Ehre und StärkeBlackmoore
Orgrimmar
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Orgrimmar

Thrall gründete Orgrimmar als Heimat für befreite Orcs und Verbündete in Durotar. Unter Garrosh wurde die Stadt zur Festung enger Vorherrschaft, überlebte ihre Belagerung und blieb der Ort, an dem die Horde sich selbst verhandelt.

Eine Heimat im roten Fels

Nach der Flucht über das Meer führte Thrall die Orcs nach Durotar. Das Land war trocken und hart, bewusst fern von den fruchtbaren Reichen, die sie im Krieg hätten nehmen können. In einem Tal aus rotem Stein entstand eine Hauptstadt. Thrall nannte sie Orgrimmar nach Orgrim Schicksalshammer, dem Kriegshäuptling, der ihm Vermächtnis und Verantwortung hinterlassen hatte.

Orcs bauten die Stadt mit Hilfe von Tauren, Dunkelspeertrollen und dem Goblin Gazlowe. Orgrimmar war daher nie nur die vergrößerte Festung eines einzelnen Klans. Schon ihre Gründung trug die Arbeit jener Völker in sich, aus denen die neue Horde ihre Überlebenskraft zog.

Täler einer unruhigen Gemeinschaft

Die Stadt gliederte sich in Täler der Stärke, Ehre, Weisheit und Geister. Märkte, Schmieden, Schamanenkreise und Botschaften lagen unter den hohen Felswänden. Verschiedene Völker fanden eigene Viertel, ohne dass jede Grenze zwischen ihnen verschwand.

Grommashfeste erhob sich im Zentrum als Sitz des Kriegshäuptlings. Von dort konnte Führung Schutz und Richtung geben, aber auch den Blick über jede Straße als Kontrolle verstehen. Orgrimmars Aufbau machte die Stärke der Horde sichtbar: viele Lebensweisen in einer verteidigbaren Stadt. Er machte ebenso sichtbar, wer im jeweiligen Zeitalter näher an der Mitte wohnen durfte.

Garrosh kleidet die Stadt in Eisen

Nach Bränden und dem Kataklysmus ließ Garrosh Höllschrei Orgrimmar neu befestigen. Stein und dunkles Metall ersetzten viele hölzerne Bauten. Türme, Stacheln und rote Banner machten aus der Hauptstadt eine Kriegsfestung. Die Bauweise schützte vor Feuer und Angriff; zugleich erklärte sie militärische Macht zur vorherrschenden Sprache des öffentlichen Lebens.

Unter Garrosh wurden nichtorcische Viertel überwacht und schlechter versorgt. Kor'kron kontrollierten Straßen, während unter der Stadt Waffen, Dunkelschamanismus und die Macht Y'Shaarjs gesammelt wurden. Die Hauptstadt der Befreiten begann, Zugehörigkeit nach der Nähe zum Volk des Kriegshäuptlings zu ordnen.

Die Horde belagert ihr eigenes Herz

Vol'jins Aufstand und die Allianz rückten gemeinsam gegen Orgrimmar vor. Hordeangehörige kämpften an der Seite früherer Feinde, um den eigenen Kriegshäuptling zu stürzen. Die Tore fielen, die Täler wurden erobert, und im unterirdischen Bunker endete Garroshs Herrschaft.

Die Belagerung war Sieg und Wunde zugleich. Jede zerstörte Stellung gehörte zur eigenen Hauptstadt, und viele Verteidiger glaubten bis zuletzt, der Horde zu dienen. Vol'jin wurde Kriegshäuptling, die Allianz zog ab, und die Bewohner mussten eine Stadt wieder aufbauen, deren Mauern sie nicht vor der Tyrannei in ihrer Mitte geschützt hatten.

Eine Hauptstadt nach den Kriegshäuptlingen

Auch Sylvanas regierte von Orgrimmar aus, bis Saurfangs Aufstand ihre Herrschaft beendete. Danach ersetzte ein Rat der Horde den einzelnen Kriegshäuptling. Die Veränderung nahm Grommashfeste nicht aus der Stadt, aber sie verteilte Verantwortung auf mehrere Stimmen.

Orgrimmar bleibt laut, staubig und von Waffen geprägt. Sie ist Zuflucht, Markt, Regierungssitz und Erinnerung an mehrere gescheiterte Vorstellungen von Stärke. Ihre Bedeutung liegt nicht darin, endlich eine widerspruchsfreie Horde zu verkörpern. Die Stadt ist der Ort, an dem dieses Bündnis immer wieder entscheiden muss, ob seine mächtigen Mauern eine gemeinsame Heimat schützen oder nur den nächsten Herrscher über alle anderen erhöhen.