Elunes Tempel
Bevor der Ort Grabmal des Sargeras genannt wurde, stand hier ein Tempel Elunes. Die Nachtelfen errichteten ihn lange vor dem Krieg der Ahnen. Nach dem Großen Bruch lag er auf einer Insel, unter deren Mauern weiterhin die Narben des ersten Legionsangriffs ruhten.
Aegwynn brachte später den besiegten Avatar des Sargeras in die Tiefe und versiegelte ihn dort. Gul'dan öffnete das Grab im Zweiten Krieg und starb in seinen Hallen. Jede Epoche hinterließ neue Schutzzauber, Leichen und verborgene Zugänge.
Die gestohlene Aegis
Während des erneuten Angriffs auf die Verheerte Küste fällt die Aegis von Aggramar in die Hände der Legion. Ohne sie können die Säulen der Schöpfung das Portal im Grabmal nicht schließen. Die Jagd nach dem Relikt führt zunächst in die Kathedrale über den tieferen Gewölben.
Die Verteidiger betreten damit keinen gewöhnlichen Tempel. Unter ihnen liegt ein Riss, durch den seit zehntausend Jahren immer wieder Dämonen nach Azeroth greifen. Jeder verlorene Raum bringt die Legion näher an eine dauerhafte Verbindung.
Agronox verdreht die Pflanzen und Gärten des Tempels. Was Elunes Heiligtum schmücken sollte, wächst unter Teufelseinfluss zu aggressiven Formen. Weiter innen beschwört die Legion mit Domatrax einen mächtigen Wächter und versucht, ihre Stellung gegen jeden Gegenangriff zu sichern.
Die Kämpfe zeigen, dass Verderbnis den Ort auf mehreren Ebenen erfasst. Natur, Architektur und alte Schutzmechanismen werden umgedeutet, bis die Kathedrale selbst den Eindringlingen dient.
Thrashbiss und die verwundete Stadt
Auch Thrashbiss der Spottvolle hält sich in den Hallen auf. Sein Auftreten wirkt zunächst kleiner als die Pläne der Legion, erinnert aber daran, dass eine Besatzung immer Nutznießer anzieht. Plünderer, Kultisten und Dämonen teilen sich den verwundeten Ort.
Die Kathedrale verliert dadurch ihre klare Ordnung. Sie ist gleichzeitig Tempel, Festung, Durchgang und Ruine. Wer sie zurückerobert, muss mit all diesen Schichten umgehen.
Mephistroth gehört zu den Nathrezim und hat die Invasion Azeroths über lange Zeit begleitet. In der Kathedrale versucht er, den Zugang zum Grabmal zu halten und die Aegis der Legion zu sichern. Seine Stärke liegt nicht nur in offener Gewalt, sondern in der Fähigkeit, Dunkelheit und Täuschung zu benutzen.
Sein Sturz bringt die Aegis zurück. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, tiefer in das Grabmal vorzudringen und Kil'jaedens Plan entgegenzutreten.
Vom Heiligtum zum Eingang des Krieges
Die Rückeroberung der Kathedrale schließt das Portal noch nicht. Sie öffnet vielmehr den Weg zur nächsten Schlacht. Unter dem Gebäude warten der Avatar des Sargeras, die von der Legion versklavten Seelen und schließlich Kil'jaeden.
Der Ort verbindet Elunes Verehrung mit Sargeras' Invasion. Dass beide Geschichten dieselben Mauern teilen, zeigt die Tragweite des Konflikts: Die Legion greift nicht nur Länder an, sondern besetzt Erinnerungsorte und macht aus ihnen Zugänge für ihre eigene Geschichte.