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Königreich Alterac
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Königreich Alterac

Alterac war das kleinste der sieben Menschenreiche, geschützt durch Schnee und enge Gebirgspässe. Im Zweiten Krieg machte König Perenoldes Verrat aus dieser strategischen Lage den Grund für Besetzung, Entmachtung und den Zerfall des Reiches.

Ein Königreich in den Bergen

Alterac liegt im Gebirge zwischen Lordaeron, Stromgarde und den Wegen nach Süden. Die Landschaft schützt das Reich: Ein kleines Heer kann enge Pässe leichter verteidigen als offene Ebenen. Dieselben Berge begrenzen jedoch Landwirtschaft, Bevölkerung und Handel. Alterac bleibt deshalb politisch verletzlicher als seine Nachbarn.

Die Hauptstadt und ihre befestigten Zugänge bilden den Mittelpunkt des Hauses Perenolde. Das Königreich ist menschlich und Teil der sieben Nationen, bewahrt aber eine starke eigene Identität. Seine Bewohner sind an Kälte, Hochlandwege und die Notwendigkeit gewöhnt, mit mächtigeren Nachbarn vorsichtig umzugehen.

Alterac in der Allianz

Nach Sturmwinds Fall tritt König Aiden Perenolde der Allianz von Lordaeron bei. Für den gemeinsamen Krieg sind Alteracs Pässe von großem Wert. Sie können Truppenbewegungen sichern oder einem Feind den Zugang ins Herz des Nordens öffnen.

Perenolde zweifelt jedoch, ob die Allianz die Horde aufhalten kann. Seine Sorge ist in Alteracs Lage verwurzelt: Ein langer Krieg könnte ein kleines Reich ausbluten lassen, selbst wenn es nicht als erstes fällt. Aus dieser berechtigten Furcht entwickelt er eine Entscheidung, die seine Verbündeten unmittelbar gefährdet.

Die Pässe als Preis des Verrats

Perenolde bietet der Horde sichere Wege und Informationen, wenn Orgrim Alterac verschont. Dadurch wird aus dem Gebirge, das das Königreich schützen soll, ein Einfallstor nach Lordaeron. Alteracische Unterstützung hilft der Horde, Sperren zu umgehen und die Allianz an einer empfindlichen Stelle zu treffen.

Als der Handel entdeckt wird, besetzt Thoras Trollbann das Reich. Die Maßnahme verhindert eine weitere Nutzung der Pässe, beendet aber die Selbstständigkeit Alteracs. Bewohner, die den geheimen Entschluss ihres Königs nicht kannten, tragen nun dieselben Folgen wie der Hof.

Ein Land ohne anerkannte Krone

Nach dem Zweiten Krieg wird Alterac nicht einfach an Aiden zurückgegeben. Das Haus Perenolde ist diskreditiert, und mehrere Nachbarn sehen Möglichkeiten, Einfluss oder Gebiet zu gewinnen. Aus einem souveränen Mitglied der sieben Nationen wird ein politischer Streitfall.

Ohne starke Zentralmacht verfallen Orte, Gruppen besetzen Teile des Landes und die alte Hauptstadt wird zur Ruine. Alterac besteht als Landschaft und Heimat weiter, aber nicht mehr als geschlossenes Königreich mit allgemein anerkanntem Herrscher.

Die lange Erinnerung

Alteracs Geschichte wird häufig auf das Wort Verrat verkürzt. Für die Bewohner bedeutet sie mehr: den Verlust staatlicher Ordnung, fremde Ansprüche und die Erfahrung, dass ein König das Schicksal seines Landes ohne dessen Zustimmung verspielen kann.

Die Berge bleiben strategisch wichtig. Spätere Konflikte im Alteracgebirge greifen auf dieselben Wege und alten Ansprüche zurück. So wirkt Perenoldes Entscheidung fort, obwohl der Zweite Krieg längst beendet ist.