Huln und die Hörner Eche'ros
Vor zehntausend Jahren lebten die Taurenstämme des Hochbergs nicht als ein Volk unter einem Namen. Huln Hochberg vereinte sie, als die Brennende Legion während des Kriegs der Ahnen Kalimdor überrannte. Er führte Krieger an die Seite des nachtelfischen Widerstands und trug den Adlerspeer gegen Dämonen, die keine Stammesgrenze unterschieden.
Cenarius segnete Huln und seine Gefährten für ihren Mut. Ihre Hörner nahmen die breite, verzweigte Gestalt eines Elchgeweihs an und wurden an die Nachkommen weitergegeben. Dieses Zeichen bedeutete nicht, dass alle Hochbergtauren fortan gleich dachten. Es erinnerte daran, dass Verschiedenheit einmal stark genug verbunden worden war, um das Ende der Welt abzuwehren.
Ein Berg aus vielen Lebensweisen
Der Stamm Hochberg lebte um das Donnertotem, die Flussmähnen versorgten Täler mit Fisch und Ernte, und die Himmelshörner folgten großen Adlern über die Gipfel. Eisenhörner schmiedeten nahe dem höchsten Fels, während die Bluttotem rauere Abgeschiedenheit und Stärke pflegten. Der Berg ernährte keine dieser Lebensweisen allein.
Gemeinschaft bedeutete deshalb Austausch. Nahrung aus den Flusstälern erreichte hohe Siedlungen, Jäger schützten Wege, Schamanen hörten Wasser und Erde, Schmiede machten aus Erz Werkzeuge. Wer einen Stamm gering schätzte, bemerkte oft erst nach seinem Fortgang, welche alltägliche Notwendigkeit mit ihm fehlte.
Hulns Kampf mit Neltharion
Nach dem Krieg kehrte Huln heim und setzte den Hammer von Khaz'goroth gegen Neltharion ein. Er vertrieb den verdorbenen Aspekt, befreite dessen versklavte Drogbar und rettete ein unverdorbenes schwarzes Drachenei. Aus diesem Ei wuchs Ebyssian, der später als Geistwandler Ebenhorn über Generationen an der Seite der Hochbergtauren lebte.
Diese Geschichte verband Berg, Drogbar und schwarzen Schwarm lange vor der Rückkehr der Legion. Sie war aber kein einfacher Gründungsfrieden. Manche Drogbar erinnerten sich an Sklaverei, andere an den Hammer als Zeichen verlorener Macht. Ebyssian verbarg seine Gestalt, weil selbst ein treuer schwarzer Drache das Misstrauen gegen Todesschwinges Kinder nicht einfach fortreden konnte.
Mayla und der gestohlene Hammer
Dargrul der Unterkönig stahl den Hammer von Khaz'goroth und tötete Hochhäuptling Ulan. Mayla erbte keinen geeinten Berg. Flussmähnen wurden vertrieben, Himmelshörner kämpften mit Harpyien, und Torok Bluttotem nahm die Gabe der Legion an. Aus den Bluttotem wurden Teufelstotem, weil ihr Häuptling Unterordnung für den schnellsten Weg zu Stärke hielt.
Mayla suchte die Stämme auf und erlebte Hulns Geschichte durch Ebenhorn. Die Steinfinster-Drogbar unter Navarrogg stellten sich gegen Dargrul und traten an die Stelle des verräterischen Stammes im Bündnis. Damit wurde die neue Einigung nicht zur Wiederholung der alten Liste. Sie entstand aus Personen, die sich in der gegenwärtigen Gefahr füreinander entschieden.
Vom Gipfel nach Kalimdor
Nach dem Sieg über Dargrul und die Legion folgte Mayla einer Einladung Baines nach Donnerfels. Die Begegnung mit den Tauren Kalimdors war keine Rückkehr einer verlorenen Abteilung, sondern das Kennenlernen entfernter Verwandter. Als Diener der Alten Götter Ebyssian angriffen, kämpften beide Gemeinschaften für ihn. Die Hochbergtauren schlossen sich danach der Horde an.
Sie gaben den Hochberg damit nicht auf. Mayla vertritt ihr Volk im Rat der Horde und kehrt weiterhin zu Tälern, Totems und Adlern zurück. Hulns Erbe bleibt lebendig, weil es nicht verlangt, ewig unter sich zu bleiben. Die Geweihe erinnern an einen Segen, doch Zusammenhalt wächst nicht aus Knochen. Jede Generation muss neu entscheiden, wessen Nahrung sie teilt, wessen Warnung sie hört und ob ein früherer Feind wie Navarrogg oder Ebyssian einen Platz am gemeinsamen Feuer finden darf.