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Stromgarde
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Stromgarde

Aus der ersten Menschenstadt Strom entstand Stromgarde, die Festung der Trollbanes. Nach Kriegen, Besatzung und Wiederaufbau steht ihre Geschichte heute erneut vor der Frage, ob alte Ansprüche eine Heimat bewahren oder sie zerstören.

Strom, die erste Menschenstadt

Lange bevor Lordaeron, Dalaran oder Sturmwind eigene Kronen trugen, errichtete Thoradin im Arathihochland die Stadt Strom. Hinter ihren Mauern fanden Menschenstämme zusammen, die zuvor getrennt gelebt hatten. Strom war damit nicht bloß eine Festung. Sie gab dem Reich Arathor einen Mittelpunkt und der Idee eines gemeinsamen Rechts einen Ort.

Von Strom aus führte Arathor die Trollkriege und schloss das Bündnis mit den Hochelfen, aus dem die ersten menschlichen Magier hervorgingen. Doch der Erfolg zerstreute auch die Kräfte des Reiches. Neue Städte entstanden, neue Königreiche lösten sich vom alten Zentrum. Strom blieb ehrwürdig, war aber nicht länger der einzige Pulsschlag der Menschenlande.

Die Festung der Trollbanes

Aus Strom wurde Stromgarde. Die Trollbanes führten das kleinere, wehrhafte Königreich, das seine Lage zwischen Khaz Modan, Lordaeron und der östlichen Küste behauptete. Im Zweiten Krieg stand König Thoras Trollbane mit der Allianz von Lordaeron gegen die Horde. Die Feste bewahrte ihre Dynastie, ihre Soldaten und Trol'kalar, das Schwert des Hauses.

Nach dem Dritten Krieg zerfiel die Stadt. Thoras starb durch den Verrat seines Sohnes Galen; Syndikat, Oger und Waldtrolle nahmen Teile der Ruinen ein. Eine geschwächte Miliz hielt nur noch Reste der Mauern. In Stromgarde lagen nicht nur Gebäude in Trümmern. Auch die Vorstellung einer gemeinsamen Stadt war unter Besatzungen und Hunger zerbrochen.

Danaths Rückkehr

Danath Trollbane kehrte nach Jahren in der Ehrenfeste zurück und fand keinen bereitstehenden Thron vor, sondern verstreute Bewohner und eine verwüstete Heimat. Mit der Liga von Arathor und Unterstützung der Allianz wurde Stromgarde wieder aufgebaut. Die Schlacht um Stromgarde im Vierten Krieg brachte die Festung unter Kontrolle der Allianz; Danath wurde König des wiederhergestellten Reiches.

Der Wiederaufbau löste die alten Fragen nicht automatisch. Als Danath nach Khaz Algar aufbrach, nutzten Marran Trollbane und ihre Verbündeten den Unmut im Hochland. Der Rote Morgen wollte Menschen unter der alten Größe Arathors vereinen und schloss andere Völker ausdrücklich aus. Um einen Putsch zu rechtfertigen, schürte die Bewegung Angriffe, Angst und Misstrauen gegen nichtmenschliche Nachbarn.

Was eine wiedergewonnene Heimat braucht

Marrans Versuch, Stromgarde an sich zu reißen, scheiterte. Danath verschonte sie, damit ihr Tod sie nicht zur Märtyrerin machte, entzog ihr aber Titel und Namen und verbannte sie aus dem Hochland. Die Stadt ist damit nicht von ihrer Geschichte befreit. Sie muss weiter entscheiden, ob die Erinnerung an Arathor ein Anlass für Verantwortung oder ein Werkzeug der Ausgrenzung sein soll.

Stromgarde kann nicht wieder das alte Strom werden. Die aus Arathor hervorgegangenen Völker besitzen längst eigene Heimaten. Gerade deshalb liegt die Zukunft der Festung nicht in einer zurückeroberten Karte, sondern in einer Stadt, deren Mauern Bewohner schützen, statt Nachbarn zu Untertanen eines vergangenen Reiches zu erklären.