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Hinterland

Das Hinterland ist eine bewaldete Bergregion im Osten Lordaerons. Amani-Ruinen, die Wildhammerzwerge von Nistgipfel, die Bruchhauer der Horde und die Hochelfen von Quel'Danil teilen ein Land, dessen Geschichte weit vor die heutigen Bündnisse zurückreicht.

Ein Kernland der Waldtrolle

Die ältesten großen Reiche des Hinterlands gehörten den Waldtrollen des Amani-Imperiums. Jintha'Alor und andere Anlagen waren keine vereinzelten Ruinen, sondern Teile eines zusammenhängenden Machtbereichs. Von hier aus reichte der Einfluss der Trolle weit über den Norden Lordaerons.

Die Trollkriege zerschlugen diese Vorherrschaft. Hochelfen und Menschen verbanden ihre Armeen und ihre Magie gegen die Amani. Das Imperium überlebte in verkleinerter Form, doch viele Stämme wurden voneinander getrennt. Im Hinterland blieben alte Städte und heilige Plätze zurück, an denen die Trolle ihre frühere Größe nicht vergaßen.

Die Wildhammer kommen nach Nistgipfel

Nach dem Krieg der drei Hämmer konnten die Wildhammer nicht in Grim Batol bleiben. Die dunkle Magie Modguds hatte ihre neue Hauptstadt verseucht. Khardros führte sein Volk nach Norden und ließ es im Hinterland nieder. In Nistgipfel entstand ein neues Zentrum.

Die Wildhammer bauten weniger tief in den Berg als ihre Verwandten in Eisenschmiede. Sie lebten näher an Wald und Himmel, zähmten Greifen und entwickelten eine Kultur, in der Reiter, Schamanen und Tätowierungen eine große Rolle spielten. Die Greifen von Nistgipfel wurden später für die Allianz unverzichtbar.

Jintha'Alor, Bruchhauer und die geteilten Trolle

Jintha'Alor blieb die große Festung der Blutskalpe und anderer feindlicher Waldtrolle. Priester und Häuptlinge verteidigten die alte Ordnung gegen Zwerge, Elfen und Menschen. Der gewaltige Bau im Osten zeigt noch immer, wie mächtig die Trollreiche vor den späteren Königreichen waren.

An der Küste lebte dagegen der Bruchhauerstamm. Unter ihrer Führung schlossen sich die Bruchhauer der Horde an. Damit verlief eine politische Grenze mitten durch die trollische Geschichte der Region: Einige Stämme kämpften weiterhin für einen unabhängigen Amani-Anspruch, andere suchten in der Horde Schutz und neue Verbündete.

Quel'Danil und Seradane

In der Quel'Danil-Hütte lebten Hochelfen, die sich weder vollständig den Blutelfen noch einer anderen Macht unterordneten. Ihre Anwesenheit erinnerte an die Trollkriege und an die lange elfenmenschliche Verbindung im Norden. Die Nähe zu Jintha'Alor machte das Verhältnis zu den Waldtrollen dauerhaft angespannt.

Im Norden lag Seradane, ein Zugang zum Smaragdgrünen Traum und ein Ort des grünen Drachenschwarms. Als der Smaragdgrüne Alptraum seine Wächter verdarb, erreichte ein kosmischer Konflikt das Hinterland. Die Region verband damit politische Grenzkriege mit dem Schutz einer viel älteren natürlichen Ordnung.

Ein Land ohne einfache Besitzgeschichte

Wildhammer, Trolle und Hochelfen können jeweils auf lange Verbindungen zum Hinterland verweisen. Keine dieser Geschichten beginnt mit den heutigen Fraktionen. Nistgipfel entstand aus Vertreibung, Quel'Danil aus elfischer Trennung und die Trollfestungen aus einem Imperium, das älter als beide ist.

Das Hinterland lässt sich deshalb nicht als bloßes Randgebiet Lordaerons verstehen. Seine Wälder bewahren die Folgen der Trollkriege, des Zwergenbürgerkriegs und des Smaragdgrünen Alptraums. Wer hier auf eine moderne Grenze blickt, sieht nur die jüngste Schicht einer sehr viel längeren Auseinandersetzung um Heimat und Erinnerung.