Ehre und StärkeBlackmoore
Exodar
Welt

Exodar

Die Exodar war ein Teil der Naarufestung Festung der Stürme. Velen und die Draenei entführten das Schiff auf ihrer Flucht vor Kael'thas, stürzten über der Azurmythosinsel ab und machten das Wrack zu ihrer neuen Hauptstadt.

Ein Schiff der Naaru

Die Exodar wurde nicht von den Draenei erbaut. Sie gehörte zur Festung der Stürme, einer gewaltigen dimensionsreisenden Anlage der Naaru. Diese Wesen des Lichts hatten Velen und seinen Anhängern bereits bei der Flucht von Argus geholfen. Über viele Jahrtausende führten die Draenei ein Leben auf der Flucht, weil Kil'jaeden ihren Verrat nicht vergessen konnte. Die Schiffe und das Wissen der Naaru waren für sie deshalb nicht bloß Technik. Sie waren die Grundlage ihres Überlebens.

Als die Naaru unter A'dal nach Draenor kamen, brachten sie die Festung der Stürme mit. Zu ihr gehörten mehrere Satelliten, darunter die Exodar. Später verließ A'dal die Anlage, um in Shattrath gegen die Legion zu wirken. Prinz Kael'thas Sonnenwanderer nutzte die Gelegenheit und nahm die Festung mit seinen Blutelfen ein. Zu diesem Zeitpunkt war Kael'thas bereits bereit, seinem Volk durch immer gefährlichere Bündnisse neue magische Quellen zu verschaffen.

Die Flucht von Draenor

Velen und die Draenei lebten noch auf der inzwischen zerrissenen Welt, die nun Scherbenwelt genannt wurde. Sie standen zwischen den Truppen der Legion, feindlichen Blutelfen und den Folgen der alten Vernichtung Draenors. Gemeinsam mit dem Schamanen Nobundo plante Velen, einen Teil der Festung der Stürme zu erobern und die Welt zu verlassen. Die Exodar bot ihnen eine Möglichkeit, der erneuten Einkreisung zu entkommen.

Die Draenei nahmen das Schiff ein, doch die Blutelfen sabotierten seine Steuerung. Die Exodar konnte die Scherbenwelt verlassen, geriet jedoch außer Kontrolle. Ihre Reise endete nicht an einem vorbereiteten Zufluchtsort. Das Schiff stürzte über der Azurmythosinsel vor Kalimdor ab. Teile der Anlage wurden über die Inseln geschleudert, viele Draenei starben, und aus beschädigten Kristallen trat Energie in die Umgebung aus.

Eine Hauptstadt im Wrack

Die Überlebenden gaben die Exodar nicht auf. Sie stabilisierten die erhaltenen Bereiche und machten das beschädigte Schiff zur Hauptstadt ihres Volkes auf Azeroth. Die großen Hallen, Lichtkristalle und technischen Einrichtungen blieben sichtbar Teile eines Fahrzeugs, doch zwischen ihnen entstanden Wohnstätten, Versammlungsorte und Tempel. Das Wrack wurde zur Heimat, weil die Draenei nach Jahrtausenden der Flucht einen Ort brauchten, den sie nicht sofort wieder verlassen mussten.

Der Absturz veränderte auch die Azurmythos- und Blutmythosinsel. Strahlung aus den Kristallen mutierte Tiere und Pflanzen. Die Draenei mussten daher nicht nur ihre Verletzten versorgen, sondern Verantwortung für Schäden übernehmen, die ihre Ankunft verursacht hatte. In dieser Krise begegneten sie den Nachtelfen und schlossen sich schließlich der Allianz an. Das Bündnis gab ihnen Verbündete gegen die Legion und verband ihre lange Flucht mit den politischen Konflikten Azeroths.

O'ros, Velen und die Vindicaar

Im Herzen der Exodar lebte der Naaru O'ros. Er war für Velen von besonderer Bedeutung, weil seine Anwesenheit auf eine lange vorbereitete Verbindung zwischen den Naaru und dem Propheten hinwies. Als die Legion die Exodar angriff, um Velen zu treffen, wurde O'ros getötet. Der Angriff machte deutlich, dass selbst auf Azeroth keine endgültige Sicherheit bestand.

Später nutzten die Draenei Teile und Wissen der Exodar, um die Vindicaar zu vollenden. Mit diesem Schiff kehrte Velen nach Argus zurück. Damit führte die Geschichte der Exodar wieder zu ihrem Ausgangspunkt: Ein Schiff, das einst eine Flucht ermöglicht hatte, half beim Bau eines Schiffes für die Rückkehr. Die Exodar blieb auf Azeroth als Hauptstadt bestehen. Sie verkörpert seitdem beides, den Verlust einer weiteren Heimat und die Fähigkeit der Draenei, aus einem zerstörten Fahrzeug erneut eine Gemeinschaft aufzubauen.