Odyns Reich über den Wolken
Odyn war einst der oberste Hüter Azeroths. Als die Titanenwächter die Drachenaspekte erhoben, widersprach er und schuf mit Helya die Hallen der Tapferkeit. Aus den Reihen der Vrykul wollte er eine eigene Armee unsterblicher Krieger formen, die Valarjar.
Die Festung wurde von den Himmeln getrennt und blieb über Sturmheim verborgen. Gefallene Vrykul, die Odyn für würdig hielt, wurden von Val'kyr dorthin gebracht. Für viele Krieger war dies das höchste denkbare Jenseits.
Der Preis von Odyns Plan
Helya hatte Odyn zunächst geholfen, widersetzte sich aber seiner Forderung, weitere Val'kyr zu erschaffen. Odyn zwang sie in die erste dieser Formen. Aus der ehemaligen Hüterin wurde seine erbitterte Feindin, die später Helheim beherrschte und die Seelen jener beanspruchte, die Odyn nicht erreichten.
Die Pracht der Hallen steht daher auf einer alten Gewalttat. Odyns Krieg gegen Helya ist nicht bloß ein Kampf zwischen Himmel und Unterwelt, sondern die Folge seines Entschlusses, andere seinem Schutzplan unterzuordnen.
In den Hallen ruht die Aegis von Aggramar, eine Säule der Schöpfung. Um das Grabmal des Sargeras zu versiegeln, benötigen die Verteidiger Azeroths dieses Relikt. Odyn gibt es jedoch niemandem, den er nicht selbst geprüft hat.
Der Weg führt an Hymdall, Hyrja und Fenryr vorbei. Danach wartet Skovald, ein Vrykulherrscher, der sich der Legion angeschlossen hat. Auch er beansprucht die Aegis und glaubt, Gul'dans Macht gebe ihm das Recht, über Sturmheim zu herrschen.
Skovald und Odyn
Skovalds Niederlage verhindert, dass die Aegis an die Legion fällt. Doch Odyn erklärt die Prüfung damit nicht für beendet. Er tritt selbst gegen die Anwärter an, um ihre Entschlossenheit zu messen. Erst nach seinem Fall im Kampf erkennt er sie als würdig an.
Diese Haltung ist typisch für Odyn. Er respektiert Mut und Opferbereitschaft, bleibt aber überzeugt, allein über deren Wert urteilen zu dürfen. Hilfe gewährt er erst, nachdem andere seine Vorstellungen von Ehre erfüllt haben.
Die Hallen zeigen, wie eng die Kultur Sturmheims mit Tod und Ruhm verbunden ist. Viele Vrykul wünschen sich ein Ende, das ihren Namen bewahrt. Odyn formt aus diesem Wunsch eine Armee, deren Mitglieder selbst nach dem Tod weiterkämpfen.
Helyas Kvaldir verkörpern die dunkle Gegenseite. Sie rauben Seelen und ziehen sie nach Helheim. Zwischen beiden Reichen bleibt den Sterblichen oft wenig Wahl, obwohl beide Herrscher behaupten, eine notwendige Ordnung zu verteidigen.
Mehr als eine Prüfung
Mit der Aegis kann der Angriff auf das Grabmal vorbereitet werden. Die Hallen erfüllen damit eine wichtige Rolle im Krieg gegen die Legion. Gleichzeitig führt der Weg weiter zur Prüfung der Tapferkeit, wo Odyns alte Schuld gegenüber Helya offen ausgetragen wird.
Der Ort bleibt ein Symbol für heldenhaften Widerstand und für die Gefahr, Ehre zum Zwang zu machen. Odyn schützt Azeroth mit großer Entschlossenheit, doch seine Geschichte zeigt, wie leicht ein selbst ernannter Beschützer die Freiheit derer übergeht, die er retten will.