Ehre und StärkeBlackmoore
Ozumat
Bosse

Ozumat

Ozumat war der Stammvater aller Kraken und eine lebende Legende der tiefsten Meere. Von Naga und Alten Göttern gegen Neptulon gelenkt, zerschlug er Schiffe, verdunkelte den Thron der Gezeiten mit Fäulnis und raubte schließlich den Elementarfürsten. Der Sieg über ihn war zunächst nur ein Rückzug, kein endgültiger Tod.

Der Weg nach Thron der Gezeiten

Im Abyssischen Schlund lag Neptulons Reich wie ein Palast aus Strömung, Muschel und uralter elementarer Gewalt. Als die Naga im Auftrag dunkler Mächte einfielen, wurde der Thron der Gezeiten zum Mittelpunkt eines Krieges um das Meer selbst. Wer seine Hallen betrat, folgte keiner gewöhnlichen Belagerung, sondern einer Spur aus geraubtem Willen, verseuchtem Wasser und einem Elementarfürsten, den seine Feinde lebend brauchten. In Ozumat nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Lange galten Geschichten über gewaltige Kraken als Seemannsgarn, geboren aus Nebel, Angst und verschwundenen Schiffen. Ozumat machte diese Erzählungen zu einer unzureichenden Warnung. Er war nicht bloß ein besonders großes Tier, sondern der Stammvater seiner Art, ein Wesen, dessen Arme ganze Bauwerke umschließen und dessen Schatten ein Stück Meer verdunkeln konnten.

Der erste Schrecken von Vashj'ir

Für viele Reisende begann die Katastrophe in Vashj'ir mit Ozumat. Er griff Schiffe an und ließ Menschen in ein Reich stürzen, in dem jeder Atemzug von fremder Hilfe abhing. Später stellte sich ihm sogar ein Unterseeboot entgegen. Doch der Kraken war keine einzelne Gefahr auf einem geraden Weg; er tauchte auf, verschwand in der Weite und kehrte dort zurück, wo die Tiefe am wichtigsten wurde.

Die Naga hatten Ozumat auf unbekannte Weise ihrem Feldzug dienstbar gemacht. Ob sie seinen Willen vollständig brachen oder nur eine ältere Bindung an die Alten Götter nutzten, blieb ungewiss. Gerade diese Unsicherheit machte ihn erschreckend. Ein Wesen von solcher Größe musste nicht überzeugt werden, wenn seine Feinde einen Weg gefunden hatten, seine Richtung zu bestimmen.

Die Belagerung des Gezeitenjägers

Lady Naz'jar rief Ozumat gegen Neptulon, als der Elementarfürst im eigenen Reich bedrängt wurde. Der Kraken umschlang den Herrn der Meere und half den Naga, einen Gegner zu überwältigen, den gewöhnliche Armeen kaum hätten festhalten können. Das Ziel war kein sauberer Tod. Neptulons Macht sollte gefangen, beschmutzt und für größere Pläne verfügbar gemacht werden.

Im letzten Saal des Throns blieb Ozumat zunächst außerhalb der Reichweite. Seine Diener strömten herein, Gesichtlose banden Neptulon, und schwarze Fäulnis breitete sich über den Boden aus. Der Kraken kämpfte wie das Meer selbst: nicht immer als sichtbarer Körper, sondern als immer dichter werdende Umgebung, in der für Lebende schließlich kein unverderbter Raum mehr übrig bleiben sollte.

Die Flut wendet sich

Als die Gesichtslosen fielen, reinigte Neptulon einen Teil seiner Gewässer und erfüllte die Verteidiger mit einer gewaltigen Gezeitenwoge. Körper wuchsen, Kraft und Heilung vervielfachten sich, und plötzlich konnte Ozumat unmittelbar getroffen werden. Der Elementarfürst gewann nicht durch einsame Überlegenheit. Er machte Sterbliche für wenige Augenblicke groß genug, an seiner Seite gegen eine Legende zu stehen.

Ozumat wurde schwer verwundet, aber nicht getötet. In der ursprünglichen Geschichte entkam er mit Neptulon in die Tiefe; der Gezeitenjäger befreite sich erst später. Jahre danach wurde der Kraken in Nazjatar erneut gesehen. Sein Rückzug ließ deshalb kein beruhigendes Ende zurück. Das Meer hatte die Angreifer überleben lassen, doch irgendwo jenseits der Wasserwand bewegte sich dieselbe uralte Gestalt weiter.