Paladin von Lordaeron
Alonsus Faol wählte Tirion Fordring neben Uther, Turalyon, Saidan und Gavinrad zu einem der ersten fünf Paladine der Silbernen Hand. Im Zweiten Krieg kämpfte Tirion für die Allianz von Lordaeron. Danach erhielt er Herdweiler und Burg Mardenholde. Er glaubte an ein Licht, das Pflicht, Schutz und Barmherzigkeit nicht voneinander trennte.
Frieden machte ihn zum Ehemann Karandras und zum Vater Taelans. Diese Rollen blieben jedoch hinter dem Titel sichtbar. Tirion wollte seinem Sohn ein Beispiel hinterlassen, das nicht nur in Liedern über Schlachten bestand. Als seine Grundsätze später mit Gesetz und Erwartung kollidierten, machte gerade dieser Wunsch eine bequeme Lüge unmöglich.
Blut und Ehre im alten Turm
Tirion kämpfte in einer Ruine gegen Eitrigg. Als der Turm einstürzte, rettete der Orc seinen Gegner. Tirion suchte ihn erneut auf, hörte seine Geschichte und versprach, das Versteck zu bewahren. Als Soldaten Eitrigg gefangen nahmen, stellte der Paladin sich gegen die eigenen Leute.
Ein Gericht entzog Tirion Rang und Heimat. Uther vollzog die Verbannung, doch das Licht verließ Tirion nicht. Er befreite Eitrigg vor der Hinrichtung und heilte den schwer Verwundeten. Damit erkannte er, dass die Verbindung zum Licht nicht vom Urteil eines Ordens abhing. Seine Familie musste ohne ihn weiterleben; Taelan wuchs mit einer falschen Grabstätte und dem Glauben auf, der Vater sei tot.
Der Sohn und die verseuchte Heimat
Nach dem Dritten Krieg fand Tirion Lordaeron als Land der Geißel und der Scharlachroten vor. Taelan diente dem Kreuzzug, bis sein Vater und Verbündete ihn zur Abkehr bewegten. Isillien ließ den jungen Mann daraufhin töten. Tirion rächte seinen Sohn und stellte die Silberne Hand neu auf.
Der Verlust Taelans bewahrte ihn nicht vor jedem Zorn, aber er gab seinem Kampf ein anderes Maß. Darion Mograine führte Tirion zur Geschichte des verdorbenen Aschenbringers. An der Hoffnung des Lichts sah er, wie Alexandros' Seele befreit und Darion geopfert wurde. Später reinigte sich die Klinge in seiner Hand, als die Todesritter des Lichkönigs den heiligen Boden angriffen.
Der Argentumkreuzzug
Tirion vereinte Argentumdämmerung und Silberne Hand zum Argentumkreuzzug. Er nahm Horde und Allianz in dieselbe Streitmacht auf, weil die Geißel zwischen ihren Toten keinen Unterschied machte. Mit Darions Schwarzen Rittern entstand das Äscherne Verdikt. Licht und untote Todesritter standen nebeneinander, ohne ihre Gegensätze zu leugnen.
Auf dem Gefrorenen Thron tötete Arthas die ausgewählten Kämpfer und begann, sie zu erheben. Tirion brach mit einem letzten Ruf an das Licht aus seinem Eisgefängnis und zerschlug Frostgram mit dem Aschenbringer. Die Seelen wandten sich gegen ihren Kerkermeister. Nach Arthas' Tod wollte Tirion selbst den Helm tragen, doch Bolvar übernahm die Wache. Tirion wahrte das Geheimnis des neuen Lichkönigs und kehrte zur Heilung der Pestländer zurück.
Das letzte Licht an der Verheerten Küste
Als die Legion erneut einfiel, führte Tirion den ersten Angriff auf die Verheerte Küste. Gul'dan ließ ihn von Krosus schwer verwunden und in die Tiefe stürzen. Tirion überlebte zunächst, wurde gefangen und gefoltert. Ein Paladin fand ihn, doch die Rettung kam zu spät. Er übergab den Aschenbringer und starb mit dem Auftrag, den begonnenen Kampf fortzuführen.
Die Todesritter versuchten später, Tirions Leichnam für die Vier Reiter zu erheben. Das Licht an seinem Grab verhinderte es. Diese Bewahrung macht ihn nicht deshalb groß, weil er nie fehlte oder zweifelte. Tirions Leben erhielt seine Richtung in dem Augenblick, als er einem Feind Menschlichkeit zugestand und dafür alles verlor, was sein eigenes Volk verliehen hatte. Vom alten Turm bis Frostgram blieb sein Licht glaubwürdig, weil es nicht nur auf Gegner fiel, sondern auch die Gesetze prüfte, die sich selbst für gerecht hielten.