Ehre und StärkeBlackmoore
Vashj'ir
Welt

Vashj'ir

Die in der Großen Teilung versunkene Hochgeborenenstadt, deren Ruinen zum Kriegsschauplatz zwischen Kvaldir, Naga und Neptulon wurden, als Azshara nach der Herrschaft über alle Meere griff.

Die Stadt der Hochgeborenen

Vashj'ir war einst eine bedeutende Stadt des Kaldorei-Imperiums. Matrone Lestharia Vashj führte sie, und ihre Tochter, die spätere Lady Vashj, wuchs dort auf, bevor sie Azsharas engste Dienerin wurde. Die Hallen gehörten zu einer Welt, in der Hochgeborene glaubten, der Brunnen der Ewigkeit und ihre Kunst würden für immer bestehen.

Die Große Teilung verschlang die Stadt. Dächer, Plätze und Statuen sanken in das Meer westlich der Östlichen Königreiche. Anders als Nazjatar wurde Vashj'ir nicht sofort zum Herzen eines neuen Reiches. Seine Ruinen lagen in Tangwäldern und dunklen Tiefen, bewohnt von Meerestieren und umkämpft von jenen, die in alten Steinen neue Macht sahen.

Kvaldir gegen Naga

Lange vor dem Kataklysmus nahmen Kvaldir unter Varkul dem Unerbittlichen Teile der Ruinen ein. Naga beanspruchten Vashj'ir ebenfalls und begehrten besonders den Schmelztiegel von Nazsharin. In Rückblicken wird sichtbar, wie beide Heere unter Wasser kämpften, während an der Oberfläche kaum jemand von diesem Krieg wusste.

Die Kvaldir stahlen einen Gegenstand, den die Naga für die Beschwörung Ozumats benötigten. Lady Naz'jars Truppen gewannen ihn zurück und riefen den gewaltigen Kraken. Die Kvaldir wurden geschlagen. Damit fiel die Stadt nicht einfach an ihre alten, verwandten Erben zurück; sie wurde zu einem Vorposten in Azsharas viel größerem Plan.

Schiffbruch im Kataklysmus

Als Todesschwinges Rückkehr die Welt erschütterte, fuhren Flotten von Horde und Allianz in die Region. Ozumat griff an, Schiffe zerbrachen, und Überlebende sanken in eine Umgebung, für die ihre Körper nicht geschaffen waren. Erst magische Hilfe und Seepferde machten Bewegung und Atmung möglich.

Diese Hilflosigkeit verändert den Blick auf Vashj'ir. An Land erscheinen Naga als Eindringlinge an Küsten. In der Tiefe sind die Oberflächenvölker die langsamen Fremden, die Richtung, Licht und Entfernung neu lernen müssen. Jede Ruine kann von oben wie ein Boden und von unten wie eine Decke wirken.

Der Griff nach Neptulon

Azsharas Truppen wollten durch den Abyssischen Schlund in Neptulons Elementarreich eindringen. Der Gezeitenjäger hatte N'Zoths Befehl widerstanden. Statt ihn nur zu töten, wollten die Naga seine Macht über die Meere rauben. Mit ihr hätten sie Schifffahrt zwischen den Kontinenten unterbrechen und Reiche an Land voneinander isolieren können.

Der Irdene Ring rief Horde und Allianz zu Hilfe. Gemeinsam kämpften sie durch die Ruinen bis zum Thron der Gezeiten. Ozumat griff Neptulon an und zog ihn fort. Der Feldzug verhinderte den unmittelbaren Sieg der Naga, ließ das Schicksal des Elementarfürsten aber zunächst offen.

Jahre später zeigte sich, dass Neptulon dem Kraken entkommen und auf seinen Thron zurückgekehrt war. Er stellte seine Macht während der dritten Invasion gegen die Brennende Legion und sandte später seine stärksten Diener nach Nazjatar, um Azsharas Naga zu bekämpfen. Der Raubzug durch Vashj'ir hatte den Gezeitenjäger verwundet und fortgerissen, aber nicht seiner Herrschaft über die Wasser beraubt.

Eine Welt unter den Karten

Vashj'ir macht sichtbar, dass Azeroths Meere keine leeren Flächen zwischen Kontinenten sind. Dort liegen Städte, Reiche, Handelswege und Kriege. Die Geschichte der Oberfläche bildet nur den Teil ab, der über das Wasser ragt.

In den Ruinen stehen noch Zeichen einer elfischen Gesellschaft, doch Fische schwimmen durch ihre Fenster und neue Völker haben eigene Erinnerungen darübergelegt. Vashj'ir gehört weder vollständig den Toten noch den Naga, weder den Kvaldir noch den Expeditionen vom Land. Es ist eine versunkene Stadt, die weiter Geschichte erzeugt. Das Meer bewahrt nicht, indem es alles unverändert lässt. Es nimmt jede Mauer in eine andere Welt auf.