verlorene Eltern; für Alleria und Turalyon war der Säugling innerhalb ihrer erlebten Jahrtausende zu einem Mann geworden. Liebe überbrückte diese Entfernung nicht augenblicklich. Turalyon trug das Licht der Armee, Alleria die Leere, und beide waren stärker an ihren Krieg gewöhnt als an ein gemeinsames Alltagsleben.

Arator musste die Helden seiner Kindheit als fehlbare Eltern kennenlernen. Als eine neue dämonische Gefahr die Familie zusammenführte, versuchten seine Eltern, ihre Bindung zu erneuern, konnten den Gegensatz ihrer Kräfte aber nicht einfach besiegen. Arator erkannte, dass er nicht zwischen Vater und Mutter, Licht und Leere, Mensch und Elf wählen musste. Zwei verschlungene Drachen auf seiner Haut gaben dieser Einsicht Gestalt: Er war nicht halb von etwas, sondern vollständig aus allem, was ihn geformt hatte.

Das Licht, das verbrennen kann

Beim Angriff der Verschlingenden Schar auf den Sonnenbrunnen wurde Arator von Leerenwesen umringt. Das Licht brach mit solcher Gewalt aus ihm hervor, dass es alles in seiner Nähe vernichtete und glühende Spuren auf seiner Rüstung ließ. Er hatte überlebt, erschrak aber vor der Leichtigkeit, mit der heilige Kraft in blinden Zorn umschlagen konnte.

Turalyon verlangte Gehorsam für den nächsten Kampf. Arator entschied sich stattdessen, Zivilisten von Quel'Danas zu retten, und stellte Schutz über den Befehl des Vaters. Später gerieten selbst Kämpfer des Lichts in einen fanatischen Rausch und verdächtigten Alleria sowie die Leerenelfen. Turalyon verletzte seinen Sohn in eigener lichtgeblendeter Wut. Arator antwortete nicht mit Abkehr. Er half, den zerbrochenen Schild seines Vaters neu zu schmieden, und bat ihn, wieder der Paladin zu werden, den sein Sohn in ihm sehen wollte.

Der Erbe einer vereinten Zukunft

Xal'atath verdarb den Sonnenbrunnen zum Düsterbrunnen und riss Alleria und Turalyon in die Leere. Arator blieb zurück. Er meldete den Fall Silbermond und verlangte einen Gegenangriff, erkannte jedoch, dass die verbliebenen Kräfte nicht ausreichten. Daraufhin rief er Blutelfen, Hochelfen, Leerenelfen, Nachtelfen und weitere Verbündete zu einer gemeinsamen Verteidigung Quel'Thalas' auf.

Er half Vereesa und Aethas, über die Feindschaft von Silberbund und Sonnenhäschern hinauszugehen. Aus dem Kind zweier Welten wurde ein Mann, der gerade deshalb mehrere Völker an einen Tisch bringen konnte. Arators Geschichte erfüllt den Namen „Erlöser“ nicht durch einen vorherbestimmten großen Schlag. Sie erfüllt ihn in der Weigerung, geerbte Spaltungen weiterzugeben. Während seine Eltern in Licht und Leere verloren sind, trägt ihr Sohn beide Vermächtnisse, ohne eines davon zum Recht auf blinden Gehorsam zu erheben.