Ehre und StärkeBlackmoore
Anduin Lothar
Charakter

Anduin Lothar

Anduin Lothar verlor Medivh, König Llane und Sturmwind, führte die Überlebenden jedoch nach Lordaeron. Dort formte er aus misstrauischen Reichen die Allianz, deren gemeinsamer Kampf seinen Tod am Schwarzfels überdauerte.

Drei Freunde in Sturmwind

Anduin Lothar wuchs mit Llane Wrynn und Medivh in Sturmwind auf. Aus dem Prinzen wurde ein König, aus Medivh der Wächter von Tirisfal und aus Lothar Sturmwinds Ritterchampion. Ihre Freundschaft verband Krone, Magie und Schwert, ohne dass einer von ihnen ahnte, wie früh Sargeras bereits im Leben des Wächters wirkte.

Als Khadgar und Garona die Wahrheit über Medivh ans Licht brachten, zog Lothar nach Karazhan. Er stellte sich dem Freund, den er retten wollte, und half dabei, ihn zu töten. Das war kein Triumph über einen Verräter. Es war die Erkenntnis, dass Treue manchmal verlangt, einen Menschen aufzuhalten, den man nicht aufgehört hat zu lieben.

Die Flucht aus Sturmwind

Im Ersten Krieg führte Lothar Sturmwinds Truppen gegen die Horde. Nachdem Garona König Llane ermordet hatte und die Hauptstadt nicht mehr zu halten war, sammelte er die Überlebenden. Er brachte Varian Wrynn und viele Flüchtlinge über das Meer nach Lordaeron. Seine wichtigste Tat in diesem Krieg war nicht ein gewonnener Kampf, sondern die Entscheidung, eine verlorene Stadt zu verlassen, damit ihr Volk weiterleben konnte.

Die Allianz von Lordaeron

In Lordaeron musste Lothar die nördlichen Reiche davon überzeugen, dass Sturmwinds Fall keine ferne Nachricht bleiben würde. Die Königreiche misstrauten einander, doch die Horde war zu groß, um sie einzeln zu bekämpfen. Lothars arathische Abstammung erinnerte an eine gemeinsame Vergangenheit; seine Erfahrung als Flüchtling machte die kommende Gefahr glaubwürdig.

Der Rat ernannte ihn zum Oberbefehlshaber der Allianz. Unter ihm kämpften Menschen, Zwerge, Gnome, Hochelfen und die ersten Paladine der Silbernen Hand. Lothar führte kein einheitliches Volk, sondern ein Bündnis, das immer wieder neu entschieden werden musste. Genau darin lag seine Leistung.

Der Schwarzfels

Im Zweiten Krieg stellte sich Lothar am Schwarzfels Orgrim Schicksalshammer. Er fiel im Kampf, und sein Schwert zerbrach. Für einen Augenblick drohte sein Tod die Allianz zu lähmen. Turalyon hob die Klinge auf, rief die Truppen zusammen und führte den Kampf weiter.

Die Söhne Lothars trugen seinen Namen später nach Draenor. Varian nannte seinen Sohn Anduin. Beide Erinnerungen zeigen, dass Lothars Vermächtnis nicht aus einem einzigen großen Sieg besteht. Er verwandelte Verlust in Verantwortung und machte aus Menschen, die nur ihre eigenen Grenzen sahen, Verbündete mit einer gemeinsamen Aufgabe.