Ehre und StärkeBlackmoore
Eiserne Horde
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Eiserne Horde

Die Eiserne Horde entstand auf einem parallelen Draenor, als Garrosh die Orcs vor Mannoroths Blut warnte und ihnen Waffenwissen brachte. Sie verweigerte der Legion die erste Kette, wählte aber aus eigenem Willen Eroberung und fiel später doch an Gul'dans Teufelsmacht.

Garrosh bringt Wissen in eine fremde Vergangenheit

Nach seiner Niederlage in Orgrimmar entkam Garrosh Höllschrei mit Kairozdormu in ein paralleles Draenor. Diese Welt war keine zurückgedrehte Fassung der eigenen Vergangenheit, sondern eine andere Zeitlinie mit eigenen Abweichungen. Garrosh kannte dennoch den Augenblick, in dem Gul'dan den Klans Mannoroths Blut anbieten würde. Er brachte Waffenpläne, geschichtliches Wissen und die Absicht mit, aus den Orcs jenes Reich zu formen, das seine Wahre Horde nicht geworden war.

Kairoz hatte von vielen Horden aus vielen Zeitlinien geträumt, die gegen die Legion eingesetzt werden könnten. Garrosh tötete ihn und verfolgte den eigenen Plan. Er zeigte Grommash einen Teil der kommenden Katastrophe, verschwieg aber, dass er dessen Sohn aus einer anderen Welt war. So begann die Eiserne Horde mit einer wahren Warnung und einer sorgfältig begrenzten Wahrheit. Freiheit wurde angeboten, aber bereits auf ein Ziel zugerichtet, das der Befreier allein gewählt hatte.

Das verweigerte Blut und der gewählte Krieg

Grommash lehnte Mannoroths Blut ab und tötete den Grubenlord mit vorbereiteten Waffen. Die Orcs entgingen damit zunächst dem Blutfluch, der ihre Gegenstücke zu Werkzeugen der Legion gemacht hatte. Doch die Ablehnung dämonischer Sklaverei führte nicht zu Frieden. Grommash vereinte Kriegshymnenklan, Schwarzfelsklan, Zerschmetterte Hand, Blutender-Höhlen-Klan, Donnerfürstenklan und weitere Klans für die Herrschaft über Draenor und den Angriff auf Azeroth.

Frostwolf- und Lachender-Schädel-Klan verweigerten sich. Andere Völker sollten unterworfen, vertrieben oder vernichtet werden. Die Draenei wurden erneut zum Ziel, diesmal ohne das Blut Mannoroths als Erklärung für jeden Schritt. Darin liegt die entscheidende Bedeutung der Eisernen Horde: Sie beweist, dass die Legion den Orcs nicht erst den Gedanken der Überlegenheit einpflanzen musste. Garrosh gab ihnen Mittel, Angst und eine Zukunftserzählung; die Eroberung wählten ihre Anführer selbst.

Eisen, Industrie und geraubte Zukunft

Der Schwarzfelsklan verwandelte Garroshs Wissen in Gießereien, Kanonen, Eiserne Sterne und eine Flotte. Gronn und Ogron wurden versklavt, Ogerreiche unter Druck gesetzt und Wälder für Nachschub verheert. Die Klans blieben kulturell verschieden, doch ihre Stärken wurden in eine gemeinsame Kriegsmaschine eingespannt. Eisen ersetzte nicht die alten Traditionen. Es machte sie für einen industrialisierten Feldzug verfügbar.

Durch ein neu gebautes Dunkles Portal griff die Eiserne Horde Azeroth an, nahm die Verwüsteten Lande und zerstörte Burg Nethergarde. Horde und Allianz durchquerten das Portal und zerstörten den Zugang hinter sich. Auf Draenor verbündeten sie sich mit Frostwölfen, Draenei und weiteren Gegnern Grommashs. Der geplante schnelle Sieg wurde zu einem Krieg auf dem eigenen Boden, in dem ein Kriegsherr nach dem anderen fiel.

Gul'dan legt die alte Kette wieder an

Als die Niederlagen sich häuften, bot Gul'dan erneut Teufelsblut an. Kilrogg trank, weitere Orcs folgten, und die Reste der Eisernen Horde wurden zur Teufelshorde. Grommash verweigerte sich und wurde gefangen. Jene Organisation, die ihre Identität auf der Ablehnung dämonischer Knechtschaft aufgebaut hatte, endete unter der Herrschaft desselben Hexenmeisters, den sie anfangs gedemütigt hatte.

Gemeinsam mit den Eindringlingen bekämpfte der befreite Grommash später Gul'dan und Archimonde. Dieser Seitenwechsel rettete Draenor vor der unmittelbaren Legion, sprach Grommash aber nicht von seinen früheren Eroberungen frei. Der berühmte Ruf, Draenor sei frei, ließ offen, wer die Draenei und anderen Opfer von der Eisernen Horde selbst befreien würde. Ein Sieg über den letzten Herrn kann Verantwortung für die eigene Herrschaft nicht ersetzen.

Von der Kriegsmaschine zu den Mag'har

Jahre vergingen auf dem parallelen Draenor. Aus überlebenden, nicht verderbten Orcs wurde eine Mag'har-Gemeinschaft, in der auch frühere Mitglieder der Eisernen Horde lebten. Als der Konflikt mit Yrels lichtgebundenen Kräften eskalierte, öffnete sich erneut ein Weg nach Azeroth. Grommash blieb zurück, während viele Mag'har unter Geya'rah entkamen und sich der heutigen Horde anschlossen.

Die Eiserne Horde besteht nicht mehr als Eroberungsbund; ihre Überlebenden wurden Teil einer anderen Gemeinschaft. Doch ihre Maschinen, Toten und Entscheidungen bleiben in deren Herkunft. Mag'har bedeutet unverdorben, nicht unschuldig. Das ist keine Anklage gegen jedes Mitglied, sondern die Bedingung ehrlicher Erinnerung. Die Orcs verweigerten Mannoroths Kelch und bewiesen damit ihren Willen. Gerade deshalb müssen auch die Kriege, die sie danach begannen, als ihr eigener Wille erzählt werden.