K'aresh wurde nicht von der Leere verführt, sondern von Dimensius verschlungen
K'aresh war die Heimat der Astralen, lange bevor ihre bandagierten Körper auf anderen Welten erschienen. Als Dimensius der alles Verschlingende angriff, versuchten die Bewohner, ihre Städte mit arkanen Barrieren zu schützen. Die Magie bewahrte Teile ihres Bewusstseins, während die körperliche Welt zerbrach. Aus Überlebenden wurden Energiewesen, die Stoffbinden, Rüstungen und Magie benötigen, um eine erkennbare Gestalt zu halten.
Diese Katastrophe erklärt die sehr verschiedenen Wege der Astralen. Manche wurden Händler, weil Waren, Informationen und Portale ihnen Beweglichkeit in einer Welt gaben, die keine Heimat mehr bot. Andere suchten im Konsortium Regeln und gemeinsames Interesse. Wieder andere unterwarfen sich Mächten der Leere oder versuchten, verlorene Herrschaft durch Gewalt zurückzugewinnen. Ihre Kultur ist nicht auf Handel zu reduzieren. Jeder Vertrag steht vor dem Hintergrund eines Volkes, dessen Land buchstäblich aus der Wirklichkeit gerissen wurde.
Locus-Walker gehört zu jenen, die die Leere studieren, ohne ihr dienen zu wollen. Er lehrte Alleria, widersprüchliche Stimmen wahrzunehmen, ohne jede davon für Wahrheit zu halten. Auf K'aresh wird dieses Wissen persönlich. Alleria begegnet nicht nur einer kosmischen Bedrohung, sondern den Überlebenden einer Welt, die bereits erfahren hat, was geschieht, wenn eine Leerenmacht genügend Raum in der Wirklichkeit gewinnt.
Alleria verfolgt Xal'atath und muss dabei den Unterschied zwischen Nähe und Verständnis bewahren
Alleria kann die Leere nutzen und gerade deshalb glaubt sie lange, Xal'atath näher zu sein als andere. Diese Nähe ist wertvoll, macht sie aber auch angreifbar. Xal'atath kennt die Sprache von Möglichkeiten, Verlust und notwendigem Opfer. Sie muss Alleria nicht einfach kontrollieren. Es genügt, ihre Aufmerksamkeit so vollständig zu binden, dass jede andere Beziehung wie Ablenkung erscheint.
Auf K'aresh treffen ihre Wege mit den Plänen der Astralen und der Rückkehr von Dimensius zusammen. Die Leerenbedrohung ist dort keine abstrakte Warnung. Zerbrochene Orte und körperlose Bewohner zeigen, was auf Azeroth geschehen könnte. Alleria muss handeln, ohne den Schmerz der Astralen nur als Beweis für ihre eigene Mission zu benutzen.
Turalyon, Arator und ihre Verbündeten erinnern sie daran, dass Widerstand gegen die Leere nicht allein im inneren Willen besteht. Bindungen sind kein Zeichen mangelnder Konzentration. Sie geben Alleria Menschen, die eine Veränderung erkennen können, bevor sie selbst jede Warnung als Unverständnis abtut. Der Krieg um K'aresh wird damit auch zur Prüfung, ob sie Macht tragen kann, ohne Einsamkeit zur Voraussetzung ihrer Kontrolle zu machen.
K'aresh zeigt, wie eine Welt noch nach ihrem Untergang ruft
K'aresh war Heimat der späteren Astralen, ehe Dimensius der alles Verschlingende den Himmel verdunkelte. Arkane Schutzfelder retteten einen Teil der Bevölkerung und verbrannten zugleich ihre Körper, bis nur noch Energie in Wickeln blieb. Der Raumgänger trägt diese Geschichte nicht wie eine Legende. Er trägt sie als Erinnerung an den Augenblick, in dem auch seine Weltseele rief und zu wenige rechtzeitig antworteten.
In der Manaschmiede Omega versucht die Schattenwache, Dimensius mit dem Dunklen Herzen wieder in die Wirklichkeit zu ziehen. Alleria, der Raumgänger und die Verteidiger arbeiten ausgerechnet mit Xal'atath zusammen, weil sie behauptet, ihren ehemaligen Herrn ebenfalls vernichten zu wollen. Der Pakt ist glaubwürdig genug, weil beide Seiten tatsächlich denselben Feind haben, und tödlich, weil sie nicht dasselbe Ziel besitzen.
Dimensius wird in das Dunkle Herz gezwungen, doch Xal'atath nimmt seine Macht an sich. Der Raumgänger stirbt, als sie die Täuschung vollendet, und Alleria bleibt mit einer Wahrheit zurück, die schwerer wiegt als Niederlage: Der Sieg war notwendig und hat dennoch vor allem die Vorbotin gestärkt. Als Nächstes droht sie, Alleria alles zu nehmen, was diese liebt.
In der Manaschmiede versucht Dimensius, erneut vollständig in die Wirklichkeit einzutreten. Sein Bann bewahrt K’aresh vor einer zweiten Vernichtung, beendet aber weder Xal’ataths Plan noch die Frage, was aus einer Welt werden kann, die nur noch in ihren Überlebenden fortbesteht.