Der Lehrling in Karazhan
Khadgar kam als junger Magier des Kirin Tor nach Karazhan, um bei Medivh zu lernen. Im Turm begegnete er einem Meister, der zugleich großzügig, scharfsinnig und beunruhigend unberechenbar war. Gemeinsam mit Garona fand Khadgar heraus, dass Medivh am Dunklen Portal beteiligt war.
Mit Anduin Lothar stellte er sich seinem Lehrer. Die Magie des Kampfes ließ Khadgar vorzeitig altern. Er ging aus Karazhan nicht als Sieger ohne Verlust hervor, sondern mit der Gewissheit, richtig gehandelt zu haben, obwohl diese Entscheidung Sturmwinds Fall nicht mehr verhindern konnte.
Jenseits des Portals
Im Zweiten Krieg zog Khadgar mit den Söhnen Lothars nach Draenor. Als Ner'zhuls Portale die Welt zerrissen, schloss er den Weg nach Azeroth von der anderen Seite. Damit rettete er die Heimat, blieb jedoch mit seinen Gefährten in einer sterbenden Welt zurück. Aus dem ehemaligen Lehrling wurde ein Anführer, der Bündnisse nicht für romantische Einigkeit hielt, sondern für notwendige Arbeit zwischen Menschen mit gegensätzlichen Erinnerungen.
Gegen die Legion
In späteren Krisen kehrte Khadgar immer wieder an die Orte zurück, die seine Geschichte geprägt hatten: nach Karazhan, zum Dunklen Portal und schließlich nach Dalaran. Während der dritten Legioninvasion half er, den Widerstand der Kirin Tor, der Klassenorden und der übrigen Verbündeten zusammenzuführen. Seine Antwort auf Medivhs Erbe war nicht, selbst ein neuer Wächter zu werden. Sie bestand darin, Macht zu teilen, statt sie in einer einzigen Person zu sammeln.
Dalarans Fall
Zu Beginn der Ereignisse um Khaz Algar rief Khadgar gemeinsam mit Alleria Windläufer zur Untersuchung des Dunklen Herzens. Xal'atath nutzte das Artefakt später, um Dalaran seine Macht zu entziehen und die Stadt zu zerstören. Khadgar wurde dabei gefangen genommen und schwer verletzt.
Er wurde befreit, doch die Verletzungen blieben. Dieser Abschnitt seiner Geschichte braucht keine künstliche Erhöhung: Dalarans Fall nahm ihm Freunde, einen Ort und Gewissheiten. Khadgar ist weiterhin ein Erzmagier, aber keine unerschöpfliche Lösung für jedes Problem. Gerade seine Bereitschaft, andere an Entscheidungen zu beteiligen, macht ihn in dieser Lage wichtig.