Ein Waisenkind in Shattrath
Salandrias Eltern starben in einem Krieg, und sie wuchs seit frühester Kindheit im Waisenhaus von Shattrath auf. Die Stadt war ein Zufluchtsort in der Scherbenwelt, in dem Draenei, Aldor, Seher und Flüchtlinge verschiedener Völker nebeneinander lebten. Salandria kannte diese Vielfalt, hatte Shattrath selbst aber nie verlassen.
Ihre Freundin Hch'uu, eine Sporeling, wurde von ihrem Volk nach Sporeggar zurückgebracht. Salandria wusste noch nicht, welchen Beruf sie später ergreifen wollte. Sie erwog Magie, Hexerei oder den Weg der Blutritter und träumte zugleich von Musik und Abenteuern. Die Kinderwoche gab ihr erstmals die Möglichkeit, die Orte zu sehen, von denen Erwachsene im Waisenhaus erzählten.
Eine Reise durch die Scherbenwelt
Ein Hordenabenteurer nahm Salandria mit zum Thron der Elemente. Dort wollte sie die Furien kennenlernen, weil ein angehender Magier oder Hexenmeister ihrer Vorstellung nach auch die Elemente verstehen sollte. Elementaristin Sharvak bezweifelte, dass eine Blutelfe eine tiefe Bindung zur Welt aufbauen könne, hielt die Begegnung aber für lehrreich.
In Sporeggar traf Salandria Hch'uu wieder, und beide versprachen sich, später Abenteurerinnen zu werden. Danach besuchte sie die Stufen des Schicksals und sah das Dunkle Portal. Der Anblick genügte ihr nicht; sie wollte auch die andere Seite auf Azeroth erleben. Ihre Wunschliste war keine Abfolge beliebiger Sehenswürdigkeiten. Salandria suchte nach möglichen Zukünften und überschritt dabei zum ersten Mal die Grenzen ihrer bisherigen Welt.
M'uru und die Höhlen der Zeit
In Silbermond besuchte Salandria die Halle des Blutes. Dort konnte sie unerwartet Macht aus dem gefangenen Naaru M'uru lenken. Lady Liadrin erkannte ihr starkes Potenzial für das Licht und bat darum, das Kind in die Obhut der Blutritter zu übernehmen. Liadrin war selbst früh zur Waise geworden, nahm Salandria später als Tochter an und wurde ihre Lehrmeisterin.
Noch rätselhafter war der Besuch in den Höhlen der Zeit. Zwei Wächter des bronzenen Drachenschwarms wollten Salandria angreifen, bis Zaladormu sie zurückhielt. Er erklärte, das Kind dürfe nicht für etwas verantwortlich gemacht werden, das es in der Zukunft tun oder unterlassen könnte. Was die Drachen gesehen hatten, blieb offen. Salandria kaufte einen Spielzeugdrachen und erklärte unbeeindruckt, eines Tages einen echten besitzen zu wollen.
Die erste wirkliche Prüfung
Etwa ein Jahrzehnt später war Salandria eine erwachsene Anwärterin der Blutritter. Als die Geißel erneut die Geisterlande angriff, fehlte Zeit für Verstärkung. Liadrin schickte sie mit Kreuzritter Morgenherz zur Aufklärung hinter die Todesschneise. Obwohl Salandria in der Ausbildung hervorragte, hatte sie noch keinen echten Krieg erlebt.
Sie entdeckte, dass der San'layn Vorath sich mit Kristallen nach jedem Tod erneuerte. Um eine Waffe gegen ihn zu schaffen, reiste Salandria mit einem Verbündeten nach Bastion und Maldraxxus. Ihre Ungeduld brachte sie bei einer kyrianischen Prüfung zu einer misslungenen Abkürzung, doch die Lanze erhielt schließlich die Kraft beider Reiche. In Todesend wurde Vorath endgültig vernichtet. Salandria erkannte danach offen an, dass ihr trotz langer Ausbildung noch Erfahrung fehlte.
Von der Insel von Dorn nach Heilsturz
Nach der Zerstörung Dalarans reiste Salandria mit den Hordenstreitkräften zur Insel von Dorn. Gemeinsam mit Liadrin beobachtete sie die Ausbildung der Irdenen am Landeplatz. Später unterstützten beide die Arathi während des großen nerubischen Angriffs auf Heilsturz.
Nach dem Sieg gelangten sie nach Mereldar und lernten die Heilige Flamme kennen. Salandria begegnete damit erneut einer Form des Lichts, die außerhalb der Blutrittertradition entstanden war. Schon ihre Kindheit hatte sie mit Elementen, Naaru und Zeitdrachen konfrontiert; als erwachsene Paladin lernte sie nun, dass selbst eine vertraute kosmische Kraft in verschiedenen Völkern andere Geschichten und Pflichten hervorbringen konnte.
Verteidigung des Sonnenbrunnens
Während Xal'ataths Angriff auf Quel'Danas beschützte Salandria zunächst ein Kind auf einem Zerstörer. Danach gehörte sie zu den Lichtwirkern, die ununterbrochen Kraft in den Sonnenbrunnen leiteten, um einen Leerensturm zurückzuhalten. Als ihre Kräfte schwanden, erhielt sie das Schwert der Vorkämpferin Aelyse als Lichtrelikt.
Später suchte sie mit Taelia Fordragon nach verschwundenen Paladinen, darunter Morgenherz. Die Spur führte über das Heiligtum des Mondes nach Todesend, wo Gefangene aus einem Lager der Zwielichtklinge befreit wurden. Salandria überlebte auch die Besetzung des Sonnenbrunnenplateaus und marschierte mit den elfischen Streitkräften zur Rückeroberung. Das einstige Waisenkind, das Silbermond nur als Ausflugsziel kannte, verteidigte nun die Quelle, die für die Zukunft ihres adoptierten Volkes entscheidend war.