Der Weg nach Das Auge Azsharas
Am Auge Azsharas sammelten die Hassnattern ihre Streitmacht, nachdem sie die Bruchstücke des Gezeitensteins von Golganneth in Azsuna geraubt hatten. Zwischen Sturm, Brandung und versunkenen Ruinen verteidigten Naga, Meeresriesen und uralte Bestien den Weg. Als ihre Reihen brachen, verwandelten Azsharas Hofdamen das Titanenrelikt selbst in ein Instrument der Rache. In Kriegsherr Parjesh nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Parjesh stand in der Ordnung der Hassnattern unmittelbar unter Athissa. Er trug die prächtigste Rüstung, die ihre Schmiede fertigen konnten, nicht nur als Schutz, sondern als sichtbaren Rang. Seine Untergebenen gehorchten, weil sie seine Kampfkraft respektierten und zugleich wussten, was ein Versagen unter seinem Blick kostete.
Der Raub des Gezeitensteins
Helden hatten die Bruchstücke von Golganneths Gezeitenstein in Azsuna mühsam zusammengetragen. Parjesh und Athissa entrissen ihnen das wiedervereinte Relikt und wollten es zu Azshara bringen. Für die Naga war der Stein nicht bloß Beute. Seine Herrschaft über Wasser und Sturm konnte den Einfluss ihrer Königin weit über eine Küste hinaus verstärken.
Parjesh lagerte mit Naga, Speerträgern und Zauberinnen am Auge Azsharas. Die Untiefen boten seiner Streitmacht Schutz und Bewegungsfreiheit, während Landbewohner gegen Wasser, Wind und unbekannten Boden kämpften. Sein Auftrag bestand darin, Zeit zu gewinnen und jeden Verfolger aufzuhalten, bis der Gezeitenstein sicher weitergereicht war.
Im Kampf rief Parjesh weitere Hassnattern herbei. Krieger banden die Gegner, während Zauberinnen aus der Entfernung wirkten. Der Kriegsherr kämpfte wie ein Kommandant, der seinen Rang als Teil einer Formation verstand. Selbst seine persönlichen Angriffe sollten Lücken öffnen, in denen seine Untergebenen den entscheidenden Schlag führen konnten.
Der Speer trifft den ersten Körper
Parjesh schleuderte einen gewaltigen Speer auf ein ausgewähltes Ziel. Er traf jedoch den ersten Körper in seiner Bahn. Wer sich hinter einem gerufenen Naga stellte, konnte den Soldaten zum unfreiwilligen Schild machen. Der Befehlshaber, der unbedingten Gehorsam verlangt hatte, musste erleben, wie seine eigenen Verstärkungen die Wucht seines Angriffs auffingen.
Mit Parjeshs Fall verlor Athissa ihren wichtigsten Kriegsherrn, doch die Hassnattern gaben den Gezeitenstein nicht auf. Sein Versagen trieb sie zu einem verzweifelteren Schritt. Statt eine weitere Armee zu sammeln, begannen sie, aus der Treue einer Hofdame und der Kraft des Relikts selbst Azsharas Zorn zu formen.