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Hafen von Menethil
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Hafen von Menethil

Der windgepeitschte Allianz-Hafen im Sumpfland, den erst die Horde als Flottenplatz wählte, Daelin Prachtmeer neu errichtete und der Kataklysmus halb im Meer versenkte.

Ein Hafen aus dem Krieg

Wo heute der Hafen von Menethil an der Bucht des Sumpflands liegt, sah Orgrim Schicksalshammer zunächst keinen Ort für Tavernen und Handel. Nach dem Fall Sturmwinds wählte er die Küste als Bauplatz einer Invasionsflotte. Mit geraubtem Holz und Eisen aus Khaz Modan ließ die Horde Schiffe fertigen, die an den Landverteidigungen Lordaerons vorbeisegeln sollten. Der spätere Allianz-Hafen begann als Werkzeug seines Feindes.

Nach dem Zweiten Krieg eroberten die Sieger das Gebiet und bauten es unter Großadmiral Daelin Prachtmeers Leitung neu auf. Der Hafen erhielt den Namen König Terenas Menethils. Damit verwandelte die Allianz einen früheren Ausgangspunkt der Invasion in eine Verbindung zwischen Khaz Modan, Lordaeron und den Routen über das Große Meer.

Die Tür zwischen Berg und Meer

Für Reisende aus Eisenschmiede war Menethil lange der Weg hinaus in die weitere Welt. Schiffe fuhren nach Kalimdor, Händler brachten Waren in das wilde Sumpfland, Soldaten bewachten die Straße durch Dun Algaz. In der Tiefenwassertaverne trafen Seeleute, Abenteurer und Reisende zusammen, die nur auf die nächste Überfahrt warteten. Der Ort lebte davon, dass beinahe niemand für immer dortbleiben wollte und doch jeder eine Weile bleiben musste.

Diese Lage machte ihn immer wieder zum Ziel. Die Horde von Draenor griff den Hafen an, um Schiffe für die Fahrt zum Grabmal des Sargeras zu stehlen. Der Drachenmalklan bedrohte die Zugänge und plante eine Belagerung. Dunkeleisenzwerge, Murlocs und die Gefahren des Sumpflands erinnerten die Bewohner daran, dass eine wichtige Route nicht automatisch eine sichere ist.

Als das Meer die Straßen nahm

Der Kataklysmus veränderte die Küstenlinie. Wasser drang in den Hafen, riss Teile der Stadt fort und ließ Häuser, Kais und die Maiden's Virtue im Meer versinken. Die Menethilburg wurde beschädigt. Bewohner flohen in Boote oder auf kleine trockene Inseln, während Sandsäcke jene Gebäude schützten, die noch zu halten waren.

Die Flut brachte neue Tiere und neue Angriffe mit sich. Murlocs kamen näher, Krebse füllten die überschwemmten Bereiche, und Anhänger des Schattenhammers griffen an, während die Verteidiger noch mit den Schäden rangen. Menethil war nicht länger nur Hafen am Sumpf. Der Sumpf und das Meer waren in seine Straßen eingezogen.

Ein Ort, der weiter verbindet

Trotzdem wurde der Hafen nicht aufgegeben. Menschen blieben zwischen morschen Stegen und halb versunkenen Häusern, weil Verbindungen selten an vollkommenen Orten entstehen. Menethil lag weiterhin dort, wo Straße und See einander trafen. Solange Schiffe anlegen und Reisende den Weg durch Dun Algaz finden konnten, besaß selbst die beschädigte Stadt einen Zweck.

Der Hafen von Menethil trägt mehrere Zeitalter in seiner Küste. Orcs planten hier Eroberung, Daelin Prachtmeer baute eine Allianzroute, Händler machten daraus Alltag, und Todesschwinges Kataklysmus zeichnete die neue Wasserlinie mitten durch die Häuser. Seine Geschichte ist nicht die einer prachtvollen Hauptstadt. Sie handelt von einem Übergangsort, der immer wieder verwundet wird und gerade deshalb weiß, wie man Ankommende empfängt und Aufbrechende ziehen lässt.