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Alte Horde
Organisation

Alte Horde

Die Alte Horde wird auf Draenor aus Orcclans geformt, die Gul'dan durch Dämonenblut, Angst und falsche Versprechen in eine Kriegsmaschine verwandelt. Unter Schwarzfaust und später Orgrim erobert sie Sturmwind und führt den Zweiten Krieg.

Von Clans zu einer Horde

Die Orcs Draenors leben ursprünglich in Clans mit eigenen Häuptlingen, Jagdgebieten und Traditionen. Gemeinsame Versammlungen verbinden sie, doch es gibt keinen dauerhaften Kriegshäuptling über alle. Kil'jaeden und Gul'dan verändern dieses Gefüge, indem sie die Draenei als Feind darstellen und Misstrauen zwischen den Clans schüren.

Gul'dan bietet Macht an, wo die Elemente den Schamanen bereits schweigen. Viele Häuptlinge trinken Mannoroths Blut und binden ihre Krieger damit an dämonische Verderbnis. Der Krieg gegen die Draenei vereinigt die Clans nicht durch eine gemeinsame Kultur, sondern durch einen Feind, neue Magie und eine Gewalt, die nach immer neuen Zielen verlangt.

Schwarzfaust und der Schattenrat

Schwarzfaust wird Kriegshäuptling, weil Gul'dan einen starken, ehrgeizigen Anführer braucht, den er lenken kann. Hinter der sichtbaren Führung steht der Schattenrat aus Hexenmeistern und Vertrauten Gul'dans. Diese Ordnung macht die Horde schlagkräftig, hält sie aber durch Täuschung zusammen.

Nicht alle Clans fügen sich gleich. Durotans Frostwölfe warnen vor Gul'dans Verrat und werden verbannt. Andere Häuptlinge verfolgen eigene Ziele. Die Alte Horde ist daher von Beginn an ein Bündnis unter Zwang und Erwartung, kein Volk mit einem einzigen Willen.

Die Eroberung Sturmwinds

Das Dunkle Portal öffnet der Horde nach der Verwüstung der Draenei-Siedlungen ein neues Ziel. Im Ersten Krieg lernt sie, dass die Menschen Sturmwinds ernsthafte Gegner sind. Nach frühen Niederlagen baut sie Stützpunkte, sichert Nachschub und passt ihre Taktik an. Schließlich fällt Sturmwind.

Währenddessen zerbricht die heimliche Führung. Medivhs Tod setzt Gul'dan außer Gefecht, Orgrim tötet Schwarzfaust und zerschlägt große Teile des Schattenrats. Er übernimmt die Horde mit dem Anspruch, nicht länger Gul'dans Werkzeug zu sein. Doch er behält Hexenmeister, Eroberungsziele und die Armee, die der Schattenrat geformt hat.

Eine Horde aus vielen Verbündeten

Im Zweiten Krieg wächst die Horde über die Orcclans hinaus. Oger kämpfen an ihrer Seite, Zul'jins Amani hoffen auf Rache an Quel'Thalas, Goblins liefern Technik und Flotten, und der Drachenmalclan zwingt rote Drachen in den Krieg. Diese Verbündeten erhöhen Orgrims Reichweite, gehorchen ihm aber aus unterschiedlichen Gründen.

Die Verschiedenheit wird zur Schwäche, als Gul'dan die Front verlässt, um die Gruft des Sargeras zu suchen. Orgrim muss seinen wichtigsten Feldzug unterbrechen, um den Verrat zu bestrafen. Die Horde verliert ihren strategischen Vorteil, weil ihre stärksten Führer nie dasselbe Ziel geteilt haben.

Niederlage und Nachfolger

Nach Lothars Tod am Schwarzfels gelingt es Turalyon, die Allianz erneut zu sammeln. Orgrim wird gefangen, das Dunkle Portal zerstört und viele Orcs interniert. Damit endet die Alte Horde als vereinte Eroberungsarmee.

Ihre Reste verschwinden jedoch nicht. Rend und Maim sammeln eine Dunkle Horde, andere Clans bleiben versprengt, und Thrall wächst später mit der Frage auf, ob eine Horde ohne Gul'dans Verderbnis möglich ist. Der Name Alte Horde bezeichnet daher nicht alle Orcs, sondern jene politische und militärische Ordnung, die aus der Zerstörung Draenors hervorging und in zwei Kriegen über Azeroth zog.