Ehre und StärkeBlackmoore
Maraad
Charakter

Maraad

Vindicator Maraad kämpfte über viele Welten für die Draenei, trug aber seit dem Fall des ersten Shattrath die Schuld eines von Rache verengten Blicks. Auf dem alternativen Draenor erhielt er keine ungeschehene Vergangenheit, sondern die Gelegenheit, Yrels Zukunft mit dem eigenen Leben zu schützen.

Der Hammer des Lichts

Maraad gehörte zu den Vindicators, die Velens Draenei auf ihrer Flucht vor der Legion schützten. Sein Glaube war kein stiller Rückzug. Mit dem Hammer der Naaru stellte er sich Ogern, Dämonen und jeder Macht entgegen, die Zivilisten bedrohte. Unter Akamas Führung half er, einen Angriff des Gorianischen Reiches auf Shattrath zu brechen.

Er war schnell zum Handeln und ungeduldig mit Zögern. Diese Eigenschaft rettete Leben, solange Entschlossenheit und Pflicht in dieselbe Richtung zeigten. Sie wurde gefährlich, als der Krieg persönlich wurde. Maraad musste lernen, dass gerechter Zorn nicht automatisch ein gerechtes Urteil hervorbringt und dass selbst Licht in einer Hand, die nur noch Rache sieht, an jenen vorbeischlagen kann, die es schützen sollte.

Leran und die Klinge des Windes

Orcs des Klingenwindklans nahmen Draenei gefangen, darunter Maraads Schwester Leran. Als seine Leute das Dorf erreichten, waren die Opfer bereits ermordet. Maraad verfiel in Raserei und tötete sich durch die Siedlung. Der Angriff bestrafte die Täter, doch sein Zorn ließ ihm keinen Blick für jene, die vielleicht noch gerettet oder befragt werden konnten.

Später fiel Shattrath an die Orcs. Maraad kämpfte in der Verteidigung und überlebte, während Tausende starben. Er trug fortan nicht nur Trauer um Leran, sondern die Erinnerung, im entscheidenden Augenblick mehr dem Vergelten als dem Bewahren gedient zu haben. Dass Leran eine Tochter namens Garona hinterlassen hatte, erfuhr er erst später. Selbst seine Familie setzte sich auf Wegen fort, die er während seiner Rache nicht hatte sehen können.

Ein wandernder Vindicator

Nach Draenors Zerstörung und der Flucht zur Exodar kämpfte Maraad auf Azeroth weiter. Im Krieg gegen den Lichkönig stand er an der Seite der Allianz und lehrte danach auch Menschen, Zwerge und andere Völker im Gebrauch des Lichts. Seine Geduld blieb begrenzt, doch sein Glaube war breiter geworden als die Verteidigung eines einzelnen Volkes.

Er suchte Garona und versuchte, Verantwortung für die verstreute Familie zu übernehmen. Nicht jede Überlieferung über diese Suche prägt die späteren Ereignisse gleichermaßen. Doch ihr Kern passt zu Maraads Weg. In seiner toten Schwester hatte er einst nur den Ruf nach Vergeltung gehört; nun musste er lernen, nach den Lebenden zu fragen, die aus ihrem Leben hervorgegangen waren.

Die zweite Schlacht um Shattrath

Auf dem alternativen Draenor begegnete Maraad einer Vergangenheit, die noch nicht auf dieselbe Weise geschehen war. Die Eiserne Horde bedrohte Shattrath, und in ihm erwachte der Wunsch, diesmal alles richtig zu machen. Dieser Wunsch drohte erneut in Hass auf alle Orcs umzuschlagen. Yrel und andere Verbündete hielten eine weitere Möglichkeit offen: handeln, ohne die Welt in Schuldige und zu rettende Draenei zu vereinfachen.

Beim Kampf im Hafen stellte sich Maraad Schwarzfaust entgegen. Der Orc verwundete ihn tödlich. Maraad verwendete seine letzte Kraft nicht für einen rachsüchtigen Schlag, sondern um Yrel zu schützen. Mit seinem Opfer half er, die Stadt zu bewahren, die er in seiner eigenen Zeit nicht hatte retten können. Die Vergangenheit wurde dadurch nicht ausgelöscht. Seine Antwort auf denselben Schmerz wurde eine andere.

Was Yrel weitertrug

Yrel nahm Maraads Hammer auf. Seine Asche wurde in Auchindoun beigesetzt, und sein Geist begegnete ihr später während der Prüfungen für den Rat der Exarchen. Er erkannte an, dass sie bereit war, und ließ die Waffe sowie die kommende Führung bei ihr. Erlösung bestand für Maraad nicht darin, selbst doch noch zum vollkommenen Retter Shattraths zu werden.

Später erinnerte eine Statue im Sanktum des Lichts an sein Opfer, und sein Meditationskristall half im Krieg um den Sonnenbrunnen. Solche Reliquien machen ihn nicht fehlerlos. Sie bewahren den Weg eines Mannes, der seine Schuld weder leugnete noch für immer zum Mittelpunkt jeder Entscheidung machte. Maraad fand Frieden nicht, weil er im zweiten Shattrath endlich genügend Feinde erschlug. Er fand ihn, weil er im entscheidenden Augenblick ein zukünftiges Leben wichtiger nahm als die Wiederholung seines eigenen Zorns.