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Große Teilung
Ereignis

Große Teilung

Der Untergang des Brunnens der Ewigkeit, der den Urkontinent zerriss, achtzig Prozent des Landes versenkte und aus einem Krieg die heutige Welt formte.

Der Augenblick, in dem die Karte zerbrach

Die Große Teilung war kein langsames Wandern von Küsten. Er war eine Nacht, in der die Mitte der Welt zusammenstürzte. Zehntausend Jahre vor der Gegenwart lag fast alles Land in einem gewaltigen Kalimdor vereint. Im Herzen leuchtete der Brunnen der Ewigkeit, Quelle ungeheurer arkaner Macht und Mittelpunkt des Reiches von Königin Azshara.

Während des Krieges der Ahnen machten Azshara und ihre Hochgeborenen den Brunnen zu einem Tor für die Brennende Legion. Sargeras sollte selbst hindurchtreten. Der Widerstand erkannte, dass ein Sieg ohne Zerstörung des Tores nicht möglich war. Malfurion Sturmgrimm griff mithilfe der Drachenseele in das Ritual ein. Die Magie geriet außer Kontrolle, der Brunnen implodierte und riss die Welt um sich herum mit.

Land versinkt

Ungefähr achtzig Prozent der alten Landmasse sanken unter die Meere. Gebirge brachen, Städte verschwanden, Wellen liefen über Landschaften, deren Bewohner den Krieg vielleicht nur aus der Ferne gekannt hatten. Aus dem verbliebenen Land entstanden die großen Kontinente und Inseln der späteren Welt: Kalimdor, die Östlichen Königreiche, Nordend, Pandaria, die Verheerten Inseln, Zandalar, Kul Tiras, Kezan, Khaz Algar und weitere Reste.

An der Stelle des Brunnens blieb der Mahlstrom, ein gewaltiger Wirbel über der Wunde im Meer. Er ist kein Denkmal, das still an die Katastrophe erinnert. Wasser stürzt dort bis heute in kreisender Gewalt, als würde der Ozean den verlorenen Mittelpunkt der Welt noch immer suchen.

Gerettete und Verwandelte

Azshara schützte sich und ihre Getreuen zunächst mit Magie, doch das Meer verschlang auch sie. In der Tiefe bot N'Zoth der Königin einen neuen Bund an. Aus den Hochgeborenen wurden Naga, und Nazjatar wuchs unter dem Meer. Der Bruch beendete ihr Reich an der Oberfläche, gab ihm aber eine zweite, verborgenere Gestalt.

Suramar rettete sich unter einer magischen Kuppel und blieb jahrtausendelang abgeschnitten. Pandaria wurde durch Kaiser Shaohaos Nebel verborgen. Andere Hochgeborene überlebten in Eldre'Thalas, in Nordend oder auf fernen Inseln. Illidan hatte vor der Implosion Wasser des Brunnens gerettet und schuf auf Hyjal eine neue Quelle. Damit begann unmittelbar nach der Katastrophe der Streit darüber, ob die Macht, die die Welt zerrissen hatte, bewahrt werden durfte.

Die lange Folge

Die Große Teilung trennte nicht nur Land, sondern Kulturen. Völker verloren Nachbarn, Wege und gemeinsame Erinnerungen. Spätere Generationen hielten ihre Insel oder ihren Kontinent für die Mitte einer Welt, die einst zusammenhängend gewesen war. Meeresreiche, neue Handelswege und jahrtausendelange Isolation entstanden aus derselben Nacht.

Auch die Dracheninseln verstummten, die Kaldorei änderten ihre Haltung zur arkanen Magie, und der Hyjal wurde zum Zentrum einer neuen Ordnung aus Naturwacht und Verzicht. Doch der Verzicht blieb unvollständig. Der neue Brunnen, die Nachtbrunnen Suramars und andere Quellen bewiesen, dass Macht nicht verschwindet, nur weil ihre schlimmste Folge bekannt ist.

Darum ist die Große Teilung mehr als das Ende des Krieges der Ahnen. Er ist der Beginn fast jeder heutigen Geografie Azeroths. Jede Überfahrt zwischen den Kontinenten führt über Land, das einmal existierte. Unter jedem Meer liegen Städte, Straßen und Gräber. Die Weltkarte ist seitdem nicht bloß eine Darstellung von Orten. Sie ist die Narbe eines Sieges, der gerade noch rechtzeitig kam und dennoch fast alles mit sich nahm.