Ehre und StärkeBlackmoore
Akama
Charakter

Akama

Der ehemalige Verteidiger Karabors, der als gebrochener Anführer der Aschenzungen Illidan gegen Magtheridon half, von ihm versklavt wurde und den Schwarzen Tempel von innen befreite.

Karabor vor dem Fall

Akama war ein angesehener Draenei und diente im Tempel von Karabor. Als die Orc-Horde das Heiligtum angriff, verteidigte er sein Volk. Teufelsmagie, Massaker und die Verderbnis der Umgebung verwandelten viele Überlebende körperlich. Akama wurde zu einem der Krokul, die andere fortan die Zerschlagenen nannten.

Der Verlust nahm ihm Rang, Heimat und die Gestalt, in der er sich selbst gekannt hatte. Er bewahrte dennoch Verantwortung für andere Überlebende. Aus ihnen entstand der Stamm der Aschenzungen. Der Name trug die verbrannte Heimat bereits im Mund.

Das Bündnis mit Illidan

Nach Draenors Zerbrechen herrschte Magtheridon über die Scherbenwelt. Akama schloss sich Illidan, Vashj und Kael'thas an, um den Grubenlord zu stürzen. Illidan versprach den Zerschlagenen, Karabor zurückzugeben. Gemeinsam nahmen sie den Tempel ein, der nun als Schwarzer Tempel bekannt war.

Das Versprechen wurde nicht erfüllt. Illidan machte die Festung zum Sitz seiner Herrschaft und behandelte Akamas Volk als Diener. Für Akama wiederholte sich der Verlust: Wieder stand eine fremde Armee in den Hallen, wieder sollte sein Volk dankbar sein, überhaupt darin weiterleben zu dürfen.

Die abgetrennte Seele

Akama begann, gegen Illidan zu planen. Als der Verräter davon erfuhr, trennte er einen Teil von Akamas Seele ab und formte daraus den Schatten von Akama. Dieses Wesen wurde gebunden und bewacht. Solange der Schatten gefangen blieb, war auch Akamas Wille geschwächt.

Die Strafe war mehr als Überwachung. Illidan verwandelte den Widerstand eines Untergebenen in einen Gefangenen, den dieser selbst ansehen musste. Akama führte die Aschenzungen weiter und spielte Loyalität, während ein Teil von ihm in Ketten lag.

Der Aufstand im Tempel

Akama hielt Maiev Schattensang verborgen, nachdem sie in Illidans Gewalt geraten war. Mit seinen Todeshörigen bereitete er den Aufstand vor. Als Streiter Azeroths den Schwarzen Tempel angriffen, befreiten sie Akamas Schatten. Wieder mit sich vereint, öffnete er Wege durch die Festung.

Maiev trat Illidan im letzten Kampf entgegen, und Akamas Rebellion brach dessen Herrschaft von innen. Der Sieg gehörte nicht nur den Armeen, die durch das Tor kamen. Er gehörte ebenso jenen, die jahrelang den Boden gefegt, Befehle befolgt und auf den Augenblick gewartet hatten, in dem gespielter Gehorsam zur offenen Befreiung werden konnte.

Der Älteste im zurückgewonnenen Heiligtum

Nach Illidans Fall übernahm Akama Verantwortung im Tempel. Er blieb misstrauisch gegenüber Dämonenjägern, deren Methoden ihn an ihren Meister erinnerten. Während der Legioninvasion musste er dennoch anerkennen, dass manche von ihnen wirklich für Azeroth kämpften.

Akamas Geschichte wird oft als List eines Rebellen erzählt. Ihr tieferer Kern ist Heimkehr ohne Wiederherstellung. Karabor wurde nicht wieder zu dem unversehrten Tempel seiner Jugend, und Akama nicht wieder zu dem Draenei, der er gewesen war. Befreiung bestand darin, dass die Zerschlagenen selbst entschieden, was aus den Ruinen wurde. Eine Heimat muss nicht heil sein, um wieder denjenigen zu gehören, die in ihr geblieben sind.