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Verheerte Inseln
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Verheerte Inseln

Die Verheerten Inseln bewahrten getrennte Splitter des alten Kalimdor. Als die Legion am Grabmal des Sargeras zurückkehrte, mussten ihre Völker aus diesen Erinnerungen fünf gemeinsame Schlüssel formen.

Splitter des alten Kalimdor

Vor der Großen Teilung waren die Verheerten Inseln keine Inseln. Suramar, Val'sharah, der Hochberg und die Küsten des späteren Sturmheims gehörten zu Kalimdor. Dort wuchsen Tyrande, Malfurion, Illidan, Maiev und Jarod in einer Welt auf, die den Ozean in ihrer Mitte noch nicht kannte.

Im Krieg der Ahnen versuchte die Legion, bei Suramar ein zweites Tor zu öffnen. Elisande und andere Hochgeborene schlossen es mit den Säulen der Schöpfung. Dann riss die Große Teilung das Land auseinander. Suramars Kern überlebte unter einem Schild, andere Küsten wurden getrennt oder versanken. Aus Nachbarn wurden Gemeinschaften, die zehntausend Jahre lang kaum wussten, was hinter der nächsten See weiterlebte.

Ein Grab unter dem Tempel

Jahrhunderte später brachte Aegwynn den Körper des besiegten Sargeras-Avatars in eine titanische Anlage unter einem versunkenen Tempel Elunes. Sie wollte die verbliebene Macht an einem Ort einschließen, den niemand erreichen konnte. Das Heiligtum wurde zum Grabmal des Sargeras und damit zu einem Schloss, dessen Schlüssel allein schon neue Gier weckte.

Im Zweiten Krieg hob Gul'dan die Verheerte Küste aus dem Meer und drang in das Grabmal ein. Dämonen zerrissen ihn. Während er nach Macht suchte, verlor die Horde durch seinen Verrat entscheidende Kräfte. Jahre später kam Illidan wegen des Auges von Sargeras zurück, Maiev folgte ihm, und die Ruinen wurden erneut zum Schauplatz eines Krieges, den ein verborgenes Artefakt angezogen hatte.

Fünf Länder, fünf Säulen

Die Inseln hatten sich sehr verschieden entwickelt. Suramar lebte vom Nachtbrunnen, der Hochberg von Hulns Bündnis, Val'sharah von Druiden und Traum. In Sturmheim trugen Vrykul den Streit zwischen Odyn und Helya weiter, während Azsuna unter Azsharas Fluch und Farondis' Widerstand stand.

In jeder Region lag eine Säule der Schöpfung oder der Weg zu ihr. Um das Grabmal erneut zu schließen, mussten Fremde nicht nur Gegenstände einsammeln. Sie traten in unvollendete Geschichten ein: eine Stadt rebellierte gegen Elisande, Stämme fanden unter Mayla zusammen, Yseras Fall traf Val'sharah, und in Sturmheim wurde der Anspruch auf würdige Seelen neu verhandelt.

Die dritte Invasion

Der Gul'dan einer anderen Zeitlinie öffnete das Grabmal für die Brennende Legion. An der Verheerten Küste scheiterte der erste Gegenangriff; Varian Wrynn starb, Vol'jin wurde tödlich verwundet, und beide Fraktionen kehrten mit Misstrauen statt Einheit heim. Dalaran zog über die Inseln, während Klassenorden den Kampf aufnahmen.

Die wiedergewonnenen Säulen schlossen das Tor im Grabmal. Doch der Sieg öffnete einen weiteren Weg: Illidans Handeln verband Azeroth mit Argus, und der Krieg ging zur Heimat der Legion. Die Inseln waren damit nicht nur Ziel der Invasion. Aus ihren getrennten Erinnerungen wurden die Werkzeuge, mit denen Azeroth den Krieg erstmals bis zu seinem Ursprung trug.

Eine Einheit nur für den Augenblick

Nach dem Legionskrieg blieben Nachtgeborene, Hochbergtauren, Vrykul, Geister und Druiden unterschiedliche Gemeinschaften. Die gemeinsame Gefahr machte aus den Inseln keinen einheitlichen Staat. Manche Völker schlossen sich später sogar gegensätzlichen Fraktionen an.

Gerade darin liegt die Bedeutung der Verheerten Inseln. Sie bewahren keine einzige verlorene Kultur, sondern viele Antworten auf denselben Bruch. Schild, Fluch, Totem, Traum und Prüfung halfen jeweils einer Region zu überleben und schlossen sie zugleich ein. Erst als das Grabmal wieder aufbrach, mussten diese Geschichten einander berühren. Die Inseln wurden nicht geheilt, indem ihre Grenzen verschwanden. Sie fanden für einen entscheidenden Augenblick heraus, was nur gemeinsam geschlossen werden konnte.