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Zwerge
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Zwerge

Aus titanengeschmiedeten Irdenen wurden sterbliche Zwerge, die in Eisen, Greifenflug und dunklem Feuer sehr verschiedene Heimaten fanden. Ihre Geschichte ist eine Suche nach Herkunft und Einigkeit.

Als der Stein erwachte

Die ältesten Vorfahren der Zwerge waren Irdene, von den Titanengeschmiedeten aus Stein geformt. Sie bauten, ordneten und bewachten Anlagen, deren Zweck lange vor den heutigen Königreichen festgelegt worden war. Der Fluch des Fleisches veränderte sie. Ihre Körper wurden weich, verletzlich und endlich. Als sie nach langem Schlaf in Uldaman erwachten, kannten sie weder den ganzen Grund ihrer Verwandlung noch die Welt, die draußen weitergegangen war.

Sie zogen nach Norden und fanden unter den Bergen von Khaz Modan eine neue Heimat. In den Tiefen entstand Eisenschmiede, eine Stadt um große Esse und uraltes Gestein. Dort nannten sie sich Zwerge. Aus Geschöpfen mit einem Auftrag wurde ein Volk, das eigene Namen, Familien und Ziele besaß. Die Sterblichkeit nahm ihnen die Dauer des Steins, gab aber jeder Entscheidung ein Gewicht, das kein ewiger Befehl gekannt hatte.

Drei Hämmer über einer Krone

Unter Hochkönig Modimus Anvilmar lebten mächtige Familien in einer Stadt. Nach seinem Tod brach der Krieg der Drei Hämmer aus. Bronzebärte, Wildhämmer und Dunkeleisen stritten nicht nur um einen Thron. Jede Seite glaubte, ihre Art zu leben verdiene die Zukunft. Die Bronzebärte behaupteten Eisenschmiede, die Wildhämmer zogen nach Grim Batol, die Dunkeleisen gründeten unter Zauberthan Thaurissan ein Reich im Rotkammgebirge.

Der Krieg machte aus Verwandten Feinde. Modgud führte die Dunkeleisen mit der Klinge Xal'atath gegen Grim Batol und hinterließ einen Fluch in den Hallen. Als Thaurissan Ragnaros beschwor, um die Niederlage abzuwenden, erhob sich der Feuerfürst und schuf in einer einzigen Verwüstung den Schwarzfels. Die Dunkeleisen hatten nach Macht gerufen und fanden sich unter ihr versklavt. Keine der drei Linien ging aus diesem Krieg unverwundet hervor.

Drei Arten, ein Bergvolk zu sein

Die Bronzebärte bauten Hallen, Armeen und enge Bündnisse mit den Reichen der Menschen auf. In Eisenschmiede verbanden Schmiedehandwerk und Maschinen die Beharrlichkeit alter Steinmetze mit der Neugier eines sterblichen Volkes. Die Forscherliga grub nach den Spuren der Titanen und machte aus der Herkunftssuche eine Reise durch ganz Azeroth.

Die Wildhämmer ließen Grim Batol zurück und fanden im Hinterland sowie im Schattenhochland neue Höhen. Sie schlugen weniger Mauern in den Fels, flogen mit Greifen und hielten enger an Schamanismus und Landschaft fest. Die Dunkeleisen lernten im Schatten des Schwarzfelsens, mit Feuer, Intrige und harter Industrie zu überleben. Diese Unterschiede sind keine unvollständigen Stufen auf dem Weg zu einem einzigen Zwergenbild. Sie sind drei Antworten auf dieselbe Frage: Was nimmt man aus dem Stein mit, wenn man nicht länger aus Stein besteht?

Brüder in den Kriegen Azeroths

Im Zweiten Krieg standen Bronzebärte und Wildhämmer gegen die Horde. Kurdran führte Greifenreiter, Muradin zog als Forscher und Krieger weit über Khaz Modan hinaus, Magni regierte Eisenschmiede. Zwerge wurden zu einer tragenden Kraft der Allianz, doch die alte Feindschaft mit den Dunkeleisen blieb. Im Schwarzfels kämpften deren Klans lange unter Ragnaros und gegen Nefarians Anspruch auf denselben Berg.

Moira Thaurissan, Magnis Tochter, durchbrach die einfache Erzählung vom fremden Feind. Sie heiratete Imperator Dagran Thaurissan und bekam einen Sohn, der Bronzebart- und Dunkeleisenblut vereinte. Nach Dagrans Tod kehrte sie mit Anspruch auf Eisenschmiede zurück. Ihr Versuch, die Stadt unter Kontrolle zu halten, endete erst, als Varian Wrynn einen Rat statt einer Alleinherrschaft erzwang.

Der Rat und die offene Zukunft

Im Rat der Drei Hämmer sitzen Bronzebärte, Wildhämmer und Dunkeleisen nebeneinander. Das ist keine Wiederherstellung der Zeit vor dem Krieg. Zu viel eigene Geschichte ist entstanden, um die Klans einfach zusammenzufalten. Der Rat verlangt etwas Schwierigeres: Einigkeit, die Unterschiede nicht auslöscht. Dagran II. ist als Sohn Moiras und Kaiser Thaurissans der voraussichtliche Erbe von Eisenschmiede und Schattenschmiede, doch die Wildhämmer besitzen ihre eigene Führung und Geschichte. Seine Herkunft kann zwei alte Ansprüche verbinden; ob daraus eine gemeinsame Zukunft entsteht, muss weiterhin zwischen allen drei Klans ausgehandelt werden.

Als Magni durch ein titanisches Ritual zu Diamant wurde und später als Sprecher Azeroths erwachte, kehrte die steinerne Herkunft auf unerwartete Weise zurück. Auch die Begegnung mit Irdenen in Khaz Algar erinnert daran, dass ein uralter Auftrag nicht dieselbe Sache ist wie ein selbst gewähltes Leben. Zwerge ehren Ahnen, Berge und geschmiedete Namen, aber ihre größte Geschichte liegt nicht im unveränderlichen Fels. Sie liegt darin, nach jedem Bruch eine neue Form zu schlagen, ohne so zu tun, als wäre der Riss nie da gewesen.