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Legion

Die Rabenwehr

Die Rabenwehr war im Krieg der Ahnen die Festung von Kur'talos Rabenkrone. Zehntausend Jahre später weckt Gul'dans Legion ihre Toten und macht aus einem Denkmal des ersten Widerstands ein Tor für den nächsten Angriff.

Die Rabenwehr
Geschichte und Hintergründe

Rabenkrone und der erste Widerstand

Als Königin Azshara der Brennenden Legion den Weg nach Azeroth öffnete, gehörte Kur'talos Rabenkrone zu den ersten Adeligen, die sich gegen sie stellten. Von seiner Festung in Val'sharah aus sammelte er Soldaten, Druiden und Magier. Die Rabenwehr wurde zum militärischen Mittelpunkt des frühen Widerstands.

Rabenkrone fiel durch Verrat, bevor der Krieg entschieden war. Seine Festung überdauerte den Großen Bruch, doch die Toten blieben in ihren Mauern gebunden. Für die Nachtelfen war der Ort zugleich Grabstätte und Erinnerung an einen Anführer, der Azsharas Herrschaft widersprochen hatte.

Die Legion kehrt zurück

Bei der neuen Invasion besetzt die Legion die Rabenwehr. Dämonen erwecken gefallene Soldaten und machen sich die alte Verteidigungsanlage zunutze. Was einst gegen Sargeras errichtet wurde, soll nun seinen Armeen dienen.

Der Angriff ist bewusst gewählt. Die Legion zerstört nicht nur Befestigungen, sondern verdreht Symbole des Widerstands. Rabenkrone und seine Krieger sollen als Untote jene bekämpfen, deren Freiheit sie einst verteidigten.

Amalgam der Seelen und Illysanna Rabenkrone stehen für die Unruhe der Toten. Illysanna, Kur'talos' Tochter, trägt den Namen ihres Hauses, wurde jedoch durch Teufelsmagie verändert. Ihre Tragödie zeigt, wie die Legion Familienerinnerungen gegen die Lebenden wendet.

In den Hallen begegnet man Banketten, Waffenkammern und Schlafräumen, die seit Jahrtausenden auf denselben letzten Tag festgelegt scheinen. Die Festung wirkt nicht verlassen, sondern in einem gewaltsamen Augenblick eingefroren.

Kur'talos und Latosius

Im höchsten Teil tritt Kur'talos Rabenkrone selbst auf. Neben ihm steht der Magier Latosius, der sich als Dantalionax entpuppt. Der Nathrezim benutzt Rabenkrone, um die Verteidiger zu täuschen und den angesehenen Feldherrn erneut zum Werkzeug der Legion zu machen.

Kur'talos gewinnt für kurze Zeit die Kontrolle zurück und stellt sich gegen den Dämon. Seine endgültige Ruhe ist damit keine zweite Niederlage, sondern die Vollendung seines alten Widerstands. Dantalionax fällt in der Festung, die er entweihen wollte.

Die Rabenwehr ist auch mit Illidan verbunden. Während des Krieges der Ahnen diente er zeitweise unter Rabenkrone und zeigte dort bereits seinen Mut, seinen Ehrgeiz und seine Bereitschaft, verbotene Macht einzusetzen. Viele Spannungen seines späteren Lebens waren in dieser Epoche schon sichtbar.

Dadurch verbindet die Festung Legion mit einer zehntausend Jahre älteren Vergangenheit. Die Invasion kehrt nicht zufällig an bekannte Orte zurück; sie öffnet Wunden, die beim ersten Krieg nie vollständig heilten.

Ein Denkmal wird zurückgewonnen

Mit Dantalionax' Sturz endet die dämonische Besetzung. Die Rabenwehr wird jedoch nicht wieder zu einem lebendigen Adelssitz. Sie bleibt ein Grab und ein Zeugnis dafür, wie früh sich Nachtelfen gegen Azshara erhoben.

Ihre Geschichte zeigt, dass Erinnerung im Krieg eine Waffe sein kann. Die Legion wollte den Namen Rabenkrone entehren. Stattdessen erhielten Kur'talos und seine Gefallenen die Möglichkeit, ihren Widerstand ein letztes Mal zu vollenden.

Quellen