Ehre und StärkeBlackmoore
Gidwin Goldzopf
Charakter

Gidwin Goldzopf

Gidwin Goldzopf ist ein zwergischer Paladin, Jugendfreund Tarenar Sonnenhiebs und Mitglied von Fionas Karawane. Sein Traum vom Argentumkreuzzug führte ihn durch die Östlichen Pestländer, in die Gefangenschaft Baroness Anastaris und später nach Draenor, zur Silbernen Hand und nach Quel'Danas.

Die Paladinfreunde

Gidwin Goldzopf wuchs gemeinsam mit dem Blutelfen Tarenar Sonnenhieb auf. Als Kinder spielten beide Kämpfe gegen Trolle, Murlocs und andere Gegner nach und nannten sich die Paladinfreunde. Wie ihre Familien über die damaligen Grenzen zwischen Zwergen und Hochelfen hinweg verbunden waren, wird nicht näher erklärt. Sicher ist, dass die Freundschaft älter ist als ihre spätere Ausbildung.

Gidwin wollte seit seiner Jugend dem Argentumkreuzzug beitreten. Er nahm die Ausbildung zum Paladin ernst, übte über Jahre und las heilige Schriften. Tarenar lernte an seiner Seite, war nach Gidwins Eindruck jedoch häufiger mit Selbstdarstellung als mit dem Unterricht beschäftigt. Trotzdem versprachen sie einander, gemeinsam zur Kapelle des Hoffnungsvollen Lichts zu gehen und dem Orden beizutreten.

Der Kokon am Thondroril

Auf Fionas Karawane näherten sich beide den Östlichen Pestländern. Gleich hinter dem Thondroril machten sie aus der gefährlichen Umgebung einen Wettbewerb: Wer in fünf Minuten mehr Untote töten konnte, sollte gewinnen. Gidwin zog am Fluss nach Norden und griff Neruber an. Die Spinnenwesen überwältigten ihn und schlossen ihn in einen Kokon ein.

Ein Abenteurer fand Gidwin und beschaffte Galle, mit der sich das Gespinst auflösen ließ. Verwirrt schlug der befreite Zwerg zunächst nach seinem Retter, entschuldigte sich jedoch sofort. Um Fionas Ärger zu besänftigen, sammelte er Kräuter als Geschenk. Der Zwischenfall zeigte früh seine Mischung aus Mut, Übermut und aufrichtiger Loyalität. Gidwin lief in Gefahr, wollte danach aber niemanden mit den Folgen alleinlassen.

Aufnahme in den Argentumkreuzzug

An der Kapelle des Hoffnungsvollen Lichts bezweifelte Gidwin, dass Tarenar für den Orden bereit sei. Beide bestanden dennoch gemeinsam die Prüfung von Lord Maxwell Tyrosus in der Krypta und wurden in den Argentumkreuzzug aufgenommen. Ihr erster Einsatz führte sie gegen die Geißel bei der Brauenwirbelmühle und im Giftigen Tal.

Gidwin drängte rasch nach Nordtal weiter. Tarenar wollte vorsichtiger vorgehen und zur Karawane zurückkehren. Der Zwerg verstand die Verzögerung als unnötige Zaghaftigkeit und zog allein los. Damit wiederholte er seinen Fehler vom Fluss in größerem Maßstab. Seine Ausbildung hatte ihm Kampftechnik vermittelt, aber noch nicht die Geduld, einen Feldzug als Teil einer Gruppe zu führen.

Baroness Anastaris Gefangener

Die Geißel nahm Gidwin gefangen und brachte ihn in den Pestwald. Baroness Anastari plante, ihn in einen Todesritter zu verwandeln. Zurück blieb nur sein Gebetbuch. Als Tarenar es erhielt, gab er sich die Schuld und suchte ohne Rücksicht auf sich selbst nach seinem Freund. Hinweise führten zum Schlachthof von Stratholme, wo das Ritual vorbereitet wurde.

Tarenar, Fiona, Argus und ihre Verbündeten erreichten Gidwin rechtzeitig. Sie töteten die Baroness und verhinderten seine Erhebung. Danach kehrte die Gruppe zur Kapelle zurück. Gidwin schenkte seinem Retter einen Ruhestein zur Kapelle und versprach, künftig vorne in Fionas Wagen mitzufahren. Seine Rettung bestätigte den Kern der Paladinfreunde: Ihre Prahlerei führte in Schwierigkeiten, doch im entscheidenden Moment setzten sie alles füreinander ein.

Gift auf Draenor und die Silberne Hand

Auf dem alternativen Draenor verließ Gidwin mit Tarenar erneut die Karawane, diesmal zum Fischen. Botani griffen sie an. Tarenar brachte den vergifteten und gelähmten Zwerg zu Fiona zurück. Mit Zutaten aus dem Schattenmondtal braute sie ein Heilmittel, das ihm das Leben rettete. Die zweite Rettung spiegelte die Pestländer: Wieder brachte eigener Übermut Gidwin in Gefahr, und wieder trug die Reisegemeinschaft ihn zurück.

Während der Legionsinvasion schlossen sich Gidwin und Tarenar der erneuerten Silbernen Hand an. Im Sanktum des Lichts erlebten sie Tirion Fordrings Bestattung und die Wiedererrichtung des Paladinordens. Später kämpften sie von der Verheerten Küste aus gegen die Legion. Nach dem Krieg bereisten sie sogar Städte der Horde und mussten sich aus Silbermond hinausschleichen, als der nächste Krieg begann.

Ein Paladin, der weiterreist

Gidwin kehrte mit Fiona und Tarenar an der Küste des Erwachens zurück. Später kämpfte er mit der Vorhut des Lichts auf den Sonnenbrunnenwällen gegen die Verschlingende Schar. In Silbermond musste er außerdem alte Schulden aus der heimlichen Reise mit Tarenar begleichen. Selbst in einem großen Krieg blieb ihre gemeinsame Vergangenheit also sichtbar.

Gidwin ist kein Paladin, der durch makellose Weisheit auffällt. Er ist ungeduldig, leicht zu reizen und manchmal töricht. Gerade deshalb funktioniert seine Geschichte. Der Argentumkreuzzug nimmt keinen fertigen Helden auf, sondern einen jungen Zwerg, der Mut besitzt und lernen muss, dass Tapferkeit ohne Geduld andere Menschen zur Rettung zwingen kann. Seine Freundschaft mit Tarenar und Fiona hält ihn auf diesem Lernweg zusammen.