Eine Warnung, die Thrall ernst nimmt
Der wiedergekehrte Medivh erscheint Thrall nicht als berühmter Wächter, sondern als rätselhafter Prophet. Er warnt vor einer Macht, die Lordaeron bald verschlingen werde, und fordert die Horde auf, nach Westen zu segeln. Terenas weist dieselbe Warnung zurück, weil ein König sein Volk nicht aufgrund einer Vision verlassen kann. Thrall hört zu, weil die Orcs bereits erlebt haben, wie mächtige Anführer Warnzeichen aus Stolz ignorieren.
Der Kriegshäuptling besitzt kein Königreich, das ihn festhält. Seine Leute sind befreite Gefangene und freie Clans ohne anerkannte Heimat. Gerade diese Unsicherheit gibt ihnen die Möglichkeit, aufzubrechen.
Schiffe und ein schwieriger Abschied
Die Horde braucht eine Flotte. In der Umgebung von Süderstade geraten Orcs und Menschen aneinander, während Thrall Schiffe für die Überfahrt sichern lässt. Aus Sicht Lordaerons sind bewaffnete Orcs, die Schiffe nehmen, eine neue Bedrohung. Aus Sicht der Horde ist es der einzige Weg, den Kontinent zu verlassen, auf dem die Lager noch stehen.
Grommash und der Kriegshymnenklan folgen Thrall, obwohl Grom in jeder Einschränkung schnell eine Kränkung erkennt. Diese Spannung reist mit: Die neue Horde hat sich von Gul'dan gelöst, aber nicht jeder Krieger hat gelernt, Zorn von Freiheit zu unterscheiden.
Der Sturm und die Dunkelspeere
Ein Sturm trennt Schiffe und zwingt Thralls Gruppe auf die Dunkelspeerinseln. Dort begegnen die Orcs Sen'jins Trollen. Gemeinsam kämpfen sie gegen Murlocs und die Mächte der Seehexe Zar'jira. Sen'jin stirbt, vertraut seinen Stamm aber Thralls Weg an.
Die Dunkelspeere schließen sich nicht nach langen Verträgen an. Das Bündnis entsteht aus gemeinsamem Überleben und einem letzten Versprechen. Vol'jin führt die Trolle auf die Schiffe, und die Flotte setzt ihre Reise mit einem neuen Volk fort.
Ankunft in einem unbekannten Land
Kalimdor ist für die Horde keine leere Fläche. Tauren, Zentauren, Nachtelfen und viele andere Völker leben dort. Thrall hilft Cairne Bluthuf gegen die Zentauren und gewinnt einen Verbündeten, während Groms Truppen in den Wäldern von Eschental einen Krieg mit den Nachtelfen beginnen. Die Suche nach Heimat bringt die Orcs sofort in die Verantwortung, nicht dieselben Fehler wie auf Azeroths Ostkontinent zu wiederholen.
Als die Legion erscheint, wird der Exodus Teil eines größeren Kriegs. Horde, Jainas Expedition und Nachtelfen müssen am Hyjal gemeinsam handeln. Medivhs Warnung erweist sich als richtig, aber sie hat Thrall nicht aus der Geschichte herausgeführt. Sie hat ihn an den Ort gebracht, an dem seine Entscheidungen über mehr als das eigene Volk entscheiden.
Eine Horde, die sich neu erfinden muss
Die Reise nach Kalimdor trennt Thralls Horde räumlich von den Internierungslagern und politisch von der Alten Horde. Sie nimmt Dunkelspeere und später Tauren auf. Damit wird aus einem Zusammenschluss befreiter Orcs ein Bündnis verschiedener Völker.
Der Exodus ist dennoch keine reine Befreiungserzählung. Schiffe werden mit Gewalt genommen, Grom fällt erneut dämonischer Macht anheim, und neue Nachbarn zahlen für Fehler der Ankommenden. Die neue Heimat wird erst glaubwürdig, wenn die Horde Verantwortung für diese Handlungen übernimmt. Genau dieser Kampf prägt ihre weitere Geschichte.