Ehre und StärkeBlackmoore
Gorgrond
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Gorgrond

Gorgrond ist Draenors gewaltsame Nahtstelle zwischen den steinernen Brechern und dem ungezügelten Wachstum der Primals. Die Schwarzfelsorc machten aus diesem uralten Ringen das industrielle Herz der Eisernen Horde und errichteten dort ihre Gießerei.

Stein gegen Wurzel

Gorgrond war schon lange vor den Orcclans ein Schlachtfeld. Nach dem Tod des Kolosses Aggramar gingen aus seinem Leib die Gronn, Magnaron und andere steinerne Wesen hervor, die als Brecher bezeichnet werden. Ihnen gegenüber standen die Primals, ein Netz aus Pflanzenwesen, das auf ungehemmtes Wachstum drängte. Wo die Brecher Wälder zerschlugen, wucherte neues Leben; wo die Primals alles überwucherten, rissen steinerne Giganten breite Schneisen in das Grün.

Dieses Ringen teilte Gorgrond in unterschiedliche Landschaften. Im Norden dominierten Fels, Schluchten und die Spuren der Gronn. Im Süden erhoben sich dichte Wälder und riesige Pilze. Keine Seite kämpfte für ein friedliches Gleichgewicht. Beide verkörperten Kräfte, die ohne Grenze alles andere verdrängt hätten.

Die Heimat der Schwarzfelsorc

Der Schwarzfelsklan lernte, in dieser harten Umgebung zu leben. Seine Schmiede, Bergleute und Krieger betrachteten Stein und Erz nicht nur als Rohstoff, sondern als Grundlage von Stärke. Unter Schwarzfaust wurde der Klan zum industriellen Kern der Eisernen Horde. Garroshs Wissen aus der Zukunft gab ihm Pläne für Waffen und Maschinen, die Draenor in dieser Form nie gesehen hatte.

Die Schwarzfelsgießerei entstand im Norden Gorgronds. Dort wurden Kanonen, Rüstungen, Belagerungsmaschinen und die eiserne Infrastruktur eines Eroberungsheeres gefertigt. Die Eiserne Horde wollte beweisen, dass sie kein Dämonenblut brauchte. Doch sie ersetzte Gul'dans Abhängigkeit durch eine andere Vorstellung von Macht: Alles in Draenor sollte Material für den Krieg werden.

Die Ironie des Gigantenfällens

Die Eiserne Horde unterwarf Gronn und zwang sie, Lasten zu tragen oder in ihren Armeen zu kämpfen. Gruul, in der bekannten Geschichte als Drachentöter gefürchtet, wurde hier selbst gefangen und in der Gießerei eingesetzt. Die Schwarzfelsorc hatten gelernt, selbst Wesen zu ketten, die aus der ältesten steinernen Macht Draenors hervorgegangen waren.

Dieses Vorgehen spiegelte den gesamten Plan der Eisernen Horde. Sie wollte sich von fremder Herrschaft befreien, errichtete aber ihre eigene Herrschaft über Clans, Oger, Gronn und Landschaften. Freiheit bedeutete für Garrosh und Schwarzfaust nicht, dass niemand geknechtet werden sollte. Sie bedeutete, dass sie selbst die Ketten hielten.

Botani, Genesaurier und die Primals

Im grünen Teil Gorgronds bedrohten die Botani und ihre Genesaurier alle Völker aus Fleisch und Blut. Sie infizierten Lebewesen mit Sporen und banden sie in ein gemeinsames Wachstum ein. Ihr Ziel war kein Reich mit Grenzen, sondern eine Welt, in der jede freie Gestalt im Ganzen der Primals aufging.

Der Kampf gegen sie machte deutlich, dass die Eiserne Horde nicht die einzige Gefahr des Gebietes war. Orcs, Draenei und Fremde aus Azeroth gerieten zwischen zwei uralte Mächte. Wer einen Brecher besiegte, konnte den Primals Raum geben; wer das Wachstum zurückdrängte, stärkte unter Umständen die steinernen Giganten.

Die Gießerei fällt, der alte Krieg bleibt

Als die Streitkräfte aus Azeroth die Schwarzfelsgießerei stürmten, besiegten sie Gruul, Oregorger, Hans'gar und Franzok, Flammenbändigerin Ka'graz, Kromog, die Eisernen Jungfern und schließlich Schwarzfaust. Mit seinem Tod verlor die Eiserne Horde ihre wichtigste Waffenproduktion.

Gorgrond wurde dadurch nicht friedlich. Brecher und Primals kämpften weiter, und Jahrzehnte später hatte sich die Landschaft erneut verändert. Der Ort zeigt, wie ein jüngerer Krieg eine uralte Auseinandersetzung ausnutzt, ohne sie zu verstehen. Die Eiserne Horde kam und fiel; der Kampf zwischen Stein und Wachstum war vor ihr da und überdauerte sie.