Ehre und StärkeBlackmoore
Eisenschmiede
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Eisenschmiede

Eine Zwergenstadt um eine niemals ruhende Große Schmiede, deren Hallen von Klanstreit, verlorener Herkunft und später Versöhnung erzählen.

Feuer unter dem Schnee

Von außen wirkt Dun Morogh wie ein Land, in dem der Winter jedes Geräusch verschluckt. Doch tief im Berg schlägt das Herz von Eisenschmiede. Hinter gewaltigen Toren öffnen sich Hallen, in denen Metall auf Metall trifft, Schmelzwasser zischt und die Große Schmiede ihr orangefarbenes Licht an Steinbögen wirft. Die Stadt wurde nicht auf den Berg gesetzt. Sie wurde aus ihm herausgeschlagen, als hätten ihre Erbaür im Fels eine Heimat entdeckt, die nur noch freigelegt werden musste.

Die ersten Zwerge erwachten in Uldaman. Einst waren ihre Vorfahren irdene Diener der Titanen gewesen, doch der Fluch des Fleisches hatte Stein in sterblichen Körper verwandelt und die Erinnerung an den alten Auftrag getrübt. Sie zogen nach Westen, nannten das Land Khaz Modan zu Ehren Khaz'goroths und erkämpften sich Dun Morogh gegen die Eistrolle. Im Inneren des Berges gründeten sie Eisenschmiede. Vielleicht lag in dieser Wahl eine unbewusste Erinnerung: Wesen, die aus Stein hervorgegangen waren, suchten erneut Schutz im Stein und machten Feuer zum Mittelpunkt ihres neuen Lebens.

Drei Hämmer, eine Stadt

Unter Hochkönig Modimus Ambossar lebten die großen Klans lange gemeinsam in Eisenschmiede. Doch Wohlstand schuf nicht nur Einigkeit. Die Bronzebärte sahen sich als traditionelle Hüter der Stadt, die Wildhämmer verlangten mehr Einfluss, und die Dunkeleisenzwerge schmiedeten in den tieferen Bezirken eigene Pläne. Als Modimus starb, brachen die Spannungen im Krieg der Drei Hämmer offen aus. Die Bronzebärte behaupteten Eisenschmiede, während Wildhämmer und Dunkeleisenzwerge vertrieben wurden. Aus einem Streit um den Thron entstanden neue Heimaten, neue Feindschaften und Wunden, die Jahrhunderte überdauerten.

Die Stadt blieb unter den Bronzebärten mächtig. Ihre Schmieden lieferten Waffen, ihre Ingenieure verbanden Handwerk mit Schießpulver, und in der Halle der Forscher wuchs eine leidenschaftliche Suche nach der vergessenen titanischen Herkunft. Als die Orcs im Zweiten Krieg Khaz Modan überrannten, schlossen sich die Zwerge in ihrer Bergfestung ein und hielten stand. Später wurde Eisenschmiede zu einer tragenden Säule der Allianz. Nach dem Fall Gnomeregans nahm sie die geflohenen Gnome auf. So entstand in ihren Hallen neben Amboss und Ahnenstolz auch das Surren gnomischer Maschinen, manchmal zum Entsetzen, oft zum Vorteil der Gastgeber.

Der versteinerte König

König Magni Bronzebart verkörperte lange die Standfestigkeit Eisenschmiedes. Als der Kataklysmus nahte, suchte er in einem titanischen Ritual nach einer Antwort und wurde selbst zu Kristall. Sein scheinbarer Tod öffnete die alte Frage nach der Herrschaft. Moira Thaurissan, Magnis Tochter und Witwe des dunkeleisernen Herrschers, kehrte mit ihrem Sohn Dagran zurück und beanspruchte den Thron. Ihr Vorgehen drohte die Stadt erneut in Zwang und Klanfeindschaft zu stürzen.

Die Antwort war kein neuer Sieger, sondern der Rat der Drei Hämmer. Muradin Bronzebart, Falstad Wildhammer und Moira vertreten seither die drei großen Linien. Der Rat löschte das Misstrauen nicht aus. Er zwang die Klans jedoch, in derselben Halle zu sprechen, statt ihre Ansprüche wieder mit Armeen auszutragen. Als Magni später erwachte, kehrte er nicht einfach auf den Thron zurück. Er war zum Sprecher Azeroths geworden, und Eisenschmiede musste lernen, dass selbst ein geliebter König nicht jede Geschichte rückgängig machen kann.

Heute ist die Stadt zugleich Festung, Werkstatt, Museum und politisches Versprechen. In der Halle der Forscher werden Bruchstücke einer Vergangenheit zusammengesetzt, die den Zwergen einst genommen wurde. An der Grossen Schmiede entsteht aus Erz etwas Neues. Und auf dem Hohen Sitz müssen drei Klans beweisen, dass Einheit mehr sein kann als die Herrschaft des Stärksten. Eisenschmiede trägt seine Geschichte nicht wie eine Inschrift an der Wand. Man hört sie in jedem Hammerschlag: erst getrennt, dann im Echo zu einem gemeinsamen Rhythmus verbunden.