Ehre und StärkeBlackmoore
The Burning Crusade

Festung der Stürme

Die Naaru brachten die Festung der Stürme als Zuflucht in die Scherbenwelt. Kael'thas eroberte ihre Hallen, um den Hunger seines Volkes zu stillen, und füllte sie mit einer neuen Abhängigkeit.

Festung der Stürme
Geschichte und Hintergründe

Eine Festung zwischen den Welten

Die Festung der Stürme ist kein Bauwerk Draenors. Naaru schufen sie, um durch den Wirbelnden Nether zwischen Welten zu reisen. Sie bewegt sich nicht wie ein gewöhnliches Schiff durch Entfernung; ihre Magie faltet den Weg. Um einen zentralen Kern lagen Satelliten mit sehr verschiedenen Aufgaben.

Nach Draenors Zerbrechen kam die Festung in die Scherbenwelt. A'dal und weitere Naaru brachten Hilfe in eine Landschaft, die von Legion, Dämonen und den Kriegen ihrer Überlebenden zerrissen war. Die leuchtenden Hallen über dem Nethersturm versprachen, dass selbst ein zerbrochener Planet noch von außen erreicht werden konnte.

Kael'thas nimmt das Versprechen

Kael'thas Sonnenwanderer führte Blutelfen, die seit dem Verlust des Sonnenbrunnens unter magischem Hunger litten. In der Scherbenwelt hatte er sich Illidan angeschlossen und gelernt, Energie aus neuen Quellen zu ziehen. Die Festung erschien ihm nicht als neutrales Heiligtum. Sie war eine Antwort, groß genug für ein ganzes Volk.

Seine Truppen überfielen die Anlage und übernahmen den Kern sowie mehrere Satelliten. Teile der Naaru-Technik wurden für Manaschmieden verwendet, die Kraft aus dem Nether zogen und in Zellen speicherten. Jeder gefüllte Speicher schien Kael'thas recht zu geben. Doch eine Rettung, die immer mehr Energie verlangen kann, beendet Hunger nicht. Sie baut ihm nur einen größeren Speisesaal.

Vier Wege aus einem Bauwerk

Die Mechanar formte und speicherte arkane Kraft, die Botanika barg außerweltliches Leben, und die Arkatraz hielt gefährliche Gefangene. Was als zusammenhängende Festung gebaut worden war, zerfiel unter neuen Herren in Werkstatt, überwuchertes Biotop und entgleistes Gefängnis.

Die Exodar nahm einen anderen Weg. Velen und draenei Kämpfer eroberten den Satelliten, um der Scherbenwelt zu entkommen. Blutelfen sabotierten ihn, und die Exodar stürzte auf Azeroth ab. Dieselbe Anlage trug damit zwei Flüchtlingsgeschichten auseinander: Kael'thas blieb, um Macht für seine Heimat zu sammeln; die Draenei riskierten einen beschädigten Weg in eine unbekannte.

Das Auge des Prinzen

Im zentralen Auge der Festung herrschte Kael'thas zwischen arkanen Konstruktionen und loyalen Gefolgsleuten. Seine ursprüngliche Sorge um die Blutelfen war nicht verschwunden. Sie war mit dem Glauben verschmolzen, nur immer größere Macht könne den nächsten Verlust verhindern. Kil'jaedens Versprechen fand darin einen vorbereiteten Platz.

Kael'thas wurde im Auge besiegt, überlebte jedoch und kehrte später als offener Diener der Legion nach Quel'Thalas zurück. Die Festung hatte sein Volk nicht gerettet. Sie hatte ihm Mittel gegeben, mit denen er jede neue Grenze als Hindernis auf dem Weg zu einer noch endgültigeren Lösung behandeln konnte.

Eine Zuflucht gehört niemandem von selbst

Nach dem Fall des Prinzen blieben die Teile der Festung voller Gefahren und beschädigter Systeme. Ihr Ursprung als Hilfe machte sie nicht immun gegen Eroberung. Ihre Technik konnte Schutz, Gefangenschaft, Nahrung und Ausbeutung mit derselben unbegreiflichen Effizienz tragen.

Die Festung der Stürme erzählt daher von mehr als einem Herrscher und seinem Raubzug. In der Scherbenwelt begegneten sich Gemeinschaften, die alle glaubten, ohne neue Zuflucht unterzugehen. Die Naaru brachten ein Werkzeug des Reisens, Kael'thas sah einen Vorrat, Velen einen Ausweg. Ein Bauwerk entscheidet nicht, welche dieser Hoffnungen gerecht ist. Es verstärkt nur die Richtung, in die seine neuen Bewohner bereits zu gehen bereit sind.

Quellen

Warcraft Wiki: Tempest Keep
Warcraft Wiki: Kael'thas Sunstrider
Warcraft Wiki: Exodar