Eldre'Thalas, Archiv der Hochgeborenen
Vor dem Großen Bruch war Eldre'Thalas eine bedeutende Stadt der Hochgeborenen. Königin Azshara hatte Prinz Tortheldrin und seine Gelehrten beauftragt, dort geheimes arkanes Wissen zu sammeln und zu bewahren. Als der Brunnen der Ewigkeit explodierte, wurde die Stadt beschädigt und vom übrigen Reich getrennt, aber nicht vollständig zerstört.
Die überlebenden Shen'dralar besaßen große Bibliotheken und einen fast unstillbaren Bedarf an Magie. Ohne die alte Quelle suchten sie nach einem Ersatz. Ihre Lösung bewahrte sie und verdammte zugleich ihre Stadt.
Immol'thar und der Preis des Überlebens
Tortheldrin ließ den Dämon Immol'thar beschwören und in einem Gefängnis binden. Die Shen'dralar zapften seine Energie an, um ihre Abhängigkeit von arkaner Magie zu stillen. Doch die Kraft reichte nicht für alle. Der Prinz ordnete an, einen großen Teil der eigenen Bevölkerung zu töten, damit die verbliebenen Hochgeborenen länger von Immol'thar leben konnten.
Im westlichen Bezirk, den Hauptgärten, hielten die Überlebenden an dieser Ordnung fest. Geister, Arkanelementare und die letzten Hofangehörigen bewachten Hallen, in denen Wissen und Mord nebeneinander bestanden. Tortheldrin hatte seine Kultur gerettet, indem er viele der Menschen opferte, aus denen diese Kultur bestand.
Drei Bezirke, drei Erben
Im Osten überwucherte der Wucherborkenbezirk. Pflanzen, uralte Beschützer und Satyrn unter Alzzin dem Wildformer stritten um die Ruinen. Dort schien die Natur Eldre'Thalas zurückzunehmen, doch auch dieses Wachstum war von dämonischem Einfluss und Verderbnis durchzogen.
Im Norden besetzte der Gordok-Ogerclan die alten Gemeinschaftshallen. König Gordok herrschte über einen rauen Hof, in dem Stärke und Rang offen ausgekämpft wurden. Eindringlinge konnten den König besiegen und selbst zum neuen Anführer der Oger erklärt werden. So lebten in derselben Stadt Hochgeborene, Satyrn, Naturwesen und Oger, die alle einen anderen Teil ihres Erbes beanspruchten.
Das Ende einer langen Isolation
Immol'thar und Tortheldrin wurden besiegt, und die Shen'dralar verloren die Quelle, die ihre abgeschlossene Existenz erhalten hatte. Ein Teil der Überlebenden suchte später Kontakt zu den Nachtelfen und brachte das arkane Erbe der Hochgeborenen zurück nach Kalimdor. Diese Rückkehr war umstritten, denn Düsterbruch bewies, wohin magische Abhängigkeit und isolierter Hochmut führen konnten.
Düsterbruch ist deshalb nicht einfach eine große Ruine mit drei Flügeln. Es erzählt drei Antworten auf den Untergang einer Stadt: Die Natur nimmt Räume zurück, Fremde errichten darin ein neues Reich, und die ursprünglichen Bewohner klammern sich an Wissen, selbst wenn dessen Erhalt sie moralisch zerstört.