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Höllenfeuerzitadelle
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Höllenfeuerzitadelle

Die Kriegsfestung im Tanaandschungel, die in der Hauptzeitlinie Schwarzfausts Horde und später Kargaths Teufelsorcs trug und auf einem anderen Draenor erneut der Legion verfiel.

Schwarzfausts neue Festung

Die Höllenfeuerzitadelle wurde in der Hauptzeitlinie Draenors zunächst nur „die Zitadelle“ genannt. Schwarzfaust ließ sie im westlichen Tanaandschungel errichten. Zum ersten Mal sollten die Orc-Klans ein stehendes Heer dieser Größe an einem gemeinsamen Ort ausbilden, ausrüsten und führen. Die Festung war militärische Neuerung und sichtbares Zeichen dafür, dass aus einzelnen Klans eine Kriegsmaschine geworden war.

In ihren Hallen arbeiteten Gul'dans Hexenmeister und der Schattenrat. Von hier wurde der Angriff auf Shattrath geplant, der im Massenmord an den Draenei endete. Danach marschierte die Horde über den Pfad des Ruhms zum Dunklen Portal. Der Weg war mit Knochen gepflastert. Die Zitadelle stand an seinem Anfang wie ein Gebäude gewordener Entschluss, jedes Leben jenseits ihrer Mauern zum Material eines Feldzugs zu machen.

Unter Ner'zhul und im Zerfall

Nach der Niederlage auf Azeroth wurde die Zitadelle zum Sitz von Ner'zhuls Horde auf Draenor. Die Allianzexpedition eroberte sie, fand den Schamanen jedoch nicht mehr dort. Seine neuen Portale zerrissen schließlich die Welt. Der Tanaandschungel verdorrte zur Höllenfeuerhalbinsel, und die Festung blieb in einer Landschaft zurück, deren Name nun zu ihr passte.

Draenors Zerbrechen änderte Herrscher und Himmel, aber nicht die Rolle des Ortes. Wer die Zitadelle kontrollierte, beherrschte Truppen, Wege und den Zugang zum Dunklen Portal. Selbst als große Teile der Welt als Scherben im Nether hingen, blieb die alte Kriegsarchitektur brauchbar.

Kargath und Magtheridons Blut

Kargath Messerfaust machte die Zitadelle zur Basis der Teufelshorde. Illidan hatte Magtheridon gestürzt und den Grubenlord tief unter der Festung angekettet. Sein Blut wurde abgezapft, um weitere Orcs zu verderben. Die alte Methode der Legion lebte weiter, nun als kontrollierte Produktion unter einem neuen Herrn.

In den Bollwerken, dem Blutkessel und Magtheridons Kammer kämpften Horde und Allianz gegen die Teufelsorcs. Der Gefangene war zugleich Opfer und Quelle ihrer Macht. Als Magtheridon getötet wurde, verlor Illidan einen wichtigen Nachschub für seine Armee. Befreiung bedeutete für den Grubenlord nicht Freiheit, sondern nur, dass sein Ende nicht länger aufgeschoben wurde, damit andere sein Blut verwenden konnten.

Eine zweite Zitadelle

Auf dem alternativen Draenor ließ Grommash Höllschrei eine neue Höllenfeuerzitadelle errichten. Garrosh hatte den Namen aus seiner eigenen Vergangenheit vorgeschlagen. Zunächst ragte dort Eisen über einem noch grünen Tanaan. Die Eiserne Horde wollte beweisen, dass sie ohne Dämonen herrschen könne.

Doch Gul'dan übernahm die Festung, entfesselte Felverderbnis und machte sie zum Sitz des Schattenrats und der Legion. Orcs tranken nun doch Mannoroths Blut, die Landschaft verdorrte, und Archimonde trat am Schwarzen Tor hervor. Die andere Zeitlinie wiederholte nicht jedes Ereignis, aber sie führte denselben Hochmut an denselben Abgrund.

Eine Festung als Entscheidung

Verbündete aus Allianz, Horde, Draenei und nicht verderbten Orcs stürmten die alternative Zitadelle. Sie besiegten Mannoroth erneut und stellten Archimonde im Wirbelnden Nether. In seiner Niederlage schleuderte er Gul'dan durch das Tor nach Azeroth, wo dessen Hand die nächste Legioninvasion vorbereitete.

Beide Höllenfeuerzitadellen erzählen deshalb nicht von einem verfluchten Mauerwerk, das jeden Besitzer böse macht. Sie erzählen von Entscheidungen, die unter ähnlichen Bedingungen wiederholt wurden. Ein Heer baut eine Festung, um sicher zu sein; ein geheimer Berater verspricht schnellere Macht; Blut wird zur Abkürzung. Am Ende ist der Dschungel verbrannt und der Name, der einst nur Drohung sein sollte, zur Beschreibung der ganzen Umgebung geworden.