Ehre und StärkeBlackmoore
Legion

Das Auge Azsharas

Das Auge Azsharas ist eine sturmumtoste Insel vor Azsuna. Naga unter Kriegsherr Parjesh rauben dort den Gezeitenstein von Golganneth und rufen mit seiner Macht einen Sturm hervor, der den Zorn ihrer Königin trägt.

Das Auge Azsharas
Geschichte und Hintergründe

Die Küste von Azsuna

Vor der Küste Azsunas liegt eine Insel, auf der Wind und Meer beinahe ununterbrochen gegeneinander schlagen. Für die Naga ist dieser Ort ein Vorposten ihrer Herrschaft über die Tiefen. Von hier aus greifen sie die verfluchten Geister der Region an und suchen nach Relikten, die seit dem Krieg der Ahnen in den Ruinen verborgen liegen.

Als die Brennende Legion zurückkehrt, wird der Gezeitenstein von Golganneth zu einem solchen Ziel. Die Säule der Schöpfung kann Wasser beherrschen und gehört zu den wenigen Artefakten, mit denen das Grabmal des Sargeras wieder versiegelt werden könnte.

Azsharas langer Schatten

Königin Azshara erscheint zunächst nicht selbst. Dennoch handelt jede Nagaeinheit in ihrem Namen. Seit der Große Bruch ihr Reich unter das Meer gerissen hatte, herrschte sie über ein Volk, das durch N'Zoths Macht verwandelt worden war. Der Verlust des alten Kalimdor wurde in ihrer Erinnerung nicht zur Niederlage, sondern zum Beginn eines neuen Reiches.

Kriegsherr Parjesh führt die Streitkräfte auf der Insel. Er soll den Gezeitenstein sichern und alle beseitigen, die sich Azsharas Anspruch widersetzen. Sein Feldzug zeigt, dass die Naga die Legionkrise nicht nur beobachten. Sie nutzen das Chaos, um ihre eigene Macht an der Oberfläche auszubauen.

Die Naga unterwerfen Kreaturen der Küste und zwingen Riesen wie König Klafterbart in ihre Pläne. Lady Hassnatter bewacht ihre Brutstätten, während Serpentrix durch die aufgewühlten Gewässer jagt. Die Insel ist kein zufälliger Sammelplatz, sondern eine kleine Darstellung von Azsharas Herrschaft: Gewalt, Magie und erzwungene Bündnisse greifen ineinander.

Mit dem Gezeitenstein verändern die Naga das Wetter. Der Sturm schneidet Fluchtwege ab und sammelt immer mehr arkane Kraft. Je länger das Ritual andauert, desto stärker scheint die Insel selbst auf den Willen der Königin zu reagieren.

Der Zorn Azsharas

Am Ende verdichtet sich der Sturm zu einer Gestalt, die als Zorn Azsharas auftritt. Dieses Wesen ist nicht die Königin, sondern eine Verkörperung ihrer Macht und ihres Anspruchs. Es kämpft mit Wind, Wasser und Blitzen, als würde die See selbst jeden Eindringling zurückweisen.

Mit seinem Fall wird der Gezeitenstein zurückgewonnen. Der Sieg verhindert, dass die Naga eine der Säulen der Schöpfung dauerhaft an sich reißen. Azshara selbst bleibt jedoch außerhalb der Reichweite und erfährt, wer ihre Diener besiegt hat.

Die Ereignisse zeigen früh, dass der Krieg gegen die Legion nicht die einzige Krise Azeroths ist. Unter den Meeren wartet ein Reich, das seine eigenen Ziele verfolgt. Azshara hat weder ihre alte Kränkung vergessen noch ihren Anspruch auf die elfischen Völker aufgegeben.

Später wird sie erneut versuchen, die Oberfläche in einen Krieg zu ziehen und N'Zoth aus seinem Gefängnis zu befreien. Das Auge Azsharas steht am Anfang dieser offenen Konfrontation und erinnert daran, dass jeder Sturm an Azeroths Küsten auch eine politische Botschaft tragen kann.

Die Säule der Schöpfung

Der Gezeitenstein gelangt nach Dalaran und wird zusammen mit den anderen Säulen der Schöpfung zum Grabmal gebracht. Dort soll er einen Riss schließen, den Azshara vor zehntausend Jahren mitverursacht hatte. So verbindet das Artefakt die Gegenwart unmittelbar mit dem Krieg der Ahnen.

Dass ausgerechnet die Naga nach ihm greifen, ist daher folgerichtig. Sie versuchen, ein Werkzeug der alten Ordnung in den Besitz jener Königin zu bringen, deren Bündnis mit der Legion einst den Großen Bruch auslöste. Der Kampf auf der Insel verhindert, dass sich diese Geschichte an derselben Wunde wiederholt.

Quellen