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Östliche Pestländer
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Östliche Pestländer

Die Östlichen Pestländer sind der am schwersten verwüstete Teil des früheren Ostwalds von Lordaeron. Stratholme, Darroheim und die Kapelle des Hoffnungsvollen Lichts erzählen vom Aufstieg der Geißel und vom langen Widerstand gegen sie.

Vom Ostwald zum verseuchten Land

Vor dem Dritten Krieg war der Ostwald eine Provinz Lordaerons mit Dörfern, Höfen und der großen Stadt Stratholme. Tyr's Hand bewachte den Osten, und Straßen führten nach Quel'Thalas. Die Seuche verwandelte dieses bewohnte Land innerhalb kurzer Zeit. Tiere wurden krank, Wälder starben, und orangefarbener Nebel lag über den Feldern.

Die Zerstörung war im Osten besonders vollständig. Während sich Teile der westlichen Pestländer später erholten, blieben hier große Gebiete unter dem Einfluss der Geißel. Der Pestwald um Stratholme wurde zu einem ihrer wichtigsten Machtzentren.

Stratholme und Arthas' Entscheidung

Arthas erfuhr, dass die Bewohner Stratholmes verseuchtes Getreide gegessen hatten. Er glaubte, die Verwandlung in Untote könne nicht mehr verhindert werden, und befahl die Säuberung der Stadt. Uther und Jaina verweigerten sich. Arthas zog mit den Soldaten weiter, die ihm folgten, und tötete die Einwohner, bevor Mal'Ganis sie für die Geißel erheben konnte.

Die Entscheidung vernichtete Stratholme und trennte Arthas von seinen wichtigsten Ratgebern. Später beherrschten Untote die Ruinen, und Baron Rivendare diente dort der Geißel. Die Stadt blieb damit sowohl Schauplatz einer geplanten Seuche als auch Denkmal für den Augenblick, in dem der Prinz Rettung nur noch als Vernichtung verstand.

Darroheim und die Geschichten der Toten

In Darroheim kämpften die Bewohner gegen die Geißel. Verrat und Nekromantie verwandelten die Schlacht in ein Massaker, dessen Geister die Ereignisse immer wieder durchlebten. Pamela Rotpfad suchte in den Ruinen nach ihrer Familie, ohne zunächst zu begreifen, dass auch sie gestorben war.

Die Geschichte Darroheims gab den namenlosen Opfern der Pestländer Gesichter. Nicht jeder Untergang war eine Entscheidung von Königen oder Feldherren. Viele Menschen verteidigten ein Dorf, verloren Angehörige und blieben als ruhelose Seelen zurück, weil niemand ihre Geschichte zu Ende gebracht hatte.

Die Kapelle des Hoffnungsvollen Lichts

Unter der Kapelle des Hoffnungsvollen Lichts wurden zahlreiche Helden des Lichts bestattet. Ihre heilige Macht schützte den Ort vor der vollständigen Verderbnis. Die Argentumdämmerung machte die Kapelle zu ihrem Stützpunkt und koordinierte von dort den Kampf gegen die Geißel, Stratholme und Naxxramas.

Als der Todesritter Darion Mograine die Kapelle angriff, wandte sich ein Teil der Schwarzen Klinge gegen den Lichkönig. Später sammelte Tirion Fordring dort den Argentumkreuzzug. Die Kapelle war deshalb mehr als ein sicherer Außenposten: Sie wurde zu dem Ort, an dem frühere Diener der Geißel eine neue Entscheidung trafen.

Der lange Weg zurück

Argentumtürme und gereinigte Wege schufen allmählich sichere Inseln. Der Scharlachrote Kreuzzug verlor an Macht, die Geißel wurde zurückgedrängt, und der Argentumkreuzzug begann, einzelne Siedlungen zu sichern. Trotzdem blieben Stratholme, der Pestwald und zahlreiche Ruinen gefährlich.

Die Östlichen Pestländer zeigen daher keinen abgeschlossenen Wiederaufbau. Sie erzählen von Widerstand in einem Land, dessen Bevölkerung fast vollständig ausgelöscht wurde. Hoffnung existiert hier nicht, weil die Vergangenheit überwunden wäre, sondern weil Menschen und Verbündete trotz dieser Vergangenheit weiter Räume für Leben schaffen.