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Sumpfland

Das Sumpfland bildet die feuchte Nordküste Khaz Modans. Menethilhafen, die Ruinen von Grim Batol und die Präsenz des Drachenmalklans verbinden zwergische Geschichte, den Zweiten Krieg und die Versklavung des roten Drachenschwarms.

Zwischen Khaz Modan und Lordaeron

Nördlich von Loch Modan öffnen sich die Berge zu einer kalten, nebligen Küstenebene. Flüsse, Teiche und sumpfige Wiesen erschweren jede Reise. Trotzdem besitzt das Gebiet eine entscheidende Lage: Der Thandolübergang führt nach Lordaeron, Dun Algaz nach Khaz Modan, und Menethilhafen verbindet die Region mit den Seewegen.

Zwergische Festungen sicherten einst diese Übergänge. Viele wurden in den großen Kriegen zerstört oder aufgegeben. Das Sumpfland blieb daher ein Raum, in dem Straßen und Häfen wichtig waren, die Umgebung jedoch nur unvollständig beherrscht wurde.

Grim Batol und der Krieg der drei Hämmer

Die Wildhammerzwerge gründeten Grim Batol nach ihrer Vertreibung aus Eisenschmiede. Im Krieg der drei Hämmer griffen die Dunkeleisenzwerge die Stadt an. Modgud benutzte die Schattenflamme Xal'atath und andere dunkle Magie, bevor Khardros Wildhammer sie tötete. Der Fluch ihrer Zauber machte Grim Batol unbewohnbar.

Die Wildhammer verließen die verseuchte Festung und zogen ins Hinterland. Einige Zwerge blieben in der weiteren Region. Das Sumpfland trug seitdem die Ruine eines großen Klankrieges in seinem Osten, lange bevor Orcs oder Drachen sie erneut nutzten.

Der Drachenmalklan und Alexstrasza

Im Zweiten Krieg besetzte der Drachenmalklan Grim Batol. Nekros Schädelberster hielt Alexstrasza mit der Dämonenseele gefangen und zwang den roten Drachenschwarm, der Horde zu dienen. Ihre Eier wurden bewacht, ihre Kinder als Reittiere in den Krieg geschickt. Die Ruine wurde zu einem Gefängnis für eine Macht, deren eigentliche Aufgabe der Schutz des Lebens war.

Rhonin, Vereesa Windläufer, Falstad Wildhammer und Krasus halfen später, Alexstrasza zu befreien und die Dämonenseele zu zerstören. Die Herrschaft des Drachenmalklans brach zusammen, doch versprengte Orcs hielten sich weiter im Sumpfland. Grim Batol blieb ein Symbol dafür, wie ein verlassener Ort von neuen Gewaltherrschern übernommen werden konnte.

Menethilhafen

Menethilhafen war das wichtigste Zentrum der Allianz im Sumpfland. Schiffe verbanden den Hafen mit Kalimdor und anderen Küsten, während die Festung die westliche Bucht schützte. Händler und Reisende mussten hier zwischen sicherem Kai und den gefährlichen Wegen des Landes wechseln.

Beim Kataklysmus sank ein Teil der Stadt im Wasser. Gebäude wurden überflutet, Stege zerbrachen und die Küstenlinie verschob sich. Menethilhafen blieb bewohnt, verlor aber einen Teil seiner früheren Sicherheit. Die Zerstörung des Steinwerkdamms verstärkte die Wassermassen, die aus dem Süden kamen.

Ein Land der Übergänge

Das Sumpfland wird häufig als Weg zwischen wichtigeren Regionen behandelt. Seine Geschichte widerspricht diesem Eindruck. Hier verließen die Wildhammer Grim Batol, hier wurde Alexstrasza versklavt, hier verliefen die Verbindungen zwischen den großen Bündnissen des Nordens und Südens.

Die vielen Ruinen erklären, warum die Region so offen wirkt. Jede Macht baute Brücken, Häfen oder Festungen, doch keine konnte sie dauerhaft vor Krieg und Naturgewalt schützen. Das Sumpfland ist deshalb weniger ein Randgebiet als ein Korridor, dessen Kontrolle immer wieder über den Verlauf größerer Konflikte entschied.