Ehre und StärkeBlackmoore
The Burning Crusade

Schlacht um den Hyjal

Am Berg Hyjal stellten Menschen, Orcs und Nachtelfen ihre frischen Feindschaften zurück, um Archimonde aufzuhalten. Jaina und Thrall kauften mit fallenden Lagern Zeit, bis Malfurion die Irrlichter rief und Nordrassils Macht den Dämon vernichtete.

Schlacht um den Hyjal
Geschichte und Hintergründe

Drei Völker vor demselben Abgrund

Menschen und Orcs erreichten Kalimdor als Feinde. Die Nachtelfen sahen beide als Eindringlinge, und Cenarius war durch dämonisch beeinflusste Orcs gefallen. Erst Medivh brachte Jaina Prachtmeer, Thrall, Tyrande Wisperwind und Malfurion Sturmgrimm zusammen. Er bekannte seine eigene Schuld am ersten Dunklen Portal und erklärte, dass keine einzelne Armee Archimonde aufhalten könne.

Das Bündnis entstand daher nicht aus plötzlich geheilter Freundschaft. Jeder trug Gründe zum Misstrauen in das Treffen. Doch die Legion wollte den neuen Brunnen der Ewigkeit unter Nordrassil erreichen und seine Macht verschlingen. Wenn der Berg fiel, blieb niemandem ein unversehrtes Reich, in dem die alten Rechnungen noch hätten beglichen werden können.

Zeit wird zur wichtigsten Verteidigung

Malfurion entwarf keinen Plan, Archimonde mit gewöhnlicher Stärke zu besiegen. Jaina und Thrall sollten ihre Lager am Aufstieg befestigen und den Dämon so lange aufhalten, bis am Gipfel eine andere Macht vorbereitet war. Nachtelfische Truppen unterstützten beide Stellungen. Der Zweck jedes Walls war von Anfang an nicht dauerhafter Sieg, sondern gekaufte Zeit.

Diese Aufgabe verlangte eine besondere Form des Mutes. Soldaten verteidigten Positionen, von denen ihre Anführer wussten, dass sie fallen würden. Ein geordneter Rückzug musste ebenso sorgfältig vorbereitet werden wie der Kampf. Jaina rettete viele Überlebende mit ihrer Magie. Thrall traf Archimonde noch mit einem Blitz, bevor auch die orcische Stellung zusammenbrach. Die Niederlagen am Hang waren Teile eines Sieges, den die Kämpfer noch nicht sehen konnten.

Archimonde steigt über die Lager

Archimonde führte Dämonen und Untote den Berg hinauf. Menschenburgen, Orcfestungen und die letzte Nachtelfenlinie wurden zerschlagen. Hinter ihm blieben Tote und brennender Wald. Die Verteidiger konnten seine Übermacht nicht brechen, doch jeder Widerstand verzögerte ihn und trennte Teile seiner Armee vom schnellen Vorstoß.

Am Gipfel glaubte der Dämonenfürst, das Ziel erreicht zu haben. Nordrassil stand vor ihm, verbunden mit dem Brunnen und den Segnungen der Drachenaspekte. In seinem Hunger nach dieser Macht sah Archimonde den Rückzug der Verteidiger als Bestätigung seiner Unaufhaltsamkeit. Gerade dieser Hochmut führte ihn an den Ort, den Malfurion für ihn vorbereitet hatte.

Die Irrlichter am Weltenbaum

Malfurion blies in das Horn des Cenarius. Unzählige Irrlichter, Geister der Nachtelfen, strömten zu Nordrassil und umgaben Archimonde. Ihre gesammelte Kraft vernichtete ihn und traf große Teile seines Heeres. Der Weltenbaum wurde schwer beschädigt, und die Verzauberungen, die den Nachtelfen Unsterblichkeit gegeben hatten, gingen verloren.

Der Preis war also nicht nur militärisch. Die Kaldorei gaben eine Ordnung auf, in der Krankheit und Alter kaum über ihr Leben bestimmt hatten. Viele der Geister, die den Sieg trugen, gehörten zu einem Volk, das nun selbst sterblich wurde. Archimonde wollte ewige Macht verschlingen; er fiel an Wesen, die bereit waren, ihre eigene Ewigkeit nicht über das Überleben der Welt zu stellen.

Der Sieg, der den Krieg nicht abschloss

Die Schlacht beendete den Dritten Krieg und zerschlug die große Invasion. Dennoch überlebten Dämonen, die Geißel blieb in Nordend aktiv, und das Bündnis am Hyjal wurde nicht zu dauerhaftem Frieden. Menschen, Orcs und Nachtelfen nahmen ihre eigenen politischen Wege wieder auf. Spätere Kriege zeigten, wie schnell die gemeinsame Rettung in nationale Erinnerung zerfiel.

Gerade darum bleibt Hyjal mehr als ein berühmter Endkampf. Die Schlacht beweist nicht, dass alte Feinde nach einem gemeinsamen Sieg für immer versöhnt sind. Sie beweist, dass Zusammenarbeit möglich ist, bevor Versöhnung vollständig gelingt. Jaina, Thrall und Tyrande mussten einander nicht in allem vertrauen, um dieselbe Welt zu verteidigen. Die Zeit, die ihre Lager kauften, war kurz. Doch sie reichte für einen Plan, in dem selbst gefallene Geister noch handelten und das Ende einer Unsterblichkeit zum Anfang eines geretteten Morgens wurde.

Quellen

Warcraft Wiki: Schlacht am Berg Hyjal
Warcraft Wiki: Berg Hyjal
Warcraft Wiki: Dritter Krieg