Ehre und StärkeBlackmoore
Erzfresser
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Erzfresser

Erzfresser war ein gewaltiger Goren, der sich tief in die Lager der Schwarzfelsgießerei fraß. Die Orcs hielten ihn fest, weil sein unersättlicher Hunger das wertvolle Schwarzfelserz von unbrauchbarem Gestein trennte und selbst ein wildes Tier Teil ihrer Produktionskette werden konnte.

Der Hunger unter Gorgrond

Goren lebten in den Höhlen und Felsspalten Gorgronds. Ihre kräftigen Kiefer konnten Stein zermahlen, und manche Exemplare fraßen sich durch ganze Erzadern. Erzfresser war selbst unter ihnen außergewöhnlich groß. Sein Hunger endete nicht, wenn er satt sein sollte; er suchte unablässig nach dem nächsten Brocken mineralreicher Nahrung.

Für Bergleute wäre ein solches Wesen normalerweise eine Katastrophe. Es zerstörte Stollen, verschlang Vorräte und konnte in engen Gängen kaum aufgehalten werden. Die Schwarzfelsorcs erkannten jedoch einen Nutzen. Was Erzfresser fraß und wieder ausschied, half ihnen, wertvolles Erz schneller vom tauben Gestein zu trennen.

Ein Tier in der Produktionskette

Die Orcs fingen den Goren und sperrten ihn in die Schlackewerke der Gießerei. Dort erhielt er Zugang zu genau den Erzen, nach denen er verlangte, aber nicht zur Freiheit. Wände, Tore und Aufseher lenkten seine Bewegungen. Sein natürlicher Hunger wurde zu einem Arbeitsschritt zwischen Mine und Schmelzofen.

Erzfresser verstand den Krieg der Eisernen Horde nicht. Er kannte weder Garroshs Zukunftspläne noch Schwarzfausts Ehrgeiz. Trotzdem half jeder verschlungene Stein dabei, Metall für Kanonen und Rüstungen bereitzustellen. Die Gießerei benötigte keine Überzeugung, solange sie Instinkte einsperren und verwerten konnte.

Als der Hunger ausbrach

Beim Angriff auf die Schlackewerke brach Erzfresser aus seiner kontrollierten Bahn. Er rollte durch die Lagergänge, prallte gegen Wände und suchte nach neuen Erzvorräten. Für die Eindringlinge wurde die Anlage selbst zur Gefahr, weil jeder Korridor den massigen Körper zurückwerfen und in eine neue Richtung schleudern konnte.

Zwischen diesen Ausbrüchen hielt der Goren an und verschlang das gelagerte Schwarzfelserz. Je mehr er fraß, desto mehr Hitze und Säure sammelte sich in seinem Körper. Aus dem nützlichen Sortierer wurde eine unkontrollierbare Quelle derselben Stoffe, mit denen die Orcs ihre Waffen herstellen wollten.

Der Fall des lebenden Mahlwerks

Erzfresser war widerstandsfähig, aber nicht unverwundbar. Als seine Gegner die Bewegungen durch die Lagerhallen überstanden und ihn von den Erzvorräten trennten, ließ seine Kraft nach. Der Goren fiel in dem Werk, das seinen Hunger jahrelang ausgenutzt hatte.

Mit ihm verlor die Gießerei keinen Feldherrn, wohl aber ein lebendes Werkzeug ihrer Versorgung. Der Weg zum Schmelzofen wurde frei. Hinter Erzfresser wartete die eigentliche Quelle der Hitze, die aus seinem sortierten Erz das schwarze Metall der Eisernen Horde machte.

Natur als Rohstoff

Erzfressers Geschichte ist klein im Vergleich zu Schwarzfausts Krieg, aber sie zeigt das Grundprinzip der Gießerei. Alles wurde nach seinem Nutzen beurteilt: Gronn lieferten Kraft, Elementare Hitze, Goren trennten Erz und Orcs bedienten Maschinen. Ein eigener Wille war in dieser Ordnung nur ein Problem, das Mauern und Ketten lösen sollten.

Der Goren war gefährlich und musste aufgehalten werden. Zugleich war seine Gefahr durch die Gefangenschaft vergrößert worden. Die Orcs hatten einen unersättlichen Hunger inmitten ihrer wichtigsten Vorräte eingesperrt. Als die Kontrolle brach, wandte sich ihre vermeintliche Effizienz gegen sie selbst.