Ein Orden aus zwei Erinnerungen
Am Hoffnungsvollen Licht brach Arthas' Angriff auf die Kapelle zusammen, und Todesritter lösten sich aus seiner Herrschaft. Tirion Fordring trat mit dem gereinigten Aschenbringer hervor. Danach vereinte er die neutrale Argentumdämmerung mit den erneuerten Rittern der Silbernen Hand zum Argentumkreuzzug.
Der neue Orden trug zwei Erfahrungen. Die Dämmerung kannte den langsamen Kampf in den Pestländern, die Silberne Hand die Würde und den Fall eines Paladinbundes. Tirion wollte keine politische Armee für Allianz oder Horde. Er suchte Personen aller Völker, die bereit waren, die Geißel als gemeinsame Bedrohung zu bekämpfen.
Der Marsch nach Eiskrone
Der Kreuzzug zog nach Nordend, errichtete Stützpunkte und drang bis nach Eiskrone vor. Tirion wählte Mitglieder sorgfältig aus, weil der Kult der Verdammten bereits andere Organisationen unterwandert hatte. Vertrauen musste groß genug für Zusammenarbeit und wachsam genug gegen einen Feind sein, der vertraute Gesichter als Waffen benutzte.
Am Argentumvorposten standen die Kreuzfahrer unter ständigem Angriff. Jede gewonnene Stellung wurde Ausgangspunkt für die nächste, nicht Beweis eines schon sicheren Sieges. Der Orden brachte eine andere Form von Licht nach Eiskrone als die schnelle Heldensage: Versorgung, Wachen und der Wille, einen Weg durch ein Land zu halten, das Tote schneller zurückgab, als Lebende sie begraben konnten.
Das Turnier vor dem letzten Angriff
Beim Argentumturnier ließ Tirion Kämpfer der Allianz und Horde gegeneinander antreten, ohne den Fraktionskrieg in eine offene Schlacht ausarten zu lassen. Die besten sollten für den Angriff auf die Zitadelle gefunden werden. Der Plan wirkte angesichts der Geißel beinahe festlich, war aber auch ein Versuch, Rivalität in prüfbare Regeln zu zwingen.
Der Lichkönig verspottete diese Auswahl und schickte Untote gegen das Turnier. Später vereinigte sich der Kreuzzug mit der Schwarzen Klinge zum Äschernen Verdikt. Paladine und befreite Todesritter marschierten gemeinsam gegen den Herrn, der beide Orden auf unterschiedliche Weise geprägt hatte.
Aschenbringer am Frostthron
In der Eiskronenzitadelle erreichten Tirion und ausgewählte Streiter Arthas. Der Lichkönig hatte ihre Prüfungen bewusst zugelassen, um die stärksten Kämpfer als neue Diener zu erheben. Er tötete sie und hielt Tirion im Eis fest. Der gesamte Feldzug schien zur sorgfältig vorbereiteten Falle geworden zu sein.
Tirions Gebet brach die Fesseln. Der Aschenbringer zerschmetterte Frostgram, die gefangenen Seelen wandten sich gegen Arthas, und die gefallenen Streiter kehrten zurück. Der Sieg gehörte nicht einer einzigen Klinge, aber in ihrem Schlag bündelte sich der Zweck des Kreuzzugs: Licht sollte den Willen der Geißel nicht durch einen neuen Zwang ersetzen, sondern die Gebundenen freigeben.
Nach Tirion
Der Kreuzzug half, die Pestländer zu heilen. Auf der Verheerten Küste wurde er bei der Rückkehr der Legion nahezu vernichtet, und Tirion starb. Maxwell Tyrosus führte die Überlebenden in einen erneut vereinten Orden der Silbernen Hand. Später sammelte sich der Argentumkreuzzug wieder.
Nach der Zerstörung des Helms der Herrschaft fehlt der Geißel ein einziger lenkender Wille. Kreuzfahrer halten deshalb Stellungen in Nordend und verhindern, dass herrenlose Untote über andere Länder herfallen. Ihr Krieg endete nicht mit Arthas. Aus dem großen Kreuzzug wurde erneut Wache. Gerade darin kehrt der Orden zu seinem Ursprung zurück: Hoffnung ist nicht nur der Schlag am Thron, sondern das Licht, das Jahre später noch an einer kalten Mauer brennt.