Tanaan vor der Verwüstung
Bevor der Boden rot und rissig wird, liegt an dieser Stelle der dichte Dschungel von Tanaan. Clans wie die Blutenden Höhlen und die Knochenmalmer kennen seine Wege, während die Draenei in anderen Teilen Draenors ihre Städte errichten. Die Region liegt strategisch günstig und wird deshalb zum Ort, an dem Gul'dans Horde das Dunkle Portal baut.
Für das Bauwerk werden gewaltige Mengen Magie und Leben verbraucht. Der Übergang nach Azeroth ist nicht nur ein Tor aus Stein, sondern ein Eingriff in die Welt. In seiner Umgebung beginnt die Landschaft zu sterben.
Ein Land wird zur Front
Im Ersten und Zweiten Krieg ziehen Orcarmeen durch das Portal. Nach der Niederlage kehren Truppen zurück, Ner'zhuls Anhänger sammeln Artefakte, und schließlich marschieren die Söhne Lothars in entgegengesetzter Richtung nach Draenor. Die Region wird mit Festungen, Lagern und Straßen überzogen, die weniger einem Land als einer dauerhaften Front dienen.
Die Ehrenfeste steht für die Allianzexpedition, während Orcclans und später dämonische Mächte andere Teile kontrollieren. Jeder neue Herrscher übernimmt eine Landschaft, deren ursprüngliche Bewohner bereits durch mehrere Kriege vertrieben oder verändert wurden.
Das Zerbrechen
Ner'zhuls Portale reißen Draenor auseinander. Die Höllenfeuerhalbinsel bleibt als Teil der Scherbenwelt bestehen, doch ihr Horizont endet im Nether. Der frühere Dschungel ist nun eine karge Fläche aus rotem Fels, Schluchten und den Überresten von Befestigungen. Selbst dort, wo Mauern stehen, gibt es kaum Schutz vor den Kräften, die durch die beschädigte Welt ziehen.
Die Söhne Lothars halten sich in der Ehrenfeste. Andere Überlebende geraten unter Magtheridons Herrschaft oder werden durch Dämonenblut zu Felorcs. Die Halbinsel zeigt in engem Raum fast alle Folgen von Draenors Geschichte: verlassene Heimat, militärische Besatzung, dämonische Abhängigkeit und hartnäckiges Überleben.
Das Portal öffnet sich erneut
Als die Verbindung nach Azeroth im Jahr 26 wieder aktiv wird, ist die Halbinsel das erste Ziel der neuen Expeditionen. Die Ankommenden sehen keine gewöhnliche fremde Welt, sondern die Zukunft, die Draenor nach Jahrzehnten von Missbrauch geblieben ist. Alte Veteranen treffen auf Soldaten, die ihre Namen aus Geschichten kennen.
Von hier führen Wege weiter in die Scherbenwelt. Dennoch bleibt die Halbinsel mehr als ein Durchgang. Der Kampf um das Portal entscheidet, ob Dämonen und Felorcs Azeroth erreichen können und ob Hilfe überhaupt in die übrigen Regionen gelangt.
Die Landschaft als Zeugnis
Die Höllenfeuerhalbinsel trägt keinen einzelnen Untergang. Ihre Gestalt entstand schrittweise: durch Felmagie, das Dunkle Portal, den Krieg der Clans, Ner'zhuls Katastrophe und die Herrschaft der Legion. Darum lässt sie sich nicht allein einer Kampagne zuordnen.
Wer durch das Portal tritt, betritt denselben Boden, über den Orcs zur Eroberung Azeroths zogen und auf dem die Söhne Lothars ihren Rückweg verloren. Die Einöde ist damit eine geographische Verbindung zwischen den ersten Kriegen und der späteren Auseinandersetzung mit der Legion.