Ein Sohn Stromgardes
Danath stammte aus dem Haus Trollbann, dessen Könige das raue Stromgarde in den Arathihochlanden regierten. Zu Beginn des Zweiten Krieges war er bereits ein erfahrener Söldnerhauptmann. Als die Horde Khaz Modan besetzte und weiter nach Norden drängte, übernahm er das Kommando über stromgardische Truppen. Er wurde nicht durch höfische Herkunft berühmt, sondern weil er dort blieb, wo eine Linie zu brechen drohte.
Bei der Befreiung Khaz Modans gewann Danath den Ruf eines verlässlichen Heerführers. Nach dem Sieg beaufsichtigte er das System der Internierungslager, in denen die geschlagene Horde festgehalten wurde. Diese Aufgabe zeigt auch seine härtere Seite: Für Danath waren die Orcs lange vor allem jene Armee, die seine Heimat beinahe vernichtet hatte. Als Ner'zhuls Horde das Dunkle Portal erneut öffnete, ritt er mit seinen Männern zur Grenze und verlor viele von ihnen, nur um Khadgar rechtzeitig warnen zu können.
Mit den Söhnen Lothars nach Draenor
Danath schloss sich der Expedition unter Turalyon und Khadgar an. Ihr Ziel war, die neue Invasion an ihrer Quelle zu beenden. Auf Draenor wurde er Turalyons Stellvertreter und führte den Angriff auf die Höllenfeuerzitadelle. Als Ner'zhuls Portale die Welt zerrissen, blieb Danath mit den Überlebenden zurück. Azeroth hielt sie für tot; tatsächlich errichteten sie in der Höllenfeuerhalbinsel die Ehrenfeste und kämpften achtzehn Jahre lang gegen Magtheridon, Dämonen und die Reste feindlicher Clans.
Mit der erneuten Öffnung des Dunklen Portals begegnete Danath einer Generation, die seine Statue im Tal der Helden kannte, aber nicht den lebenden Mann. Zugleich erfuhr er vom Fall Stromgardes, vom Tod seines Verwandten Thoras und vom Elend seines Reiches. Er versprach zurückzukehren, sobald die Pflicht in der Scherbenwelt erfüllt war. Während der Legion-Invasion kam er schließlich nach Azeroth zurück und übernahm später die Führung Stromgardes.
Ein König, der den Krieg satt hat
Im Vierten Krieg führte Danath die Liga von Arathor in der Schlacht um Stromgarde. Doch sein späteres Handeln zeigt, dass jahrzehntelanger Kampf ihn nicht zu einem Mann gemacht hatte, der jeden Frieden ablehnte. Als seine Nichte Marran die alten Ansprüche Arathors in einen neuen Krieg gegen Hammerfall verwandeln wollte, stellte er sich ihr entgegen. Danath bleibt damit ein Soldat seiner Zeit, der gelernt hat, dass ein Reich nicht nur zurückerobert, sondern auch vor der nächsten Wiederholung seiner Geschichte bewahrt werden muss.