Ehre und StärkeBlackmoore
Großmagister Belo'vir
Charakter

Großmagister Belo'vir

Belo'vir Salonar war Großmagister von Quel'Thalas, Oberhaupt des Hauses Salonar und Rommaths Lehrer. Der uralte Magier kämpfte bereits in den Trollkriegen. Beim Fall des Sonnenbrunnens leitete er nach Sylvanas' Tod die Verteidigung, rettete mit seinem letzten Zauber Liadrin und fiel unter Frostgrams Einfluss.

Ein Magier aus den Trollkriegen

Belo'vir Salonar gehörte zu den ältesten und mächtigsten Magiern von Quel'Thalas. Bereits während der Trollkriege vor rund 2.800 Jahren kämpfte er an der Seite König Anasterians. In dieser Epoche schuf er den Stein des Lichts, den Stein der Flamme und den Stein des Funkens. Alle drei waren mit der Macht des Sonnenbrunnens erfüllt.

Seine lange Lebenszeit verband die Gründungsgeschichte des menschlich-elfischen Bündnisses mit dem späteren Untergang des Hochelfenreiches. Belo'vir beherrschte allgemeine arkane Magie in außergewöhnlichem Maß und war besonders für Spiegelbilder bekannt. Selbst Dar'Khan Drathir, der später zum Verräter wurde, hielt seine unmittelbare magische Kraft für nahezu unerreicht.

Großmagister und Patriarch

Noch vor dem Ersten Krieg wurde Belo'vir zum Großmagister von Quel'Thalas gewählt. Er führte das mächtige Haus Salonar und vertrat seine Familie in der Versammlung von Silbermond. Zusammen mit seinem Schüler Rommath nahm er an höchsten Beratungen König Anasterians teil, in denen auch Waldläufergeneralin Lireesa Windläufer und Berater Verath Windläufer saßen.

Belo'vir war außerdem mit Hochpriester Vandellor befreundet, Liadrins Lehrer. Beide beobachteten amüsiert Liadrins Interesse an Lor'themar Theron. Solche persönlichen Beziehungen zeigen den Großmagister außerhalb seiner Ämter: Er gehörte zu einem alten Kreis von Führungspersonen, deren Freundschaften und Schüler die nächste Generation von Quel'Thalas prägten.

Spiegelbilder und ein verschlossenes Erbe

Auf der Insel Quel'Danas besaß Belo'vir ein Amtsgebäude mit einem stark gesicherten arkanen Gewölbe. Seine Schutzzauber waren so kompliziert, wie es seiner Vorliebe für Spiegelbilder entsprach. In dem Gewölbe hinterließ er ein Abbild seiner selbst mit dem Schlüsselkode des Großmagisters.

Der Kode konnte das Sonnenwanderer-Omnium neu ausrichten und aktivieren, eine arkan-technische Anlage des Königshauses. Belo'vir steuerte außerdem seine Abhandlung über dreifache Spiegelbilder zu dessen Wissen bei. Diese Vorkehrungen überdauerten ihn. Sie waren nicht nur Streiche eines exzentrischen Lehrers, sondern Prüfungen, durch die spätere Nachfolger zeigen mussten, dass sie sein Amt und seine Magie verstanden.

Die Geißel vor Silbermond

Im Dritten Krieg marschierte Arthas mit der Geißel durch Quel'Thalas, um den Sonnenbrunnen für Kel'Thuzads Wiedererweckung zu benutzen. Nach dem Tod Sylvanas Windläufers übernahm Belo'vir die Verteidigung Silbermonds. Er verweigerte Arthas die Öffnung der Tore und setzte seine Magie gegen die Untoten ein.

Die Verteidigung konnte den Verrat Dar'Khans und die Übermacht der Geißel nicht ausgleichen. Als der Fall der Stadt absehbar wurde, befahl Belo'vir Rommath, Zivilisten und Kinder zu evakuieren und die Soldaten auf die Insel Quel'Danas zu bringen. Damit setzte er die Rettung der Bevölkerung und eine letzte Verteidigung des Sonnenbrunnens über den Versuch, eine bereits verlorene Stellung um jeden Preis zu halten.

Der letzte Zauber

Auf Quel'Danas sammelte Belo'vir die Truppen des Sonnenbrunnenplateaus. Seine Magier konnten Arthas' Frostpfad nicht ausreichend brechen. Der Todesritter griff den Großmagister persönlich an, trennte ihm mit Frostgram einen Arm ab und ließ ihn verwundet zwischen den herannahenden Untoten liegen.

Vandellor starb beim Versuch, seinen alten Freund zu retten. Auch Liadrin eilte zu Belo'vir. Mit seiner letzten Kraft teleportierte er sie aus der Reichweite der Geißel. Er selbst wurde von den Untoten zerrissen. Dieser Zauber rettete eine Frau, die später Matriarchin der Blutritter, Führungsfigur der Sin'dorei und Adoptivmutter Salandrias wurde. Belo'vir bewahrte damit im Augenblick seines Todes einen Teil der Zukunft, die er selbst nicht mehr erleben konnte.

Ein geteiltes Erbe

Weil Frostgram ihn getroffen hatte, gelangte Belo'vir nur als gespaltene Seele in die Schattenlande. Ein fehlendes Fragment, das den Titel Der Großmagister trug, befand sich nach dem Zerbrechen der Klinge im Besitz des Kerkermeisters. Sein Tod endete deshalb nicht einmal vollständig mit dem Fall Quel'Thalas'.

Später erwachte das Sonnenwanderer-Omnium nach der Wiedergeburt des Morgenbrunnens. Rommath suchte den Schlüsselkode seines Lehrers und musste sich Belo'virs zurückgelassenen Spiegelbildern stellen. Der alte Großmagister wirkte dadurch erneut in einer Krise des Sonnenbrunnens mit, diesmal als Erinnerung, Prüfung und gespeichertes Wissen. Sein Vermächtnis besteht nicht nur aus einem heroischen Tod, sondern aus Schülern, Schutzzaubern und Erkenntnissen, die Quel'Thalas noch lange nach seinem Fall verteidigten.