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Rat der Sieben Nationen
Organisation

Rat der Sieben Nationen

Im Rat der Sieben Nationen müssen die Herrscher der Menschenreiche entscheiden, ob Sturmwinds Untergang ein ferner Krieg oder die gemeinsame Zukunft aller ist. Aus ihren Verhandlungen entsteht die Allianz von Lordaeron.

Flüchtlinge vor dem Rat

Lothar erscheint nicht als Gesandter eines sicheren Königreichs. Hinter ihm stehen Flüchtlinge, und neben ihm wächst Varian Wrynn als Erbe eines besetzten Landes auf. Diese Lage gibt seiner Warnung Gewicht, macht sie aber politisch schwierig. Die nördlichen Herrscher sollen ihre Armeen einem Mann anvertrauen, der seinen eigenen Krieg gerade verloren hat.

Terenas Menethil versteht, dass die Entscheidung nicht allein in Lordaeron fallen darf. Er lädt die Herrscher der sieben Menschenreiche zu Beratungen. Jeder bringt eine andere Vorstellung von Sicherheit mit: Flotten, Mauern, Gebirge, Magie oder große Heere. Der Rat muss daraus eine gemeinsame Antwort formen.

Sieben Reiche, sieben Interessen

Kul Tiras fürchtet um die Seewege, Stromgarde um das Hochland, Dalaran erkennt die magische Dimension des Portals. Gilneas hält seine eigene Stärke für ausreichend, Alterac zweifelt an jeder Aussicht auf Sieg. Lordaeron besitzt die meisten Mittel, würde aber auch den größten Teil des Kriegs tragen. Sturmwind hat kaum noch Land, fordert jedoch die Rückeroberung seiner Heimat.

Diese Unterschiede sind keine Nebensache. Sie erklären, warum eine Allianz nicht einfach durch Lothars Rede fertig entsteht. Truppen müssen unter ein gemeinsames Kommando gestellt, Versorgung geteilt und politische Rangfragen geklärt werden. Jeder König muss seinen Untertanen begründen können, warum sie für ein anderes Reich kämpfen sollen.

Warum Lothar den Oberbefehl erhält

Lothar verbindet Erfahrung mit einer Herkunft, die den Rat an das alte Arathor erinnert. Er ist kein regierender König und kann deshalb nicht ohne Weiteres verdächtigt werden, die Armeen für sein eigenes Reich zu vereinnahmen. Zugleich kennt niemand die Horde so gut wie er.

Seine Ernennung löst nicht jeden Zweifel, schafft aber einen Mittelpunkt. Turalyon und andere Befehlshaber können unter ihm dienen, ohne zwischen mehreren königlichen Befehlen zerrieben zu werden. Aus einer politischen Übereinkunft wird dadurch eine militärisch handlungsfähige Ordnung.

Ein Beschluss unter Vorbehalt

Nicht jeder Teilnehmer glaubt gleichermaßen an das Bündnis. Perenolde stimmt zu und sucht später dennoch einen Handel mit der Horde. Graumähne unterstützt den Krieg nur widerwillig und stellt nach dem Sieg die Kosten der gemeinsamen Politik infrage. Der Rat bringt also keine neue Einigkeit der Herzen hervor.

Seine Leistung liegt darin, trotz dieser Vorbehalte eine gemeinsame Entscheidung zu ermöglichen. Die Reiche müssen nicht dieselben Gründe haben, solange sie erkennen, dass getrennte Niederlagen schlimmer wären als ein schwieriges Bündnis.

Der Augenblick vor dem Bündnis

Der Rat der Sieben Nationen bezeichnet den politischen Augenblick, in dem die Menschenreiche ihre Nachbarschaft neu begreifen. Sturmwinds Fall ist nicht länger nur das Ende eines südlichen Königreichs. Er wird zur Warnung, dass die Horde jede Grenze erreichen kann.

Später wird die Allianz durch Zwerge, Gnome und Hochelfen größer als dieser ursprüngliche Kreis. Dennoch bleibt der Rat ihr Ausgangspunkt. Hier wird entschieden, dass die Verteidigung Lordaerons bereits an den Ruinen Sturmwinds beginnt und dass ein gemeinsamer Oberbefehl wichtiger ist als die ungeteilte Freiheit jedes einzelnen Heeres.